Wasser

Hallo!
Vielleicht wäre ich mit meiner Frage ja besser im Parawissenschaftlichen Forum, bei den Esoterikern oder vielleicht sogar bei den Medizinern besser aufgehoben, aber ich hoffe einfach mal hier mein Glück zu finden, denn mit den anderen Bereichen habe ich es nicht so. Doch nun meine Frage:

Wir waren heute auf einer Messe und haben uns einen Wasser-Vitalisierer der Firma Alvito „auf Probe“ bestellt (oder aufschwätzen lassen). Das Gute ist, wir müssen entweder den stolzen Preis von über 600 Euro bezahlen oder eben das Ding einfach wieder zurückschicken.

Taugt sowas was? Macht so ein Gerät Sinn? Könnte man die angebliche Wirkung wissenschaftlich erklären? Es gibt auch einen Link zu dem Produkt http://www.alvito.de/php/main.php?btype=ns&site=wass…

Auf Antworten bin ich sehr neugierig und bedanke mich jetzt schon einmal!
LG
Stefan

Hi ho,

die einzig wissenschaftlich nachweisbare Wirkung solcher Geräte besteht in einer „Entschlackung“ Deines Geldbeutels.

Also pack das Ding wieder ein und schick es zurück. Möglichst unfrei.

Gruss,

Herb

Hi ho,

die einzig wissenschaftlich nachweisbare Wirkung solcher
Geräte besteht in einer „Entschlackung“ Deines Geldbeutels.

Also pack das Ding wieder ein und schick es zurück. Möglichst
unfrei.

Dito.

Es gab vor einiger Zeit mal eine Theorie zu „Poly-Wasser“, die sich mit den Strukturen beschäftigte, die sich u. U. im Wasser bilden lassen. Diese Theorie ist nach kürzester Zeit kläglichst gescheitert und scheint mir die einzige Grundlage gewesen zu sein, die man für den „Wasser-Vitalisierer“ hätte zu Rate ziehen können.

Für nähere Infos: In „Biographie des Wassers“ von Philipp Ball wird auch diese Theorie (nebst Widerlegung) angerissen. Auch für Nicht-Wissenschaftler sehr gut lesbares und dennoch fundiertes Buch.

moe.

Hallo Stefan: Das einzige was geringfügigen Nutzen bringt sind die Magnete. Der Kalk im Wasser kristallisiert infolge des Magnetfeldes feinkörniger aus und haftet dadurch weniger an den Leitungsrohren. Dieser Effekt ist untersucht und belegt. Dafür 600 Euro zu verlangen ist Abriss. Was der Lieferant sonst schwafelt ist esoterischer Unsinn und bereits so kommentiert worden. Gruss

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Vielleicht wäre ich mit meiner Frage ja besser im
Parawissenschaftlichen Forum, bei den Esoterikern oder

nein, die würden dich sicher falsch beraten :smiley:

vielleicht sogar bei den Medizinern besser aufgehoben

Keine Ahnung, was die machen würden. Vielleicht lachen. Oder streiken.

Taugt sowas was?

Hängt davon ab, was du machen willst. Wenn du nach jemandem werfen willst, ist es sicher super geeignet.

Macht so ein Gerät Sinn?

Nicht, um die Wasserqualität zu verbessern. Obwohl ich keinen Zweifel daran habe, dass du die „erhöhte Wasserqualität“ deutlich schmeckst. Das ist der Placebo-Effekt :smile:

Könnte man die angebliche Wirkung wissenschaftlich erklären?

Falls es eine Wirkung gibt, muss man die auch wissenschaftlich erklären können. Da es aber vermutlich keinen realen Effekt gibt, kann man auch nichts erklären. Physik und Chemie sind ungeeignet, um das zu erklären, was sich der Nutzer einbildet.

mfg
MB

Hallo Stefan,
als Wissenschaftler kann man nie sicher sein, ob es vielleicht irgendeine Wirkung gibt. Wenn man aber diese hochtrabend-schwachsinnigen Erklärungen zur Funktionsweise ließt, kann man die Sache mit gutem Gewissen als Humbug und reine Geldmacherei abtun.

Jörg

Vielleicht wäre ich mit meiner Frage ja besser im
Parawissenschaftlichen Forum, bei den Esoterikern oder
vielleicht sogar bei den Medizinern besser aufgehoben, aber
ich hoffe einfach mal hier mein Glück zu finden, denn mit den
anderen Bereichen habe ich es nicht so. Doch nun meine Frage:

Wir waren heute auf einer Messe und haben uns einen
Wasser-Vitalisierer der Firma Alvito „auf Probe“ bestellt
(oder aufschwätzen lassen). Das Gute ist, wir müssen entweder
den stolzen Preis von über 600 Euro bezahlen oder eben das
Ding einfach wieder zurückschicken.

Taugt sowas was? Macht so ein Gerät Sinn? Könnte man die
angebliche Wirkung wissenschaftlich erklären? Es gibt auch
einen Link zu dem Produkt
http://www.alvito.de/php/main.php?btype=ns&site=wass…

Auf Antworten bin ich sehr neugierig und bedanke mich jetzt
schon einmal!
LG
Stefan

Hi Paul.

Das einzige was geringfügigen Nutzen bringt sind
die Magnete. Der Kalk im Wasser kristallisiert infolge des
Magnetfeldes feinkörniger aus und haftet dadurch weniger an
den Leitungsrohren.

Grobkörnig haftet besser?

Dieser Effekt ist untersucht und belegt.

Hast Du da zufällig eine Literaturstelle o.ä. parat?
Würde mich echt interessieren.
Ich war eigentlich überzeugt, daß auch diese Magnetgeschichte Quatsch ist, aber man lernt ja immer was dazu :wink:
Grüße,
Grünblatt

Hallo Markus,

ich muß dir in einem Teil widersprechen:

Falls es eine Wirkung gibt, muss man die auch wissenschaftlich
erklären können.

Muß man nicht. Man muß zumindest zur Rechtfertigung des Nutzens nachweisen, _dass_ es wirkt (und keine negativen Folgen hat bzw. die positiven Folgen die negativen überkompensieren). Es gibt viele Schulmedizinische Anwendungen und Medikamente, deren Wirkungsweise nicht bekannt ist! Aber es gilt die Devise: „Wer heilt hat Recht“. Natürlich ist hier die Wirkung (also Haupt _und_ Nebenwirkungen) in Studien gut belegt, aber man weiß eben nicht, _warum_ das Medikament wirkt.

Da es aber vermutlich keinen realen Effekt
gibt, kann man auch nichts erklären.

Den realen Effekt _muss_ man nachweisen. Solange man das nicht kann, ist es Geldschneiderei, so ein Gerät zu verkaufen. Es liegt doch auf der Hand: Wenn die Firma einen echten Effekt in einer sauberen Studie (Doppelblind, representative Stichprobe) nachweisen kann, dann wäre das für die Firma eine LIZENZ ZUM GELDDRUCKEN. Möglicherweise würde es dann sogar von Krankenkassen gefördert! Eine solche Studie wäre vergleichsweise günstig und sicher würden sich auch unabh. Universitätsinstitute finden, welche die Studie(n) wissenschaftlich betreuen (Diplomanden sind kostenlos, Doktoranden kosten nicht viel!). Es gibt nur einen einzigen vernünftigen Grund, so eine Studie nicht zu machen: es gibt keinen nachzuweisenden Effekt.

LG
Jochen

Bau es dir selber
Hallo Stefan,

da steht doch wie das Ding funktioniert. Wenn Du es selbst baust, kannst Du sogar einstellbare Wechselfelder nutzen, die Du genau auf das Wasser, das aus den Leitungen bei Dir fließt abstimmen.

Erinnert stark an die Aussage, mit Magnetfeldern könnte man Wasser entkalken (Leitungsschutz).

Viel Spaß beim Bohren, Drehen, Feilen, Fräsen und Löten.

Gruß

Stefan

Von der Krötenwanderung
Hi

Wir waren heute auf einer Messe und haben uns einen
Wasser-Vitalisierer der Firma Alvito „auf Probe“ bestellt
(oder aufschwätzen lassen). Das Gute ist, wir müssen entweder
den stolzen Preis von über 600 Euro bezahlen oder eben das
Ding einfach wieder zurückschicken.

Schicks zurück.

Taugt sowas was?

Nein

Macht so ein Gerät Sinn?

Nein

Könnte man die
angebliche Wirkung wissenschaftlich erklären?

Nachdem die angebliche Wirkung nicht existent ist, gibt es da auch nichts zum wissenschaftlichen erklären.

Es gibt auch
einen Link zu dem Produkt
http://www.alvito.de/php/main.php?btype=ns&site=wass…

Mir ist schlecht!
Dieses PDF-Teil ist ja ein Sammelsurium aus aufgeblähten Banalitäten und groben Unfug…

Auf Antworten bin ich sehr neugierig und bedanke mich jetzt
schon einmal!

halten wir fest: für ein paar Permanentmagnete (Paar Euro) und einige Quarzscheiben (Auch ein paar Euro maximal) in einer formschönen Plastikhülle (paar Euro) wollen die 600 Ocken!
Das ist eine Gewinnspanne von 1000% + X

Das Ding hat einen Effekt:
Es löst eine Krötenwanderung von deinem Konto auf das Konto dieser Firma aus.

Schicks zurück und vitalisiere dich mit den 600 Euros selber…
(Z.B. 10 mal gut essen gehen, Im Urlaub auf den Kopp hauen…)

Etwas erschütterte Grüsse
Mike

Eine solche Studie wäre
vergleichsweise günstig und sicher würden sich auch unabh.
Universitätsinstitute finden, welche die Studie(n)
wissenschaftlich betreuen (Diplomanden sind kostenlos,
Doktoranden kosten nicht viel!). Es gibt nur einen einzigen
vernünftigen Grund, so eine Studie nicht zu machen: es gibt
keinen nachzuweisenden Effekt.

Hallo Jochen,

schöne Scheinwelt - in Wirklichkeit kriegt man für genügend Geld jede Studie, auch dass Rauchen die Gesundheit fördert. Das wird nur nicht gemacht, weil das heute niemand mehr glauben würde. Aber für Summen im Bereich Mio Euro finden sich immer auch halbwegs renommierte Wissenschaftler, die dafür ihre Reputation verkaufen. Man sollte daher immer wissen, wer eine Studie bezahlt hat (z.B. die Margarineindustrie die Studien zum Cholesterin - falsch müssen sie deswegen auch nicht unbedingt sein).

Für das angesprochene Gerät lohnt sich das wohl nicht, oder die Fa. hat nicht soviel Geld übrig.

Gruss Reinhard

Hallo!

schöne Scheinwelt - in Wirklichkeit kriegt man für genügend
Geld jede Studie, auch dass Rauchen die Gesundheit fördert.

Wie heißt es so schön: „Mit Statistik läßt sich alles beweisen - auch das Gegenteil!“

Ich stimme Dir schon zu, aber das liegt nicht an den Studien selbst sondern an der Planung und Durchführung. Bei den meisten Studien werden - absichtlich oder unbewußt - systematische Fehler im Design, in der Durchführung, bei der (statistischen) Auswertung und schließlich bei der Interpretation der Ergebnisse gemacht. Meist sind die Fehler sehr versteckt (zB. werden sog. „confounding variables“ nicht beachtet) und auch für Wissenschaftler, die nicht selbst stark mit der Materie vertraut sind, schwer zu entdecken. Es ist auch glasklar, dass gute Studien keinen systematischen Einfluß haben sollten. Dazu gehört natürlich auch, dass die Leute, welche die Studie planen, durchführen, auswerten und die Ergebnisse interpretieren weder direkt noch indirekt abhängig sein sollten von (juristischen) Personen, welche ein gerichtetes Interesse an der Studie haben. Gerade beim Rauchen hatte sich dieser Einfluß gezeigt. Schön aber, dass verschiedene Interessensgruppen Studien durchgeführt haben und (wen wunderts?) zu unterschiedlichen Interpretationen gelangt sind. Damit ist wissenschaftlich schön gezeigt, dass entweder die Studien eben nicht gut waren (weil systematisch beeinflußt) oder sich die Frage wegen bedeutender aber unbekannter „confounding variables“ derzeit nicht beantworten läßt.

Das wird nur nicht gemacht, weil das heute niemand mehr
glauben würde.

Das ist das Ergebnis der „Evidenz-Akkumulation“. Wenn von (inzwischen sehr vielen) Studien auch einige dabei sind, welche die Hypothese stützen, dass Rauchen ungefährlich sei, zeigt die überwiegende Mehrzahl der Studien doch, dass Rauchen schädlich ist. In der Summe sind die Hinweise für die Hypothese „Rauchen schadet“ eben überwältigend.

Aber für Summen im Bereich Mio Euro finden sich
immer auch halbwegs renommierte Wissenschaftler, die dafür
ihre Reputation verkaufen.

Tja, genau das ist dann ja keine gute Forschung mehr, sondern eher Business…

Aber um nochmal auf die gute wiss. Praxis zu kommen: Eine Studie ist ein guter Hinweis, aber sie gehört wiederholt. Ich kenne keine größere Studie, die jemals wiederholt worden wäre (wer würde das auch publizieren?). Das ist schlimm, aber Fakt. Leider. Noch schlimmer: Gerade in der Medizin gibt es viele „vorläufige Studienergebnisse“, wo „promising results“ präsentiert werden… aber es folgt keine Veröffentlichung mehr mit den Endergebnissen der Studie (warum wohl?). Das Schlimme ist, dass viele folgende Arbeiten sich auf diese Zwischenergebnisse stützen und sie argumentativ nutzen, als wären es vertrauenswürdige Ergebnisse. Der Schaden ist kaum abzuschätzen.

LG
Jochen

Gelöster paramagnetischer Sauerstoff
Hallo

In einer der Vereinszeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker „Nachrichten aus der Chemie“ (welche Ausgabe weiss grad nicht, such ich nachher mal raus, hab Leider grad keine Zeit) steht was davon, dass zwei Forscher (in Japan?) festgestellt haben wollen, dass paramagnetischer Sauerstoff, der ausgerichtet wurde für mehrere Stunden in seiner Position verbleibt, bzw, dass die Ausrichtung noch nachweisbar bleibt. Das Ergebnis sollte aber mit Vorsicht genossen werden und war wohl noch nicht besonders abgesichert :wink:

Hmmh, ich glaub ja auch nicht dran und die Nachweispflicht liegt bei sowas beim Hersteller. Überhaupt kann es nicht die Aufgabe von jemandem sein, die Nichtwirkung von etwas nachzuweisen, denn Nichtwirkung/Nichtexistenz ist kaum nachzuweisen.

VG, Stefan

Hallo,

ich muß dir in einem Teil widersprechen:

Falls es eine Wirkung gibt, muss man die auch wissenschaftlich
erklären können.

Muß man nicht. Man muß zumindest zur Rechtfertigung des
Nutzens nachweisen, _dass_ es wirkt (und keine negativen
Folgen hat bzw. die positiven Folgen die negativen
überkompensieren). Es gibt viele Schulmedizinische Anwendungen
und Medikamente, deren Wirkungsweise nicht bekannt ist! Aber
es gilt die Devise: „Wer heilt hat Recht“. Natürlich ist hier
die Wirkung (also Haupt _und_ Nebenwirkungen) in Studien gut
belegt, aber man weiß eben nicht, _warum_ das Medikament
wirkt.

ich behaupte an dieser Stelle einfach mal, dass die Tatsache, dass man _bisher_ noch nicht dahinter gekommen ist, wie es funktioniert, nicht ausschließt, dass es nicht irgendwann doch noch jemand schafft, eine Erklärung zu finden. Ich glaube, dass es für jeden Vorgang in der Natur auch irgendeine (wissenschatliche) Art von Modell, Theorie, Erklärung oder was auch immer geben muss.

Da es aber vermutlich keinen realen Effekt
gibt, kann man auch nichts erklären.

Den realen Effekt _muss_ man nachweisen. Solange man das nicht
kann, ist es Geldschneiderei, so ein Gerät zu verkaufen.

Ich muss zugeben, dass ich nicht ganz verstehe, was du mir damit sagen willst :smile:
Wenn das Gerät nichts bewirkt - was will man denn dann nachweisen?

mfg
MB

Hallo

Ich muss zugeben, dass ich nicht ganz verstehe, was du mir
damit sagen willst :smile:
Wenn das Gerät nichts bewirkt - was will man denn dann
nachweisen?

Er meint wohl, dass es ja nicht völlig auszuschließen ist, dass das Gerät einen Effekt hat. Und wenn man den Effekt empirisch nachweisen kann, dann wär das in Ordnung. Dafür ist es auch nicht wichtig, dass man den „Grund“ dafür auch schon genau kennt. Naturwissenschaft ist eh deskriptiv und fragt nicht wirklich nach dem warum, sondern nach dem wie. Natürlich MUSS es möglich sein einen Effekt in das Modellschema zu integrieren, obwohl das auch ginge, wenn das Gerät nix taugt, denn die Modelle sind ja nicht Wirklichkeit, sondern die Messungen sollen nur möglichst gut durch die Modelle beschrieben werden.

VG, Stefan

VG, Stefan

Hallo und vielen Dank für die vielen Anregungen! Habs mir auch irgendwie so gedacht.

Ich sag mal vielleicht noch ganz kurz, wie der Verkäufer es geschafft hat, mich auf das Experiment „Ich-probier-das-Ding-einfach-mal-aus“ einzulassen:
Er erzählte was davon, dass Wasser Informationen speichern könne und „schwinge“ (sowas in der Art habe ich auch schonmal im Fernsehen gehört und auch damals klang das interessant). Er hat dann noch ein kinesiologisches Experiment mit mir gemacht, das ich schon erstaunlich fand. Und zwar der Arm-Test (ist bekannt, oder?): 1. ohne alles, 2. mit Handy an der Brust, 3. Handy an der Brust und das Gerät daneben. Das Ergebnis war schon beeindruckend. Beim 1. und 3. Mal war mein Arm stabil und nur mit dem Handy, also beim 2. Mal, ganz lasch.

Eigentlich bin ich in dieser Hinsicht eher skeptisch. Deshalb bin auch nicht im Esoterik-Brett!

Was mich daher nun beschäftigt: Was ist dran mit irgendwelchen Schwingungen und Wasser? Hat Wasser, wie oft behauptet wird so eine Art Gedächtnis? Kann man kinesiologische Phänomene wissenschaftlich erklären? Was glauben Sie, würden die Leute zu meiner Frage im Esoterik-Brett mir antworten.

LG
Stefan

LG

Jochen

Hallo nochmal,

Er
hat dann noch ein kinesiologisches Experiment mit mir gemacht,
das ich schon erstaunlich fand. Und zwar der Arm-Test (ist
bekannt, oder?): 1. ohne alles, 2. mit Handy an der Brust, 3.
Handy an der Brust und das Gerät daneben. Das Ergebnis war
schon beeindruckend. Beim 1. und 3. Mal war mein Arm stabil
und nur mit dem Handy, also beim 2. Mal, ganz lasch.

Hast du gewußt, bei welchem Versuch das Handy bzw. das Gerät „anwesend“ waren? Wenn ja, ist das eine Beeinflussung des Experiments. Wenn Du wirklich wissen willst, ob zB. das Handy deinen Arm lasch werden läßt, dann darfst du beim Versuch nicht Wissen, ob das Handy da ist. Sonst kann man nicht ausschließen, dass dein _Wissen_ und deine _Erwartung_ zu dem Ergebnis führten und nicht das Handy. Dann muss das Experiment auch einige Male wiederholt werden, weil wenn man es nur einmal macht und richtig liegt, kann das ja auch leicht Zufall gewesen sein (bei einem Einzeltest mit bzw. ohne Handy - KEINE Wirkung vorausgesetzt - liegt die Wahrscheinlichkeit da bei 50%). In der Biologie/Medizin wird der Zufall gemeinhin ausgeschlossen, wenn die W’keit für ein zufälliges auftreten (wenn eigentlich keine Wirkung da ist) bei weniger als 5% liegt. In deinem Fall müßtest du also den Handy-Test mind. 5x wiederholen. Wenn alle 5 Ergebnisse positiv sind, dann würde ein Biowissenschaftler sich überzeugen lassen, sofern das nicht einem etablierten anderem Modell widerspräche oder größere Konsequenzen hätte (dann muss ein Ergebnis besser abgesichert werden).

In Deinem Fall solltest du, als Skeptiker, also etwa folgenden Versuchsaufbau wählen (das ist jetzt der Idealfall):

Organisiere 5 Handys und 10 gleichartige blickdichte Plastikboxen.

Bitte eine DRITTE PERSON um folgendes:
Packe die Handys in zufällig ausgewählte Boxen und entsprechende Gewichte in die anderen (Sorge dafür, dass alle Boxen gleich schwer sind und sorge mit Papier oder anderem Füllmaterial dafür, dass die Handys bzw. die Gewichte nicht in den Boxen wackeln). Markiere die Boxen mit 1 bis 10 und notiere, in welcher der Boxen ein Handy ist. BEI DIESER PROZEDUR DARFST WEDER DU NOCH DER EXPERIMENTATOR ANWESEND SEIN! Wenn das vorbereitet ist, verläßt die dritte Person (mit dem Notitzzettel) den Raum und du und der Experimentator gehen rein und macht das Experiment.

Ablauf:

Alle 10 Boxen liegen auf dem Tisch. Der Reihe nach wird jede Box getestet. Die Boxen bleiben verschlossen. Notiert die Nummern der Boxen, bei denen du bzw. der Experimentator glaubt, dass ein Handy drin ist (weil der Arm „lasch“ ist). Wenn der Arm müde wird, können zwischen den Experimenten auch beliebig lange Pausen gemacht werden. Dann sollte aber vor jedem Test eine Pause gemacht werden.

Auswertung:

Bitte die dritte Person um ihren „Lösungszettel“ und zähle, wie oft du richtig gelegen hast. Die Hypothese, die es zu widerlegen gilt („Null-Hypothese“) ist: „Ein Handy hat KEINEN Effekt“. In diesem Fall wäre die Wahrscheinlichkeit, ein Handy zufällig richtig zu Tippen genau 50%. Bei zehn Tests erwartet man unter dieser Annahme also im Mittel 5 Treffer. Die Wahrscheinlichkeit für mehr Treffer berechnet sich nach der Binomialverteilung. Mehr als 8 Treffer (also 9 oder 10) erwartet man nur in weniger als 5% der Fälle. Das Ergebnis ist also statistisch signifikant, wenn du mehr als 8 Treffer hast. Dann darfst du die Null-Hypothese verwerfen und behaupten, _dass_ ein Handy einen Effekt hat.

Weil keine weiteren Anhaltspunkte für die Sinnhaftigkeit eines solchen Ergebnisses vorliegen, würdest du als Skeptiker das Experiment widerholen, am besten mit vertauschten Rollen von dir und der dritten Person. Noch besser natürlich mit mehreren Personen. Weil auch der Experimentator einen Einfluß haben kann (vielleicht dient er als „Medium“) sollte es - sofern ein Experimentator überhaupt notwendig ist - mit mehreren unterschiedlichen Experimentatoren durchgeführt werden.

Sind auch die Resultate der allermeisten anderen Experimente statistisch signifikant, kannst du sehr sicher sein, dass wirklich was dran ist.

Weiter verfeinern kann man das Experiment, indem man noch andere Parameter deiner Reaktion mißt, zB. Muskeltonus & Tremor im Arm, evtl. auch ein EEG aufzeichnet.

Dann wäre zu prüfen, ob das Gerät den Effekt des Handys abschwächt oder gar aufhebt. Das ist ein weiteres Experiment. Dazu würde ich aber erstmal das Ergebnis des ersten Teils abwarten…

LG
Jochen

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Hallo

dass paramagnetischer Sauerstoff,
der ausgerichtet wurde für mehrere Stunden in seiner Position
verbleibt, bzw, dass die Ausrichtung noch nachweisbar bleibt.

das war nicht zufälligerweise in der Aprilausgabe auf blauen Papier gedruckt?!

Das Ergebnis sollte aber mit Vorsicht genossen werden und war
wohl noch nicht besonders abgesichert :wink:

Eben.
Es gab da schon mal Polywasser und Klate Fusion.
Beides in sehr renomierten Blättern veröffentlicht.

Hmmh, ich glaub ja auch nicht dran und die Nachweispflicht
liegt bei sowas beim Hersteller.

Diese Nachweispflicht wurde bei diesem Gerät schon mehrfach geführt, bzw. es wurde versucht sie zu führen, weil es diesen beworbenen Effekt so nicht gibt.

Gandalf

Hallo Gandalf,

wie gesagt, halte ich selbst nix davon, sondern ich reproduziere hier nur. Zitat Märzausgabe 2006 der „Nachrichten aus der Chemie“ der GdCh. Ich hab schon aufgepasst, dass es kein Aprilscherz war…:

"Magnetisiertes Wasser

In esoterischen Kreisen verkauft sich „magnetisiertes“ Wasser sehr gut. Da dieses in der wissenschaftlichen Welt als Humbug gilt, ist es um so überraschender, dass jetzt Otsuka und Ozeki berichten, dass die Magnetisierung sauerstoffhaltigen Wassers mehrere physikalische Parameter für mindestens einige Stunden deutlich ändert [J.Phys.Chem.B2006,110,1509]. Es bleibt jetzt abzuwarten, ob die Ergebnisse reproduziert werden können oder ob es sich um einen verfrühten Aprilscherz handelt."

Offensichtlich ist das hier nur als ein Kurznotiz „Ticker“ anzusehen.

VG, Stefan