kristall

Von: , Frage gestellt am Do, 13. Jul 2000

Hallo,

kann mir jemand erklären, ob die Netzebenen[hkl] (541)und (145)die selben sind und ob sie den selben Reflex geben.

Gruß Roberto

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Kristallstrukturanalyse

    Hallo,

    kann mir jemand erklären, ob die Netzebenen[hkl] (541)und
    (145)die selben sind und ob sie den selben Reflex geben.
    Hi Roberto
    Kann man nicht so einfach sagen. Hängt von den Achsenverhältnissen und den Achsenwinkeln ab. Um was geht es eigentlich? Bitte genauere Infos. (Welches Mineral, Kristallklasse usw.)

    MfG.
    Mike

    • Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
      Re^2: Kristallstrukturanalyse

      Hi Roberto
      Kann man nicht so einfach sagen. Hängt von den
      Achsenverhältnissen und den Achsenwinkeln ab. Um was geht es
      eigentlich? Bitte genauere Infos. (Welches Mineral,
      Kristallklasse usw.)

      MfG.
      Mike
      Hallo,
      hierbei handelt es sich um Mn2O3, othorhombisch - Pcab(61).
      Bedanke mich im Voraus.
      Roberto

      • Antwort von nach einem Tag hilfreich
        Re^3: Kristallstrukturanalyse


        Hi Roberto hierbei handelt es sich um Mn2O3, othorhombisch - Pcab(61).
        Habe mein altes Kristallo-Buch rausgezogen und mal nachgeschaut (lang lang ist´s her)

        Die Antwort lautet: Diese Netzebenen sind nicht identisch.
        (und sollten somit auch unterschiedliche Röntgenreflexe ergeben)

        Begründung: die hkl Werte sind die reziproken Werte der Strecken (angegeben in ganzen Basisvektoren), bei denen eine fiktive Kristallflache die drei Kristallachsen a, b und c schneidet. Dabei nimmt man immer das niedrigste ganzzahlige Verhältniss.
        d.h.: h:k:l = 5:4:1 = 1/4:1/5:1/20
        Das heisst: die Fläche 5:4:1 schneidet die a-Achse 4 Basisvektoren von einem fiktiven Achsenkreuz entfernt, die b-Achse 5 Basisvektoren und die c-Achse 20 Basisvektoren entfernt. Für hkl=145 gilt obiges natürlich analog.
        Der Witz ist nun, dass die Basisvektoren im orthorhombischen System zwar senkrecht aufeinander stehen, aber alle unterschiedlich lang sind. Somit haben die beiden Flächen eine unterschiedliche Raumlage.

        Sollten die Unterschiede zwischen a, b und c nicht gross sein, können die Reflexe natürlich sehr nahe beieinander liegen.

        Na, alle Klarheiten beseitigt

        Weiteres incl. ausführlicher Indizieranleitung in
        KLEBER:
        Einführung in die Kristallographie
        Gibt es in jeder Uni-Bib.
        Vielleicht gibt es auch was Neueres, frag mal bei euch in der Mineralogie

        Hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt. Ich bin eigentlich Geologe, mache Lagerstättenkunde (mit dem Hammer zwischen den Zähnen ins Gelände *g*)

        Wozu um Gottes Willen braucht Ihr eine Strukturanalyse von Mangan(III)oxid?

        Gruss nach Jena
        Mike

        P.S. Gibt es das Unikum eigentlich noch?
        mkl

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