heterolyse, homolyse--polar, unpolar !!??!?!

Von: , Frage gestellt am So, 28. Nov 2004


also meine lehrerin hat folgende frage gestellt:
welchen einfluss hat eine polare bzw unpolare atombindung auf eine homolyse bzw eine heterolyse?
was meint die mit einfluss?
die EN?
dann ist das bei einer polaren bindung ja schwieriger weil da die ENdifferenz grösser ist und mehr kraft aufgewandt werden muss.!?

aber man kann doch bei beiden bindungen die homolyse und heterolyse anwenden oder lieg ich da falsch?
homolyse=spaltung in unveränderte atome
heterolyse= " " ionen

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: heterolyse, homolyse--polar, unpolar !!??!?!

    Hallo Lady, welchen einfluss hat eine polare bzw unpolare atombindung auf
    eine homolyse bzw eine heterolyse?
    was meint die mit einfluss?
    die EN?
    dann ist das bei einer polaren bindung ja schwieriger weil da
    die ENdifferenz grösser ist und mehr kraft aufgewandt werden
    muss.!?
    Nicht unbedingt... Polare Bindungen sind (aus den von dir genannten Gründen) häufig stabiler als unpolare, doch gilt auch das nicht immer. Wenn sie aber gespalten werden - und darum geht es hier ja - denn spielt die Stabilität der ehemaligen Bindung keine unmittelbare Rolle. aber man kann doch bei beiden bindungen die homolyse und
    heterolyse anwenden oder lieg ich da falsch?
    homolyse=spaltung in unveränderte atome
    heterolyse= " " ionen
    Liegst du falsch? Ein wenig vielleicht...
    Bindungen bestehen aus Elektronen(paaren), richtig? Wenn also eine Bindung gespalten wird, gibt es zwei Möglichkeiten, was mit den beiden Elektronen geschieht. Entweder sie gehen beide an dasselbe Atom (heterolytisch), oder sie werden gerecht geteilt (homolytisch). Im ersten Fall entstehen Ionen, wie du richtig sagtest, im anderen Fall Radikale (wegen des ungepaarten Elektrons; Radikale sind nicht eben "unveränderte" Atome).

    Nun zu deiener Frage.
    Überlege einmal: in einer polaren Bindung "tendieren" die Elektronen bereits zu einer Seite; daraus ergibt sich, daß es einfacher sein sollte, sie ganz auf eine Seite zu zwingen, um die Bindung zu spalten, als das bei einer polaren Bindung der Fall ist. Dieser Effekt ist natürlich umso ausgeprägter, je polarer die Bindung ist.

    Faustregel ist das aber auch keine. So können etwa Chlorierungen organischer Moleküle sowohl radikalisch (nach einer homolytischen Spaltung des Cl2), als auch elektrophil oder nukleophil ablaufen, wobei letzteres Ionen voraussetzt. Diese müssen aber oftmals erst generiert werden, indem das Cl2-Molekül polaisiert wird (z. B. mit Hilfe einer Lewis-Säure), da unpolare Bindungen eben (tendenziell) nicht gerne heterolytisch gespalten werden.

    Hoffe geholfen zu haben (?)
    Bernd

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