Dass den Pinguinen die Fuesse nicht einfrieren, dafuer habe ich schon
mal eine Erklaerung gelesen (spezieller Blutkreislauf glaube ich,
waere aber fuer eine erneute Erklaerung dankbar). Aber wie ist es mit
Baeren oder Woelfen? Wenn ich mir die Pfoten eines Hundes ansehe,
dann sehe ich Ballen aus weichem Leder und ich nehme an, dass
darunter das Blut nicht allzu fern ist. Beim Wolf ist es sicher
genauso. Wenn die Woelfe nun aber stundenlang bei -30 oder -40 Grad
durch ebenso kalten Schnee laufen, bekommen sie dann keine kalten
Fuesse? Ist es bei ihnen wie bei den Pinguinen? Wuerde ein
Wuestenfuchs aus heissen Regionen kalte Fuesse im Schnee bekommen?
Dass den Pinguinen die Fuesse nicht einfrieren, dafuer habe
ich schon
mal eine Erklaerung gelesen (spezieller Blutkreislauf glaube
ich,
waere aber fuer eine erneute Erklaerung dankbar).
Eine Erklärung zu den Pinguinfüßen findest Du hier:
Hallo tychi,
der Ballen des Wolfs ist zwar gut durchblutet, besteht aber aus derbem Bindegewebe mit einer Einlagerung großer Mengen prall gefüllter Fettzellen - das isoliert natürlich. Zusätzlich befinden sich zwischen den Ballen Haarpolster, die via eingelagerter Luftpolster auch als Isolation -und zusätzlich auch noch als „Schneeschuhe“ -dienen.
Pinguine sind in der Lage, die Temperatur ihrer Füße durch Veränderung des Gefäßdurchmessers zu regulieren. Die Temperatur liegt nur wenige Grade über dem Gefrierpunkt -sonst würden sich Eisklumpen bilden und Erfrierungen hervorrufen. Die Erwärmung der Füße (wenn’s draußen wärmer ist, läuft der Pinguin ja nicht Gefahr, zuviel Wärme abzugeben) erfolgt dann via Gegenstromprinzip (im Pinguin herrscht - wie bei allen Vögeln -eine Kerntemperatur von um die 40°C).
Unser Hund (Berner-Senner/Münsterländer) wälzt sich bei -10 °C im Schnee, frisst Schnee und geht sogar ins Wasser. Bis man wieder im Haus ist hängen dann immer Eisklumpen im Bart.
Hallo Marcel,
das ist aber auch rassebedingt unterschiedlich. Guck Dir mal die Unterwolle Deines Hundes an -mit so einem „Mantel“ könntest Du Dich auch problemlos ohne Frieren im Schnee wälzen. Andere Hunderassen aus wärmeren Regionen oder mit „weggezüchteter“ Unterwolle können natürlich frieren. Gleiches trifft auf die Unart des Schneefressens zu -es gibt durchaus Hunde, die das nicht so einfach „wegstecken“ und eine Gastritis entwickeln. Gleiches gilt für’s Baden im Winter: durch die Unterwolle (Luftpolster) kommt kaum Wasser an die Haut; von den Deckhaaren wird’s abgeschüttelt und wenn in letzteres „Eiszapfen“ hängen, schadet das der Isolation ja nicht.- Am gefährdetsten durch die Kälte sind die Nieren -die stecken zwar unter einer Fettschicht, sind aber durch ihre Lage „angreifbar“ -drum kann für Hunde ohne Unterwolle im Winter das allgemein belächelte „Mäntelchen“ schon angebracht sein…