Männer und Frauen getrennt im Sport

Hallo,

Jeder würde zustimmen: Natürlich muß man Männer und Frauen getrennt antreten lassen, denn sonst wäre es unfair. Und das betrifft jeden Sport.

Es betrifft auch einen relativ unbekannten Sport, den ich gestern im Fernsehen sah. Auch da müßte man Männer und Frauen trennen, da es unfair zu sein scheint.

Aber nicht unfair gegenüber den Frauen, sondern gegenüber den Männern!

Es ging um eine 137-Meilen-Laufstrecke durch das Death Valley (55 Grad im Sommer), die ca. 30 Stunden dauert.

Dreimal hintereinander wurde das Rennen von einer Frau gewonnen (diesmal überraschenderweise nicht). Die beiden letzten Male waren die ersten Plätze überhaupt nur von Frauen belegt. Erst dieses letzte Mal sieht es anders aus.

Interessant vor allem die Liste derer, die es nicht bis ins Ziel geschafft haben (DNF): Darunter ist so gut wie kein Frauenname, seit dem ersten dieser Rennen.

Offensichtlich muß es etwas geben, das Frauen fundamental von Männern unterscheidet, wenn es um Willenskraft geht.

Es scheint einen point of no return zu geben, wo Aufgeben keine Option mehr ist. Wenn ein Mann nicht um sein Leben rennt, dann hat er diese Option - und gibt auf. Nicht so bei Frauen?

Interessant auch die Antworten der Sportler. Frage (was für eine blöde Frage): „Wie lange hätten sie das noch geschafft?“ Männlicher Sportler grübelt… Frau: „Bis ans Ziel.“

Es drängt sich die Erklärung auf, daß es bei Frauen ein „Programm“ gibt, das bei Erschöpfung und Schmerz zu 100%er Determination bis zum Wahnsinn führt. Wie bei dem Wunsch nach einer Droge. Das Ziel ist so übergroß, daß es nur diesen einen Weg gibt. Das ergibt auch Sinn: Ansonsten würde eine Gebärende einfach ohnmächtig werden. Und es gibt Geburten, die mehrere Tage dauern. Eine Frau muß fähig sein, ohne jegliche Hilfe ein Kind zu gebären. Aufgeben ist keine Option.

Stimmt das nun oder ist das eine Wald-und-Wiesen-Erklärung? Gibt es eine derartige Sustanz im Gehirn?

Die Ergebnisliste findet man hier:

http://www.badwaterultra.com/results.html

Gruß
dataf0x

Hallo dataf0x,

ich halte das (ungeprüft!) für eine Wald-und-Wiesen-Erklärung. Wenn sie stimmen würde, wären Frauen in allen Ausdauerdisziplinen (Iron Man?) den Männern deutlich überlegen, was sie aber nicht sind (glaube ich).

Ich glaube, der wahre Grund liegt (auch!!) am Wärmehaushalt. Männer haben höhere Stoffwechselraten und produzieren mehr Körperwärme. Das kann ihnen im Death-Valley zum Nachteil gereichen.

Jeder würde zustimmen: Natürlich muß man Männer und Frauen
getrennt antreten lassen, denn sonst wäre es unfair. Und das
betrifft jeden Sport.

Schach soll ja auch ein Sport sein… wäre eine Trennung da auch sinnvoll und wenn ja warum? … ich kenne keine Schachweltmeisterin. Ist Damenschach nur weniger populär oder gibt’s das nicht… ? :wink:

LG
Jochen

Hallo.

Vielleicht findet sich in „Evolution des Menschen“ (I + II) von Spektrum der Wissenschaft eine Antwort. Aber auch so kann man sagen, dass Frauen andere Voraussetzungen für körperliche Leistungen mitbringen als Männer. Das folgt schon aus dem Umstand, dass erstere gebären künnen.

Schach soll ja auch ein Sport sein… wäre eine Trennung da
auch sinnvoll und wenn ja warum? … ich kenne keine
Schachweltmeisterin. Ist Damenschach nur weniger populär oder
gibt’s das nicht… ? :wink:

Also Schachweltmeisterinnen gibt es mittlerweile genug (nicht gleichzeitig wie bei den Männern :smiley: ). Eine Seite: http://www.zeitschriftschach.de/aktuell/aktuell.htm
Und Schach kann man durchaus als Sport ansehen: Kondition, Willensstärke, Talent, Fitness, mentale Gesundheit, usw… sind Begleitfaktoren einer jeden Partie. Wie in einer richtigen Prüfungssituation auch :wink: Und da rast der Puls auch schon mal hoch, wenn man eine Frage nicht adhoc beantworten kann…

HTH
mfg M.L.

Frauen sind psychisch stärker
Hallo,

Meine Rede schon immer.

Aber der Mann kann das mehr als kompensieren,
z.B. durch Ausbildung/Training/Indoktrination.

Die meisten (trainierten) Männer würden den
Lauf wohl bestehen, wenn sie ausreichend
(brutal) vorbereitet wären.

Aber das ist ja so lange bekannt. Männer sind
„seelisch schwächer“ als Frauen. Scheinbar
hat das in der Evolution nicht gestört
(Aufgabenteilung).

Grüße

CMБ

Hey,

Aber das ist ja so lange bekannt. Männer sind
„seelisch schwächer“ als Frauen. Scheinbar
hat das in der Evolution nicht gestört
(Aufgabenteilung).

na ist doch klar - wären wir nicht seelisch stärker, hätten wir die Männer nie so lange ertragen können. :wink:

LG,
Cess

Hallo datafOx,

Offensichtlich muß es etwas geben, das Frauen fundamental von
Männern unterscheidet, wenn es um Willenskraft geht.

Ganz bestimmt wird keiner widersprechen, dass sich Frauen und Männer psychisch voneinander markant unterscheiden.
Und sicher ist das auch durch den zum Teil unterschiedlichen strukturellen Aufbau des weiblichen und männlichen Gehirns bedingt.

Stimmt das nun oder ist das eine Wald-und-Wiesen-Erklärung?
Gibt es eine derartige Sustanz im Gehirn?

Dass Frauen zu längeren Dauerleistungen besser befähigt sind,
Männer dafür zu höheren Spitzenleistungen, liegt aber in erster Linie am unterschiedlichen Muskelaufbau (zum Teil auch am Skelettaufbau und anderen konstitutionellen Unterschieden)
z.B. unterschiedliche Körperfettanteile, unterschiedlicher Fettstoffwechsel, Hormonhaushalt
darüber gibt es bereits eine große Zahl empirischer Untersuchungen, Sportmedizin usw.
siehe z.B. http://www.wofis.net/popups/unterschiedemannfrau.htm

Dass Frauen bei Ausdauersportarten freilich auch ihre zu Männern unterschiedliche mentale und psychische Grundkonstellation zugute kommt, ist sicher nicht zu bestreiten

Grüße, Michl

Aber der Mann kann das mehr als kompensieren,
z.B. durch Ausbildung/Training/Indoktrination.

Die meisten (trainierten) Männer würden den
Lauf wohl bestehen, wenn sie ausreichend
(brutal) vorbereitet wären.

wenn das wahr ist, dann sind frauen auch die besseren soldaten.
aber erst in den letzten dekaden dämmert das den militärs. als kampfpiloten sind frauen im vorteil. halten mehr aus, und das bei kleinerem volumen und kleinerem weg zwischen herz und kopf (wichtig beim kampf gegen das blackout/redout). aber das schwache geschlecht stört sich lieber an studentinninnen und bürgerinninnen.

gruß
dataf0x

hi,

Wenn sie stimmen würde, wären Frauen in allen
Ausdauerdisziplinen (Iron Man?) den Männern deutlich
überlegen, was sie aber nicht sind (glaube ich).

was ist ironman?

„ausdauerdisziplin“ ist zb. auch ein marathonlauf. beim marathonlauf sind frauen nicht überlegen. aber beim marathonlauf geht es nicht an die grenzen des machbaren. die vorteile von frauen treten dann zu tage, wenn es ausschließlich nur mehr um den willen geht. mehrere tage mit einem gebrochenen bein im auto eingeklemmt zu sein ohne ohnmächtig zu werden und daher zu erfrieren - das traue ich einer frau eher zu als einem mann.

deutlich sind auch die ergebnisse bei reality shows wie survivor, bei denen die kandidaten schweste körperliche tests durchmachen müssen. es gibt männerdisziplinen, da haben frauen keine chance: sprinten, gewichte heben, schwimmen. aber es gibt frauendisziplinen, da haben männer keine chance: stundenlang auf einem pfahl sitzen, kopfüber in einem seil hängen, barfuß auf einem schmerzhaften holzbrett stehen - wer als längster aushält, gewinnt. frauen geben prinzipell nicht auf. es geht immer noch ein wenig, noch ein wenig, bis zum ziel.

Schach soll ja auch ein Sport sein…

schach ist m.e. kein sport.

gruß
dataf0x

Hallo,

Jeder würde zustimmen: Natürlich muß man Männer und Frauen
getrennt antreten lassen, denn sonst wäre es unfair. Und das
betrifft jeden Sport.

Das kann ich natürlich so nicht unkommentiert stehen lassen:
Unsere Rhönradwettkämpfe werden gemeinsam ausgetragen und gewertet, ich meine, das wäre erst in der Weltspitze anders, kann mich aber täuschen. Meine „Genossinnen“ und ich jedenfalls werden immer mit Männern gemeinsam gewertet,z.B. im bundesweiten Seniorenwettkampf (ab 30 Jahre), immerhin!
Und dann gibt’s natürlich den Sport, wo Männer und FRauen gemeinsam antreten, nämlich Tanzen, das kann man gar nicht getrennt werten.

Auch wenn ich wieder Haue kriege, das wollte ich gerne beisteuern. Ich lege Wert darauf, dass Sport wesentlich vielfältiger ist als Rennen und Balltreten, so issas.

Anette grüßt herzlich!

Hallo dataf0x,

inhaltlich kann ich auch nicht mehr als die anderen Poster beitragen, aber ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass Frauen bei Ausdauersportarten nicht zu unterschätzen sind :wink:

Und noch eine (mehrfache) Weltrekordhalterin: http://www.astridbenoehr.com
Kurzes Zitat: „Die herausragensten Erfolge sind der Weltrekord im zehnfachen Ironman und der Weltrekord im Fünffach-Ironman mit 74h 01min 02sec aus dem September 1997, der etwa 2 Stunden unter dem Männer-WR dieser Strecke liegt. Damit ist es einer Frau erstmals gelungen, Gesamtweltrekorde (vor den Männern) aufzustellen.“

Noch zur Info: Als Ironman bezeichnet man die Triathlon Langdistanz mit: 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen. Die Distanzen für den fünffachen oder zehnfachen Ironman kann man sich dann ausrechnen :wink:

Offensichtlich sind Frauen bei extremer Ausdauerbelastung physisch und mental Männern überlegen…

Viele Grüße von
Bernhard

… dessen Bruder auch zu den „Verrückten“ gehört, die „hin und wieder“ einen Trithlon oder Ultra-Marathon bestreiten…

stundenlang auf einem pfahl sitzen, kopfüber in einem seil
hängen, barfuß auf einem schmerzhaften holzbrett stehen - wer
als längster aushält, gewinnt. frauen geben prinzipell nicht
auf. es geht immer noch ein wenig, noch ein wenig, bis zum
ziel.

Hallo dataf0x,
bei solch einem Schwachsinn möchte ich auch nicht die Ausdauer einer Frau haben.
Mit freundlichen Grüßen
Ulf

LG
Jochen

Hey Cess,

na ist doch klar - wären wir nicht seelisch stärker, hätten
wir die Männer nie so lange ertragen können. :wink:

stimmt! Wenn den Urmännern die Weiber zu streßig wurden, gingen sie einfach auf einen Jagdzug; heute eben zur Arbeit :wink:

Gandalf

Und das

betrifft jeden Sport.

Das kann ich natürlich so nicht unkommentiert stehen lassen:
Unsere Rhönradwettkämpfe …

ich präzisiere: sei in meinem kontext „sport“ eine wettbewerbsartige tätigkeit, bei der der sieger _nur_ aufgrund _körperlicher leistungen_ ermittelt wird.

schach, gymnastik, tanzen usw. gehören nicht zu meinem thema.

gruß
dataf0x

bei solch einem Schwachsinn möchte ich auch nicht die Ausdauer
einer Frau haben.

der schwachsinn ist eine million dollar wert.

gruß
dataf0x

aber erst in den letzten dekaden dämmert das den militärs. als
kampfpiloten sind frauen im vorteil. halten mehr aus, und das
bei kleinerem volumen und kleinerem weg zwischen herz und kopf
(wichtig beim kampf gegen das blackout/redout).

Das ist ja ganz offensichtlich eher durch die Körpergröße bedingt.

Unvernunft und Selbstüberschätzung
Hallo Datafox,

ich würde einfach bei mal sagen, der Erfolg der Damen ist auch (neben anderen Faktoren) damit zu erklären, dass Männer eher zur Selbstüberschätzung und Unvernunft neigen. Ich laufe selber Marathon, und mir ist aufgefallen, dass Männer bei Traing udn Wettkampf in weitaus größerem Maß auf cooles technisches Equipment und starre Einhaltung irgendwelcher Traingspläne achten als schlichtweg auf Körpersignale. Zudem prahlen sie gerne und sind deutlich mehr auf Wettkampf aus als Frauen. Von vielen Frauen, die Marathon laufen, hört man, dass sie es für sich selber tun und ankommen wichtiger ist als eine toll-tolle Zeit. Ich möchte nicht wissen, wie viele der Starter ungenügend und voller Selbstüberschätzung vorbereitet in diesen Extrem-Wettkampf gehen. Und darunter sind mit Sicherheit wesentlich mehr Herren als Damen.

Viele Grüße
Anna

schach, gymnastik, tanzen usw. gehören nicht zu meinem thema.

Hey, da bin ich aber bisschen angepiekt, ich rede vom Turniersport. Komm doch mal zum Training, dann wirst Du schon merken, dass Tanzen Sport im allerfeinsten Sinn ist.
Es lädt ein: Anette

hallo anna,

was du sagst ist auch das, was ich mir dazu denke. nur, obwohl xy-chromsomiker, geht es mir da genauso, ich laufe, wenn ich mag und wenn ich mag auch jenseits von 30 oder 40 km, ähnlich beim schwimmen (täglich-mittel: 5 km), ähnlich beim radfahren (täglich-mittel: 20 km).

dies ist aber prinzipiell so, sprich, ich käme nie auf die idee mich HEUTE für eine veranstaltung in zb. 2 wo. anzumelden, wo ich dann mit vielen anderen durch die gegend laufen etc. darf; gerade das ist doch der usp an diesen ausdauersportarten, ich kann sie jederzeit und wenn es mir gerade in diesem moment taugt, ausüben.

nur, mich als beispiel genommen: mit einer solchen einstellung nimmt man nicht an marathons teil, schon gar nicht an einem triathlon.

bottomline: ich sehe mich als purist in punkto:

Von vielen Frauen, die Marathon laufen, hört man, dass
sie es für sich selber tun und ankommen wichtiger ist als eine
toll-tolle Zeit.

…und frage mich, warum laufen solcherlei für-sich-selber-tuer überhaupt zusammen mit anderen?
mein vorurteil ist, dass man sich dabei dann mehr auf die anderen konzentriert, der flow sich dank ablenkung nur mässig einstellt etc.
also, nochmal, warum?

fragt sich,
stefan

Hey, da bin ich aber bisschen angepiekt, ich rede vom
Turniersport. Komm doch mal zum Training, dann wirst Du schon
merken, dass Tanzen Sport im allerfeinsten Sinn ist.

daß tanzen zum sport gehört weiß ich. aber es ging mir um etwas spezielles beim sport:

„bei der der sieger _nur_ aufgrund körperlicher leistungen ermittelt wird.“

beim tanzen wird wohl der ästhetische und künstlerische aspekt irgendeine rolle spielen MÜSSEN, denn sonst wäre es ja nicht tanzen, sondern „wer hüpft paarweise am weitesten/schnellsten/höchsten“ oder ähnliches. tanzen ist ein grenzfall zwischen sport und kunst.

gruß
dataf0x