beim Spaziergang fand ich einen Haselnuß-Drilling, d.h. drei kleine Wildhaselnüsse sind so miteinander verwachsen, daß sie nur mit Gewalt getrennt werden können. Ich weiß, daß solche Mutationen immer wieder vorkommen (kenne dies vom Löwenzahn). Ich weiß nicht, ob eine solche Laune der Natur selten ist, bislang habe ich so etwas noch nicht gesehen.
Sollte es sich um eine Besonderheit handeln, dann gebe ich dieses Exemplar ab. Infrage kommt aber nur ein wissenschaftl. Institut oder naturkundliches Museum und nicht eine Privatperson. Ich bitte dafür um Verständnis. Bitte mich dann direkt anmailen.
Es gibt ein sehr einfaches Kriterium, mit der die Frage beantwortet werden kann, ob dem „Haselnuss-Drilling“ ein Gendefekt zugrunde liegt:
Wenn alle (oder zumindest ein größerer Anteil) der Haselnüsse dieses Strauchs Drillinge waren, dann gibt es guten Grund zu vermuten, daß der beobachtete Phänotyp „Haselnuß-Drilling“ genetisch bedingt ist. Dieser wäre vererbbar, d.h. sexuelle Nachkommen dieses Strauchs besäßen noch die nötige Erbinformation (bei einem rezessiven Merkmal) ohne selbst den Phänotyp zu zeigen. Mit sich selbst gekreuzt würden 25% der Nachkommen den Phänotyp wieder zeigen … (Mendelsche Regeln). Dies gilt natürlich nur für einen „Gendefekt“, der tatsächlich nur auf EINER Mutation beruht und den zugehörigen Phänotyp in den meisten genetischen Hintergründen im homozygoten Zustand mit einer gute Penetranz zeigt. Wenn Du Deine Haselnüsse zur Keimung veranlassen könntest, dann könntest Du oben beschriebenes Experiment in Deiner Wohnung in Blumentöpfen durchführen und Dir Klarheit verschaffen.
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da habe ich ein Problem damit. In unserer Gegend haben die Haselnüsse nur wenig „Nachwuchs“ und zudem habe ich den Drilling erst dann entdeckt, nachdem kaum noch Blätter am Strauch sind (als Jäger und Sammler versuche ich mich mit Produkten aus der Natur zu „ernähren“). Ich kann es also nicht mehr feststellen, ob noch weitere Nüsse mit Fehlbildungen vorhanden sind. Außerdem finde ich den Drilling zu schade, ihn zu knacken. Wie ich es sehe, landet er mit meinem kleinen Museum (neben Mineralien) und wird dann irgendwann, wenn ich in der Kiste gelandet bin, „entsorgt“.
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