Was bezeichnet man als 'Schotter' ?

Von: , Frage gestellt am Di, 29. Aug 2000

Hallo,
was bezeichnet man als "Schotter". Gibt es eine DIN in der
klassifiziert wird was man gemeinhin als Schotter bezeichnet?
Gerd

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Re: Was bezeichnet man als 'Schotter' ?

    Gemeinhin wird unter Schotter Geld verstanden, manchmal auch Kies genannt <g>
    Ralph

  2. Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
    Re: Was bezeichnet man als 'Schotter' ?

    Hi, Gerd,
    also, was Schotter ist, wird wohl in einer Körnungstabelle der Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaues von Verkehrsflächen - RStO zu finden sein.

    Wenn Du mal in einer Suchmaschine das Wort "Schotter" eingibst, findest Du vom Modellbahnbau bist zum Steinbruch jede Menge Informationen über Schotter :-)
    Grüße
    Eckard. (der auch nie genug Schotter im Portmonee hat :-)

  3. Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
    Re: Schotter

    Ich kenne den Begriff Schotter nur aus dem Umfeld der Geologie/Geomorphologie/Bodenkunde. Dort wird der Begriff verwendet für lockere (d.h. unverfestigte) klastische Sedimente fluviatilen oder fluvioglazialen Ursprungs (also auf Flüsse bzw. Gletscher zurückgehend).
    Ob's dazu eine DIN gibt, weiss ich nicht.
    Angewendet wird der Begriff Schotter in den o.g. Fächern auch meines Wissens nur auf recht grobes Substrat, d.h. gröber als Sand (2mm).
    Für die Korngrößeneinteilung gibt's die DIN 4022 bzw. 4220.

    Gruesse,

    schwesig

  4. Antwort von nach 4 Stunden hilfreich
    Re: Was bezeichnet man als 'Schotter' ?

    Nach Ralfs humoristischen Einlage (haha) etwas mehr ernstes.
    Eine Def. hab ich im Römpp gefunden.

    Kies (Schotter)
    Bez. für ein unverfestigtes, klastisches Gestein, das zu über 50% aus Geröllen, d. h. rundlichen Mineral- u. Gesteinsbruchstücken von über 2 mm Durchmesser besteht; verfestigter K. wird als Konglomerat bezeichnet. Gröberen K. bis hin zu Quarz-Geröllen (Kiesel) findet man v. a. am Oberlauf von Flüssen.
    Verw.: Als natürliche Baustoffe, z. B. zur Herst. von Beton, im Straßen- u. Wegebau usw. Hier unterscheidet man je nach Körnung Fein-K. (2–20 mm) u. Grob-K. (20–200 mm) od. nach DIN 4022 (05/1982) Fein-K. (2–6,3 mm), Mittel-K. (6,3–20 mm) u. Grob-K. (20–63 mm).

    Lagerstätten von K. – meist zusammen mit Sand – finden sich in der BRD z. B. zwischen Donau u. Alpen, in der Niederrhein. Bucht, im Oberrheintal u. zahlreichen anderen Flußtälern sowie in den Gletscherablagerungen der pleistozänen Vereisungen.
    Lit.: Harben u. Bates, Industrial Minerals, Geology and World Occurrence, S. 235 ff., London: Industrial Minerals Division of Metal Bulletin Plc 1990 ï Koensler, Sand u. Kies, Stuttgart: Enke 1989 ï s. a. klastische Gesteine, Sedimente.


    E gravel
    F gravier
    I ghiaia
    S grava
    Z 2517 10


    des weiteren noch


    Klastische Gesteine

    (Trümmergesteine). Bez. für eine vielseitige Gruppe von Sedimenten u. Sedimentgesteinen, deren Material aus der mechan. Zerstörung anderer Gesteine stammt. Sie bestehen weitgehend aus Bruchstücken (Klasten, z. B. Quarz, Feldspäte, Glimmer, auch Gesteinsfragmente), die durch Verwitterung vom Kornverband ihres Ausgangsgesteins losgelöst u. durch Wind, Gletscher, Flüsse, Wellen, Gezeitenströme u. Trübeströme zum Ablagerungsplatz transportiert worden sind; feinkörnige Verwitterungsprodukte bestehen weitgehend aus Tonmineralien. Ein grundlegendes Merkmal der k. G. u. allg. der Sedimente u. Sedimentgesteine ist die Korngröße. Sie ist Grundlage der in Tab. 1 enthaltenen Udden-Wentworth-Korngrößenskala (Einteilung in 7 Kornklassen, beruhend auf einem konstanten Verhältnis von 2 zwischen aufeinanderfolgenden Klassengrenzen); Tab. 2 enthält die in der BRD gebräuchlichen Einteilungen u. Bez., u. a. nach DIN 4022 (05/1982).Krumbein (Lit. ) führte eine arithmet. Skala (d. h. 1, 2, 3, 4 usw.) von phi-Einheiten (F) ein, wobei F den neg. logarithm. Wert der Udden-Wentworth-Skala darstellt: F = –log2S (S = Korngröße in mm), s. Tab. 1. Kies u. Rundschotter werden zu Konglomeraten, Schutt zu Breccien, Sand zu Sandsteinen, Arkosen u. Grauwacken, u. Tone u. Mergel zu schiefrigen u. mergeligen Tonsteinen verfestigt.

    Lit.: 1 J. Sed. Petrol. 6, 35–47 (1936).
    allg.: Füchtbauer (Hrsg.), Sedimente u. Sedimentgesteine (4.) (Sediment-Petrologie Tl. II), S. 69–231, Stuttgart: Schweizerbart 1988 ï Matthes, Mineralogie (5.), S. 312 ff., Berlin: Springer 1996 ï Tucker, Einführung in die Sedimentpetrologie, S. 10–100, Stuttgart: Enke 1985 ï s. a. Sedimente u. Sedimentgesteine.


    E clastic rocks
    F roches clastiques
    I rocce clastiche
    S rocas clásticas


    Quelle: Römpp Lexikon Chemie – Version 2.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1999

    Hoffe geholfen zu haben

    Gandalf

  5. Antwort von nach 9 Stunden hilfreich
    bautechnische Antwort....

    Schotter ist ein Produkt aus dem Steinbruch....
    am einfachsten zu besichtigen an Bahngleisen... dort liegt Schotter zwischen den Schienen und Schwellen.
    Im Gegensatz zu Schotter gibt es den KIES, der aus "runden" -nicht gebrochenen- Steinen besteht.

    Die Korngrössen des Materials sind abhängig vom Verwendungszweck. Schotter lässt sich gut verdichten zum Beispiel beim späteren befahren.. kies weniger....

    Ayla, die Dir weitere Fragen gerne beantwortet!!! Hallo,
    was bezeichnet man als "Schotter". Gibt es eine DIN in der
    klassifiziert wird was man gemeinhin als Schotter bezeichnet?
    Gerd

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!