Hallo Bianca,
Dabei kam die Frage auf, warum Frauen, die zusammen wohnen
oftmals zur gleichen Zeit ihre Periode bekommen.
Also erstmal die Frage: ist da überhaupt was dran?
Da ist tatsächlich etwas dran und zwar soll man das hauptsächlich in Frauengefängnissen, Klöster usw. merken.
Man hat versuchsweise Frauen mit unregelmäßigem Zyklus täglich etwas scheinbar geruchlosen Schweiß einer Frau mit regelmäßigem Zyklus unter die Nase gestrichen und diese Frauen passten sich nach kurzer Zeit, mit ihrem unregelmäßem Zyklus an den regelmäßigen Zyklus der anderen Frau an.
Die Nase nimmt häufig Gerüche wahr und der Körper reagiert darauf, ohne dass uns uns das im Großhirn bewusst wird. Daher der Ausdruck scheinbar geruchlos.
Die Erklärung ist ganz einfach. Bekanntlich konnte der Mensch, der wegen seines großen Kopfes immer unfertiger geboren wurde, als Art nur weiterbestehen, indem man vom Rudelsex, wie bei anderen Menschenaffen heute noch üblich, zur Einzel-Paarbindung überging. Gleichzeitig musste aber auch der Gruppenzusammenhalt bleiben, weil ein einzelnes Paar auch nicht überlebensfähig war. Ein Weibchen, ich denke in diesem frühen Stadium der menschlichen Art darf man noch so reden, das zur unrechten Zeit heiß geworden wäre, hätte aber die gesamte Paarbindung durcheinander gebracht. Wenn alle Weibchen zur gleichen Zeit heiß wurden, waren die Männchen genügend mit ihren eigenen Weibchen beschäftigt und es kam weniger zu Eifersuchts- und Rivalitätskämpfen.
Und wenn ja habe ich persönlich überlegt, dass das vielleicht
ein Relikt aus der Urzeit ist, ähnlich wie bei Wölfen, wo alle
gleichzeitig Läufig werden, aber nur das Alphaweibchen Junge
bekommen darf, die anderen bei der Aufzucht mithelfen.
Es ist also tatsächlich ein Relikt aus der Urzeit, auch ähnlich wie bei Wölfen, nur dass bei den Vorläufern des heutigen Homo sapiens, eben fast alle Weibchen gleichzeitig schwanger wurden. Und Milch gab es dann auch genug, man weiß von Naturvölkern, dass die Frauen da häufig neben dem eigenen Baby auch noch einen Hundewelpen oder ähnliches an der Brust großziehen. Hatte eine Frau wirklich mal zu wenig Milch für ihr eigenes Kind, dann gab es sicherlich rundherum genügend Ammen mit Überschuß.
Dann
kam der Einwand, dass Frauen ja keine Milch haben, wenn sie
nicht schwanger waren, man das also nicht vergleichen könne.
Außerdem sind Frauen ja das ganze Jahr fruchtbar. Aber
vielleicht war das ja nicht immer so? Vielleicht haben vor
100000 Jahren die Frauen auch nur in der wärmeren Jahreszeit
Kinder bekommen, wegen der besseren Überlebenschancen?
Da der Mensch ursprünglich aus tropischen Gegenden stammt und durch Biotop und Ernährung noch nicht mal an die Regenzeit gebunden war, dürfte es eine jahreszeitliche Bindung wohl kaum gegeben haben. Außerdem dauert Schwangerschaft und Aufzucht eines menschlichen Nachkommen ja weit länger als ein Jahr.
Ob eine Frau fruchtbar wird oder nicht, hängt weitgehen von ihrem Ernährungszustand ab. Wenn also die Frühmenschenhorde gute Nahrungsgründe fand, dann wurden auch alle Frauen zur gleichen Zeit wieder fruchtbar.
Kennt sich damit jemand aus und kann uns weiterhelfen?
Und dann noch die Frage, warum man die Tage früher auch
Mondzyklus genannt hat.
Der Name Mondzyklus kommt daher, weil der Zyklus der Frau, grob gerechnet in etwa so lang ist, wie die Mondphasen. Also rund gerechnet ca. 28 Tage, von Neumond bis zum nächsten Neumond.
Ob da tatsächlich ein Zusammenhang besteht und wie der zustande gekommen sein könnte, ist bis heute strittig.
Die heute gängige wissenschaftliche Mode streitet es meistens ab und führt es auf reinen Zufall zurück.
Ich hoffe ich habe dir, wenigstens ein Stück weit geholfen.
Gruß Nemo.