Hallo! Ich habe folgende Frage zwar schon in gestellt, probier´s aber ausnahmsweise hier nochmal:
Mir ist aufgefallen, dass der Urin nach Verzehr von Smacks (Cerealien von Kellog´s), bzw. auch anderen Getreideprodukten oder -sorten wie Amaranth, sehr süsslich riecht, um genau zu sein nach eben solchen Smacks.
Weiss hierzu jemand Bescheid womit dies zusammenhängt (vielleicht mit der Aminosäure Lysin??)
herzliche Grüße, Tobias
Hai, Tobias,
Mir ist aufgefallen, dass der Urin nach Verzehr von Smacks
(Cerealien von Kellog´s), bzw. auch anderen Getreideprodukten
oder -sorten wie Amaranth, sehr süsslich riecht, um genau zu
sein nach eben solchen Smacks.
hast Du in der letzten Zeit mal 'n Diabetis-Test gemacht?
„Diabetis“ heißt „süßer Durchfluß“ - und der heißt deshalb so, weil sich Diabetis u.A. in süß schmeckendem Urin bemerkbar macht - und, ja: früher hat man tatsächlich den Urin einfach gekostet…
(ich persönlich bevorzuge Teststäbchen - aber die Geschmäcker sind ja verschieden *gg*)
Gruß
Sibylle
hast Du in der letzten Zeit mal 'n Diabetis-Test gemacht?
Ich persönlich mag das Zeug nicht, aber meine Kinder und da fiel mir früher auf, dass deren Urin danach roch. Es muss nicht gleich Diabetes sein 
Gruß, Leonora
Hallo Tobias
Das Phänomen kennt man noch von anderen Lebensmitteln. Am bekanntesten ist das bei Spargel. Bei 3/4 der Mitteleuropäer wird ein besonderer Inhaltsstoff (ich weiß leider gerade nicht welcher) nicht komplett abgebaut, sondern der Stoffwechsel bleibt bei einem Zwischenprodukt stehen. Dieser Stoff riecht charakteristisch und wird mit dem Urin ausgeschieden.
Der unvollständige Stoffwechsel beruht meist auf einem Gendefekt, bei dem ein Enzym, das zum Stoffwechsel nötig ist, defekt, unvollständig oder gar nicht vorhanden ist. Das ist so lange kein Problem, wie keine wichtigen Funktionen betroffen sind. Beim Spargel beispielsweise könnte sogar auf eine gewisse genetische Verwandtschaft geschlossen werden. Es gibt aber auch Stoffwechseldefekte, die krankhaft sind. Sie bewirken entweder Unterdosierungen (z.B. Albinismus) oder Überdosierungen bzw. Vergiftungen (z.B. Phenylketonurie).
Schädliche Genwirkketten sind selten. Sie sind natürlich von klein auf aktiv. Deswegen wird schon nach der Geburt daraufhin untersucht (z.B. Guthrie-Test).
Gruß
Andreas
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Hallo miteinander!
Danke erstmals für die Antworten!
ad
nein, hab ich nicht, aber ich kenn das Phänomen (ich nenn´s mal so) auch von einigen anderen, die bestimmt nicht zuckerkrank sind.
schöne Grüße Tobias
Hallo, Sibylle!
früher hat man tatsächlich den Urin einfach
gekostet…
(ich persönlich bevorzuge Teststäbchen - aber die Geschmäcker
sind ja verschieden *gg*)
Da gibt es ja diese alte Anekdote über einen Medizinprofessor, der seinen Studenten erklärte, als erstes müßten sie sämtliches Ekelgefühl
überwinden und sich eine gute Beobachtungsgabe aneignen.
Dann erklärte er ihnen, daß früher ein Diabetes-Test, wie Du ja bereits richtig erwähntest, auf „geschmackliche“ Art durchgeführt wurde. Um dies zu demonstrieren, hob er hierbei ein Becherglas voll Urin in die Höhe, steckte den Finger hinein und leckte ihn ab.
Dann forderte er seine Studenten auf, es ihm nachzutun.
Und tatsächlich überwanden auch alle ihren Ekel und probierten den Urin.
Daraufhin meinte der Professor: „Sehr schön; Ihren Ekel haben Sie jetzt erfolgreich bezwungen. Aber ich sagte auch, eine gute Beobachtungsgabe sei vonnöten. So habe ich zum Beispiel den Zeigefinger ins Glas getaucht, aber den Mittelfinger abgeleckt.“
Grüßle
Regina
Hallo Tobias,
Mir ist aufgefallen, dass der Urin nach Verzehr von Smacks
(Cerealien von Kellog´s), bzw. auch anderen Getreideprodukten
oder -sorten wie Amaranth, sehr süsslich riecht,
auf den Spargel wurde schon hingewiesen, aber auch (größere Mengen von) Zwiebeln, Lauch, Knoblauch und anderer Speisen können den Uringeruch deutlich verändern.
Das wundert auch nicht besonders, wenn man bedenkt, daß viele Stoffe harnpflichtig sind, die einen ausgeprägten Eigengeruch haben.
Einige Menschen klagen über übelrichenden Urin, wenn sie große Mengen Fleisch verzehrt haben etc.
Du Siehst, das ist alles durchaus normal.
Gandalf
Aspargin
Hallo Andreas
Am bekanntesten ist das bei Spargel. Bei 3/4 der Mitteleuropäer
wird ein besonderer Inhaltsstoff (ich weiß leider gerade nicht
welcher)…
Aspargin!
… nicht komplett abgebaut, sondern der Stoffwechsel
bleibt bei einem Zwischenprodukt stehen. Dieser Stoff riecht
charakteristisch und wird mit dem Urin ausgeschieden.
Darum habe ich bei uns in Basel zum Beginn der Spargelzeit schon das
nette Witzchen «die aaarmen Holländer!» gehört. (Man stellt sich
dabei unwillkürlich vor: Viele Anwohner des Rheins essen Spargeln,
die Abwässer fliessen mit dem Rhein nach Holland, wo dann Trinkwasser
geschöpft wird …)
Der unvollständige Stoffwechsel beruht meist auf einem
Gendefekt, bei dem ein Enzym, das zum Stoffwechsel nötig ist,
defekt, unvollständig oder gar nicht vorhanden ist.
Dies habe ich bisher anders rum gelernt: Ein Enzym bewirke den
Uringeruch. Die Japaner hätten dieses Enzym nicht und könnten deshalb
ohne pissrinnenrelevante Folgen Spargeln essen …
Aber ich bin da kein Fachmann, habs einfach schon mehrfach so
aufgeschnappt!
Gruss Rolf
Re: Fast! 
Hallo Andreas, hallo Rolf,
Am bekanntesten ist das bei Spargel. Bei 3/4 der Mitteleuropäer
wird ein besonderer Inhaltsstoff (ich weiß leider gerade nicht
welcher)…
Aspargin!
es ist mitnichten Asparagin und auch nicht die Asparaginsäure, sondern die Asparagussäure (für die ganz Harten 1,2-Dithiolan-4-carbonsäure).
Siehr auch http://www.wdr5.de/service/service_kleine_anfrage/22…
Gandalf
Danke …
… Gandalf!
Immer mit dabei, wenn es Neues und Präziseres zu
lernen gibt.
Rolf
es ist mitnichten Asparagin und auch nicht die Asparaginsäure,
sondern die Asparagussäure (für die ganz Harten
1,2-Dithiolan-4-carbonsäure).
Hi, das hab ich neulich erst gelesen, und zwar soll dass der Schwefel in der Asparagussäure sein, der so stinkt, der ja auch in Knoblauch und Zwiebeln enthalten ist.
Liebe Grüße