Insekten

Hallo!
Gestern im Biologieunterricht fragte einer meiner Mitschüler unseren Lehrer, ob Insekten denn auch schliefen (wie wir darauf gekommen sind weiß ich auch nicht mehr…). Auf jeden Fall hatte der keine Ahnung, wollte es aber bis heute rausfinden. Tja, heute wusste er es immer noch nicht, und da mich das auch interessiert, dachte ich, ich frag mal euch :smile:
Ich persönlich kann mir aber eigentlich nicht vorstellen, dass Insekten nachts schlafen… oder tagsüber.
Haben Insekten eigentlich ein Gehirn???
Mit vielen Grüßen,
Thetis

Hallo, Thetis,
ja, auch Insekten schlafen, allerdings nicht so, wie das Säugetiere tun.
http://www.faz.net/s/Rub80665A3C1FA14FB9967DBF466528…
und noch einmal ja, auch Insekten haben ein Gehirn, wenn es auch etwas anders strukturiert ist, wie das von Wirbeltieren. Denn irgendwo müssen ja die Eindrücke, die die Augen sehen oder die Antennen riechen verarbeitet werden und als Reize in Reaktionen umgesetzt werden.
http://www.faz.net/s/Rub80665A3C1FA14FB9967DBF466528…
Gruß
Eckard

Danke für die schnelle Antwort ^-^
Mit meiner etwas unpräzisen Frage, ob Insekten auch ein Gehirn haben, meinte ich, ob das dann auch so wie bei Säugetieren im Kopf ist und ähnlich aufgebaut oder so. Ich meine nämlich mich zu erinnern, dass ein Regenwurm z.B. kein „richtiges“ Gehrin hat sondern Nervenstränge, die durch den ganzen Körper laufen…? (ich kann mich auch irren)
Aber ein Regenwurm ist ja auch kein Insekt :smile:
viele Grüße,
Thetis

Hallo!

Aber ein Regenwurm ist ja auch kein Insekt :smile:

Nichtsdestrotrotz gehören beide zu den Articulata (den Gliedertieren) und der Bau ihrer Nervensysteme weist gewisse Ähnlichkeiten auf. Man spricht von einem Strickleiternervensystem. In jedem Körpersegment sollten sich zwei Ganglien (Nervenknoten) befinden, die über Nervenstränge miteinander und mit den Ganglien der benachbarten Segmente verbunden sind. So ist das zumindest bei den Annelida (Ringelwürmer). Bei den höher entwickelten Arthropoda (Gliederfüßer = Spinnentiere, Krustentiere, Tausendfüßler und Insekten) konzentriert sich das Nervensystem immer stärker auf wenige Körpersegmente, bei (Insekten haupstächlich auf die Ober- und Unterschlundganglien).

Übrigens ist etwas ganz ähnliches bei den Wirbeltieren zu beobachten. Unsere frühesten Vorfahren (so eine Art Lanzettfischchen) hatte ein Nervensystem, das die gesamte Körperlänge durchzog. Davon ist nur noch das Rückenmark übrig. Allerdings ist das, was bei unseren Vorfahren nur ein Riechnerv war inzwischen zu einem anderthalb Kilogramm schweren Gehirn angeschwollen. Die Konzentration des Nervensystems in einem zentralen Gehirn bezeichnet man als Cephalisation.

Michael

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Tja, schon wieder was gelernt :smile:
Danke!
Was ist eigentlich der Grund, dass sich das Gehirn im Kopf entwickelt hat? Ist das irgendwie von Vorteil? Und gibt es noch Lebewesen mit anderen Nervensytemen als „Strickleiter“?

Hallo!

Was ist eigentlich der Grund, dass sich das Gehirn im Kopf
entwickelt hat?

Der Kopf ist für die meisten Tiere das Vorderende. Daher ist es sinnvoll, dass sich dort die meisten Sinnesorgane befinden. Dies wiederum macht es sinnvoll, dass das Gehirn in der Nähe der Sinnesorgane, also am Vorderende des Tieres platziert ist.

Und gibt es
noch Lebewesen mit anderen Nervensytemen als „Strickleiter“?

Strickleiternervensysteme haben Articulaten und (bzw. so etwas ähnliches) Mollusken (=Weichtiere). Daneben gibt es natürlich alle möglichen anderen Spielarten. Eigentlich hat jeder Tierstamm seinen eigenen Bautyp. Wenn Dich das näher interessiert, solltest Du vielleicht mal ein Buch über Spezielle Zoologie zurate ziehen.

Michael