Kürzlich wurde aus zwei Trinkwasserproben (Hausinstallation, Warmwasserleitung) Ammonium analysiert (um die 0,1 mg/l). Die zuständigen Stadwerke liefern Trinkwasser mit
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Hallo Rüdiger,
ich antworte dir mal hier.
Wie bereits gesagt stammt das Ammonium aus Aubbauprodukten von org. Substanzen oder von Stickstoffdünger. Beides wird in das Grundwasser infiltriert.
Normalerweise wird das Ammonium mittels Bakterien und Sauerstoffanwesenheit zu Nitrit und Nitrat oxidiert. In Wasserwerken wird das Ammonium auch durch Aufbereitungsschritte aufoxidiert (Belüftung).
Die Wasserwerke geben einen Jahresmittelwert an, da sie manchmal die Förderleistungen der Brunnen varrieren. So können ebenfalls Abweichungen auftreten.
Eine genauere Erklärung kann ich dir auch nicht geben, es sollen nur ein paar Hinweise sein. Vieleicht wiise andere auch noch etwas?
Ich schließe mich den Ausführungen von Gustav an, zumal 0,1 mg/l
für mich noch akzeptabel klingt, wenn man die entsprechenden
Richtlinien der EU (0,5 mg/l) zugrunde legt. Deutsches Recht ist
mir nicht geläufig, aber in Österreich gilt ein Richt wert von
0,05 mg/l bei einer zulässigen Höchstkonzentration von ebenfalls
0,5 mg/l, das Gesetz läßt aber geogen bedingte Überschreitungen
bis 5 mg/l zu. Es muß also auch harmlose Wege geben, wie Ammonium
in das Wasser kommt, das Problem liegt ja hauptsächlich darin,
daß Ammonium ein Indikator für Verunreinigng durch Fäkalien etc
gilt. Schwankungen in der Qualität sind auch ziemlich normal.
Nach der Beschreibung deiner Messung dürfte der Wert auch recht
gut abgesichert sein.
Bei Messungen an Trinkwasser gehen die Dr. Lange-tests meiner
Erfahrung nach recht gut und störungsfrei, zumindest habe ich bei
Testereihen eine gute Übereinstimmung mit der
Ionenchromatographie festgestellt, obwohl das jetzt schon wieder
fast zwei Jahre her ist.
Markus
Die ganuze Analytik der Stickstoffparameter im Trinkwasser (Nitrid/Nitrat/Ammonium) ist „kitzelig“, da diese 3 Verbindungen ineinander umgewandelt werden…