Hallo Amöbe,
zum Thema Methan und Reis - ein klimatechnisch sehr ernstes Problem. Das Methan wird aber nicht vom Reis (also der Pflanze) selber produziert, sondern von sogenannten methanogenen Bakterien, die zu den Archaebakterien gehören. Dies gilt vor allem für den Bewässerungsanbau, der den größten Teil der Reisflächen einnimmt.
Grundsätzlich entsteht aber bei fast allen Fäulnisprozessen, bei denen Mikroorganismen pflanzliches bzw. organisches Material zersetzen auch Methan, z.B. in Feuchtbiotopen, Rindermägen, Güllegruben, Kläranlagen.
Hier mal ein Auszug aus einer sehr informativen Seite zu dem Thema:
_Methan ist ein farb- und geruchloses Gas, das in der Natur immer dann entsteht, wenn sich Mikroorganismen über organisches Pflanzenmaterial hermachen und es zersetzen. Weil es brennbar ist, kann es in Bergwerken im Gemisch mit Luft für so genannte „schlagende Wetter“ sorgen. Darüber hinaus ist es ein wichtiger Bestandteil von Erdgas. Die größten natürlichen Methanquellen sind Feuchtgebiete, Rindermägen und Nassreisfelder. Dort nämlich finden methanogene Bakterien oder Archaea – so die wissenschaftliche Bezeichnung der Methan produzierenden Mikroorganismen – beste Arbeitsbedingungen, und das heißt im Wesentlichen: niedrige Sauerstoffkonzentrationen. Denn sobald größere Mengen an Sauerstoff vorhanden sind, können andere Mikroorganismen in Konkurrenz treten und das organische Material zu Kohlendioxid oxidieren. Sind Oxidationsmittel wie Sauerstoff jedoch verbraucht, können die Archaebakterien, ihre Methan-Produktion anschmeißen.
In überschwemmten Reisfeldern tummeln sich diese Bakterien im Schlamm. Dabei gilt: Je länger die Felder überflutet sind, desto geringer sind die Konzentrationen von Sauerstoff und anderen Oxidationsmitteln und desto eifriger läuft die Produktion des Treibhausgases. Welche mikrobiologischen und chemischen Prozesse im Detail dafür verantwortlich sind, untersuchen Ralf Conrad, Direktor am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg, und seine Mitarbeiter. „Nur wenn wir diese Mechanismen genau kennen, können wir gezielt nach Ansätzen suchen, um die Methan-Emissionen in Reisfeldern zu verringern, und damit zum Klimaschutz beitragen“, erklärt der Mikrobiologe._
Quelle: http://www.max-wissen.de/print.php?id=4051
Googeln mit den Suchwörtern Reis und Methan liefert weitere informative Seiten, z.B.
http://www.mpg.de/bilderBerichteDokumente/multimedia…
http://www.epo.de/index.php?option=com_content&task=…
Viele Grüße
Eva