Re: Warum macht Seife Schaum?
Hallo Thorsten
Die Seife, meistens eine Natrium-Fettsäureverbindung, ist ein sogenannter grenzflächenaktiver Stoff.
Im diesem Falle hat die Seife das starke Begehren, zwischen Wasser und Luft zu geraten. Oder in anderen Worten, zwischen dem Wasser und der Luft gibt es eine stärkere Konzentration von Tensiden, welche stabilisierend auf die Grenzfläche wirkt. Nun ist die Frage aber immer noch nicht vollständig beantwortet, und zwar wäre zu nennen, das die Seife "versucht" hydrophile und hydrophobe Schichten zu verbinden, sozusagen den wasserabstoßenden Charakter der Luft aufzuheben.
Man könnte sagen, die Frage des stabilen Schaums ist eine Frage der stabilen Seifenblase.
Wenn man davon ausgeht, das die Seifenmoleküle dicht an dicht an der Oberfläche einer Seifenblase sind, dann wird die Seifenkonzentration um so stärker im Wasser, je dünner die Wandung wird. Im Wasser befinden sich jedoch die Hydrophiolen Molekülenden, welche das Wasser anziehen, und somit die Wandung wieder vestärken.
Naja ok, könnte man auch einfacher ausdrücken, und so weiter...
Hydrophil = Wasseranziehend, hydrophob = Wasserabstoßend
Man beachte auch, die Eigenschaft der schäumenden Seife sich in der Grenzfläche Wasser-Luft aufzuhalten ist dazu geeignet, mittels Schaumerzeugung die Seife nahezu komplett aus dem Wasser zu entziehen.
Also Schaum ist nicht nur Wasser + Luft, sondern, die Seife bildet mit dem Wasser und der Luft dünne Schichten, Doppelschichten usw. welche die Wasserverteilung in der Seifenblase etwa konstant hält.
Ichhoffe, man kann damit etwas anfangen
MfG
Matthias
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