Ich hab da eine kleine Frage zur Kristallisation : Wir haben heute in der Schule Acetylsalicysäure hergestellt, eben mit der üblichen Methode (Salicylsäure + Essigsäureanhydrid). Wir haben nen paar Tropfen Schwefelsäure als Katalysator hinzugegeben und gehitzt bis sich alles aufgelöst hatte. Dann mussten mir das Gemisch kühlen und ein paar Tropfen kaltes, destilliertes Wasser hinzugeben um die Acetylslicylsäure kristallisieren zu lassen. Jetzt meine Frage : wieso nimmt man ausgerechnet Wasser zur Kristallisierung und nicht sonst irgent eine Substanz ? Ich wäre dankbar für jeden auch noch so kleinen Tipp,
Danke schon mal im Voraus,
Sam
Hallo Sam: Eine Substanz wird auskristallisiert indem man(n) das Lösemittel teilweise abdampft, abkühlt, oder eine Flüssigkeit (H2O)zugibt in der die Substanz schlechter löslich ist. In deinem Fall ist Acetylsalicylsäure in der zugegebenen Schwefelsäure-Konzentration und im Überschuss Essigsäureanhydrid respektive in der gebildeten Essigsäure (aus Acetylierung) zu gut löslich. Durch die Zugabe von Wasser senkst Du die Schwefelsäure-Konz. und die Essigsäure-Konz. was mit der abgesenkten Temperatur zum auskristallisieren der Acetylsalicylsäure führt. Nebenbei leitest Du mit der H2O-Zugabe auch den Beginn der Hydrolyse des überschüssigen Essigsäureanhydrid ein.
Gruss
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Hallo Paul,
Vielen Dank für die exakte und ausführliche Antwort, da wär ich im Leben nicht drauf gekommen ^^.
Gruß, Sam