Zyklus der Frau

Hallo,

also wir haben uns mal Gedanken über den weiblichen Zyklus gemacht.
Dabei kam die Frage auf, warum Frauen, die zusammen wohnen oftmals zur gleichen Zeit ihre Periode bekommen.
Also erstmal die Frage: ist da überhaupt was dran?
Und wenn ja habe ich persönlich überlegt, dass das vielleicht ein Relikt aus der Urzeit ist, ähnlich wie bei Wölfen, wo alle gleichzeitig Läufig werden, aber nur das Alphaweibchen Junge bekommen darf, die anderen bei der Aufzucht mithelfen. Dann kam der Einwand, dass Frauen ja keine Milch haben, wenn sie nicht schwanger waren, man das also nicht vergleichen könne. Außerdem sind Frauen ja das ganze Jahr fruchtbar. Aber vielleicht war das ja nicht immer so? Vielleicht haben vor 100000 Jahren die Frauen auch nur in der wärmeren Jahreszeit Kinder bekommen, wegen der besseren Überlebenschancen?
Kennt sich damit jemand aus und kann uns weiterhelfen?
Und dann noch die Frage, warum man die Tage früher auch Mondzyklus genannt hat.

Hallo,

Dabei kam die Frage auf, warum Frauen, die zusammen wohnen
oftmals zur gleichen Zeit ihre Periode bekommen.

Das ist der sogenannte McClintock-Effekt. Mittlerweile ist man sich nicht mehr sicher, ob das so stimmt. Da die Zyklen bei verschiedenen Frauen unterschiedlich lang sind, ergeben sich im Laufe der Zeit natürlich immer Überschneidungen, die dann aber wieder vergehen.

http://www.straightdope.com/columns/021220.html

Vergleiche mit anderen Säugetieren finde ich hier schwierig, da nur höhere Primaten einen Menstruationszyklus haben.

Und dann noch die Frage, warum man die Tage früher auch
Mondzyklus genannt hat.

Ich wüsste nicht, dass das der Fall war. Der Mondzyklus ist der Mondzyklus (Zeit in der der Mond einmal Vollmond und einmal Neumond ist). Der Menstruationszyklus ist aber von sehr ähnlicher Länge, daher wird er von je her mit dem Mond in Verbindung gebracht.

Gruß,

Myriam

Hallo Bianca,

Dabei kam die Frage auf, warum Frauen, die zusammen wohnen
oftmals zur gleichen Zeit ihre Periode bekommen.
Also erstmal die Frage: ist da überhaupt was dran?

Da ist tatsächlich etwas dran und zwar soll man das hauptsächlich in Frauengefängnissen, Klöster usw. merken.
Man hat versuchsweise Frauen mit unregelmäßigem Zyklus täglich etwas scheinbar geruchlosen Schweiß einer Frau mit regelmäßigem Zyklus unter die Nase gestrichen und diese Frauen passten sich nach kurzer Zeit, mit ihrem unregelmäßem Zyklus an den regelmäßigen Zyklus der anderen Frau an.
Die Nase nimmt häufig Gerüche wahr und der Körper reagiert darauf, ohne dass uns uns das im Großhirn bewusst wird. Daher der Ausdruck scheinbar geruchlos.

Die Erklärung ist ganz einfach. Bekanntlich konnte der Mensch, der wegen seines großen Kopfes immer unfertiger geboren wurde, als Art nur weiterbestehen, indem man vom Rudelsex, wie bei anderen Menschenaffen heute noch üblich, zur Einzel-Paarbindung überging. Gleichzeitig musste aber auch der Gruppenzusammenhalt bleiben, weil ein einzelnes Paar auch nicht überlebensfähig war. Ein Weibchen, ich denke in diesem frühen Stadium der menschlichen Art darf man noch so reden, das zur unrechten Zeit heiß geworden wäre, hätte aber die gesamte Paarbindung durcheinander gebracht. Wenn alle Weibchen zur gleichen Zeit heiß wurden, waren die Männchen genügend mit ihren eigenen Weibchen beschäftigt und es kam weniger zu Eifersuchts- und Rivalitätskämpfen.

Und wenn ja habe ich persönlich überlegt, dass das vielleicht
ein Relikt aus der Urzeit ist, ähnlich wie bei Wölfen, wo alle
gleichzeitig Läufig werden, aber nur das Alphaweibchen Junge
bekommen darf, die anderen bei der Aufzucht mithelfen.

Es ist also tatsächlich ein Relikt aus der Urzeit, auch ähnlich wie bei Wölfen, nur dass bei den Vorläufern des heutigen Homo sapiens, eben fast alle Weibchen gleichzeitig schwanger wurden. Und Milch gab es dann auch genug, man weiß von Naturvölkern, dass die Frauen da häufig neben dem eigenen Baby auch noch einen Hundewelpen oder ähnliches an der Brust großziehen. Hatte eine Frau wirklich mal zu wenig Milch für ihr eigenes Kind, dann gab es sicherlich rundherum genügend Ammen mit Überschuß.

Dann
kam der Einwand, dass Frauen ja keine Milch haben, wenn sie
nicht schwanger waren, man das also nicht vergleichen könne.
Außerdem sind Frauen ja das ganze Jahr fruchtbar. Aber
vielleicht war das ja nicht immer so? Vielleicht haben vor
100000 Jahren die Frauen auch nur in der wärmeren Jahreszeit
Kinder bekommen, wegen der besseren Überlebenschancen?

Da der Mensch ursprünglich aus tropischen Gegenden stammt und durch Biotop und Ernährung noch nicht mal an die Regenzeit gebunden war, dürfte es eine jahreszeitliche Bindung wohl kaum gegeben haben. Außerdem dauert Schwangerschaft und Aufzucht eines menschlichen Nachkommen ja weit länger als ein Jahr.
Ob eine Frau fruchtbar wird oder nicht, hängt weitgehen von ihrem Ernährungszustand ab. Wenn also die Frühmenschenhorde gute Nahrungsgründe fand, dann wurden auch alle Frauen zur gleichen Zeit wieder fruchtbar.

Kennt sich damit jemand aus und kann uns weiterhelfen?
Und dann noch die Frage, warum man die Tage früher auch
Mondzyklus genannt hat.

Der Name Mondzyklus kommt daher, weil der Zyklus der Frau, grob gerechnet in etwa so lang ist, wie die Mondphasen. Also rund gerechnet ca. 28 Tage, von Neumond bis zum nächsten Neumond.
Ob da tatsächlich ein Zusammenhang besteht und wie der zustande gekommen sein könnte, ist bis heute strittig.
Die heute gängige wissenschaftliche Mode streitet es meistens ab und führt es auf reinen Zufall zurück.

Ich hoffe ich habe dir, wenigstens ein Stück weit geholfen.

Gruß Nemo.

ich leite ein sehr erfolgreiches…
… kleines Frauenunternehmen…
wohne also mit meinen Töchtern zusammen.

Nach meiner Lebenserfahrung: völliger Quatsch!

Aber vielleicht sind meine Kinder einfach viel zu früh ausgezogen, um monatliche Übereinstimmungen zu erzeugen?
In 5 gemeinsamen Jahren liessen sich jedenfalls keine Gemeinsamkeiten im Tamponverbrauch feststellen.

Lieben Gruss
Ulli

Hallo.

Und dann noch die Frage, warum man die Tage früher auch
Mondzyklus genannt hat.

Na, weil der Mond im gleichen Rhythmus rumzickt wie die Frau … *duckundweg*

Hallo,

die Aussage, dass sich der Zyklus der Frauen angleicht stimmt tatsächlich, da gibt es auch Studien (komisch oder?)
Bin mir nicht mehr zu 100% sicher, aber es liegt an Botenstoffen, die z.b. über den Schweiß ausgeschüttet werden. Diese beeinflussen nicht nur die Männer, nein auch Frauen, die eng zusammenleben. Ich empfehle die BBC-Reportagen. Da gibt es wirklich gute Erklärungen. Forscht doch einfach mal nach.
Das mit dem Angleich klappt allerdings nur, wenn Frauen einen natürlichen Zyklus haben, der nicht durch zusätzliche Hormone (z.b. Pille) gelenkt wird.

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Hallo Bianca,

Ich habe zwar wenig Hoffnung nach so langer Zeit hier noch bemerkt zu werden, aber wer weiß…

Aber vielleicht war das ja nicht immer so? Vielleicht haben vor
100000 Jahren …

Ich habe mal einen sehr interessanten Bericht gelesen (wo???).
Der Mensch/die Frau soll in grauen Vorzeiten am ganzen Körper behaart gewesen sein und wie andere Säugetiere nur 1x jährlich empfängnisfähig gewesen sein. Und dann, man weiß nicht warum hat sich der Hormonhaushalt verändert - mit weitreichenden Folgen wie (fast)Verlust der Körperbehaarung und monatlichem Zyklus.
Scheint mir durchaus möglich, denn z.B. zeigen bei Tieren kahle Stellen symetrisch auf beiden Körperseiten ein hormonelles Problem an.

Die Anpassung des Zyklus in Frauengemeinschaften ist da zu beobachten wo es eine sehr abgeschlossene Gemeinschaft, also wenig Ablenkung von außen (Männer?) und viel Zeit zur Konzentration auf sich/die Gemeinschaft gibt. Und ohne zugeführte Hormone (Pille&Co), die gab (und brauchte) es in diesen Kreisen nicht.

Gruß Steffi