Hab’ in meinem Pfadfinderbuch etwas über „galvansiche Zellen“ gelesen und dass man damit sogar Kleinstradios betreiben kann.
Hab ich auch versucht: mein Radio (für eine Babyzelle) genommen, Silberdraht an den einen Pol und einen Eisennagel an den anderen Pol gehalten, die beiden Metalle in Essigsäure. Klappt aber nicht.
Dann hab ich mein Messgerät genommen und die Spannung gemessen: 1,05 V. Müsste doch eigentlich ausreichen, oder?
Hab’ in meinem Pfadfinderbuch etwas über „galvansiche Zellen“
gelesen und dass man damit sogar Kleinstradios betreiben kann.
Hab ich auch versucht: mein Radio (für eine Babyzelle)
genommen, Silberdraht an den einen Pol und einen Eisennagel an
den anderen Pol gehalten, die beiden Metalle in Essigsäure.
Klappt aber nicht.
Dann hab ich mein Messgerät genommen und die Spannung
gemessen: 1,05 V. Müsste doch eigentlich ausreichen, oder?
Was mache ich falsch?
Hallo Daniel.
Mit galvanischen Elementen ist das so eine Sache. Das Prinzip ist leicht verständlich, der Aufbau und Betrieb aber nicht ganz problemlos. Kritisch sind hierbei hauptsächlich die Übergangsstellen vom Polmaterial zum Elektrolyten. Hier passieren elektrochemische Vorgänge, die den Elektronenfluß und/oder den Ionenaustausch behindern oder unterbinden können. Bei Deinem Problem tippe ich gefühlmäßig auf einen zu hohen Innenwiderstand der Anordnung. Miß mal die Spannung während Du das Radio an- und abklemmst und beobachte den Unterschied!
Solltest Du ernsthaft an weiteren Versuchen mit galvanischen Elementen interessiert sein, so könnte ich Dir ein paar Seiten aus einem Buch kopieren. Es gibt einige unterschiedliche Modelle. Aber Vorsicht! Selbst die Materialien für das früher sehr gebräuchliche Kohle/Zink-Element sind heutzutage nicht einfach zu beschaffen. Man braucht einen Massivkohlestab, massives Zinkblech, Salmiaksalz und Braunstein. Letzere sind Handelsnamen. Die chemische Identität kannst Du selbst herausfinden.
Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berresheim
Hab’ in meinem Pfadfinderbuch etwas über „galvansiche Zellen“
gelesen und dass man damit sogar Kleinstradios betreiben kann.
Hab ich auch versucht: mein Radio (für eine Babyzelle)
genommen, Silberdraht an den einen Pol und einen Eisennagel an
den anderen Pol gehalten, die beiden Metalle in Essigsäure.
Klappt aber nicht.
Dann hab ich mein Messgerät genommen und die Spannung
gemessen: 1,05 V. Müsste doch eigentlich ausreichen, oder?
Wenn Du mit dem Meßgerät eine Spannung von 1.05 V mißt, dann heißt das, daß das galvanische Element funktioniert. Diese Spannung ist aber nicht die einzige Kenngröße des Elements; die zweite Kenngröße ist sein Innenwiderstand. Die Größe des Innenwiderstands ist ein Maß für die „Belastbarkeit“ des Elements – je kleiner der Innenwiderstand ist, umso belastbarer ist es. Ein digitales Meßgerät stellt immer eine extrem kleine Last dar (das ist gerade seine besondere Eigenschaft), aber bei einem Radio ist das schon etwas anderes. Je größer die Last an dem Element ist, desto mehr geht die Spannung „in die Knie“. Deshal sind in dem Moment, in dem Du das Radio anschließt, von den 1.05 V vielleicht nur noch 0.2 V übrig, und das reicht zum Betrieb des Radios natürlich nicht aus.
Du darfst also nicht nur fragen „Wie groß ist die Spannung, die das galvanische Element abgibt, und wie groß ist die Betriebsspannung, die mein Verbraucher (Radio) benötigt“, sondern Du mußt auch fragen „Wie belastbar ist mein Element und wie groß ist die Last, die dranhängt“.