Antwort von
nach 2 Tagen
hilfreich
Re: weitere Fragen
Hallo Stefan!
Einige Punkte sind mir noch unklar.....
Und warum macht diesen Unterschied nur bei Menschen?
Sie macht es nicht nur bei den Menschen; Das Aussehen ist wie
viele andere Merkmale eine Sache der Vererbung, und deshalb
ist dieser Effekt genauso auch im Tierreich vorhanden - denk
nur an das Gefieder mancher Vögel...
Mag ja sein, aber da liegt der Unterschied meist nur zwischen
den Geschlechtern vor, oder?
Glaub ich nicht, denn schließlich entscheidet sich ja das Weibchen für das Männchen mit dem schönsten Gefieder, oder?
Wieso sehen wir nicht alle gleich aus
bzw. unterscheiden nicht noch diesen Adjektiven?
Unsere Evolution ist noch lange nicht abgeschlossen - erst
wenn es so weit wäre, daß die Evolution am absoluten Endpunkt
ist (wenn es denn den gibt), dann wären wir alle gleich.
Aber es findet noch nach wie vor eine Selektion statt - "Die
starken überleben ... usw." (Darwin).
Wie kommst du darauf dass wir irgendwann mal alle absolut
gleich ausschauen? Das war mir neu. Ich dachte eher, dass sich
alle Lebewesen immer weiter spezialisieren und daher immer
weiter auseinderdriften - und nicht wieder zusammenfinden und
wieder unisono aussehen werden.
Beim Menschen wird die Vermischung der Rassen immer mehr zunehmen, sodaß mit der Zeit rassenspezifische Kennzeichen verschwinden werden.
Zur Spezialisierung: Ich glaube der Mensch nimmt hier einen Sonderfall ein, weil er es sich selbst möglich macht durch seine Technik überall zu leben bzw. zu überleben, sodaß Spezialisierung nur noch bedingt "nötig" ist.
Diese Unterschiede sind also alles Anzeichen für unsere
laufende Evolution.
Tatsache ist doch, das Intelligenz grundsätzlich nichts mit
Schönheit zu tun hat. Dennoch räumt man einem "schönen"
Menschen, einer subjektiv für attraktiv befundene Person, eher
Intelligenz ein als einem weniger ansehnlichen. Wieso lässt
uns die Natur so, nämlich dermaßen kontraproduktiv, handeln?
Erstens würde ich sagen, daß diese Meinung "inzwischen" schon
lange nicht mehr vertreten wird und außerdem scheidet sich
sowieso früher oder später die Spreue vom Weizen, wenn einmal
Intelligenz gefragt ist.
Der eigentliche Grund für diese "subjektive Attraktivität"
ist, daß "schöne" Menschen i.A. gesund sind und deshalb ideale
Partner zur Fortpflanzung darstellen - ob das wirklich
kontraproduktiv ist?
Gut, soll sein, dass schöne Partner besser für die
Fortpflanzung geeignet sind, jedoch sagt die Schönheit ja noch
lange nichts über die Fähigkeiten als Elternteil, Ernährer
usw. aus - also wieso diese Bevorzugung aufgrund dieser
einzigen Überlegung? Wieso berücksichtigt die Natur nicht die
weiteren, eigentlich wichtigeren Überlegungen im menschlichen
und tiereischen Denken?
Das vordringlichste Ziel der Natur ist es für eine möglichst schnelle Fortpflanzung zu sorgen, es nimmt keine Rücksicht auf Individualität, denn wenn eine Lebensgemeinschaft "nicht geeignet" ist, dann wird sie sowieso gegen die anderen nicht ankommen und früher oder später ausselektiert.
Nur ein kleiner geschichtlicher Abstecher: So mancher nahm
diese Tendenz der Natur zu ernst und hatte demnach das Gefühl,
er müßte der Natur etwas nachhelfen - die Folgen dieses
Sozialdarwinismus' sind bekannt...
Entschuldige meine Unwissenheit - aber was genau ist
Sozialdarwinismus? Hat das was mit den Auswüchsen ums Thema
Klonen und Kreuzen zu tun?
Ich glaube das wurde von meinem Vorgänger ausreichend erklärt...
mfg!
BStefan