Vernichtung von Schwefelkohlenstoff ?

Wie vernichtet man genau Schwefelkohlenstoff ?

Sonderabfallverbrennung, in grösseren Mengen Redestillation und Wiederverwendung

Wie vernichtet man genau Schwefelkohlenstoff ?

Kommt drauf an, wieviel es ist und wo’s anfällt:
Entweder Fällen mit Schwermetallen (z.B. Eisen aus Eisensalzlösungen) oder
im guten alten Clausprozess mit Schwefeldioxid umsetzen

Wie vernichtet man genau Schwefelkohlenstoff ?

Als ich noch ein Hobby-Chemiker-Dasein führte, war ich ganz begeistert von Schwefelkohlenstoff. Es stank so toll, und war anscheinend extrem leicht zu entzünden. Das wollte ich dann mal austesten, und habe in eine Porzellanschale etwas Schwefelkohlenstoff gefüllt. na, zu meinem Entsetzten haben sich die Dämpfe schon ca. 40cm über der Schale entzündet, als ich mit einem brennenden Span drauf los bin, das ganze unter einer kleinen Verpuffung.
Solltest Du also meinen, Kleinstmengen aus dem Hobbybestand einfach abfackeln zu können - so sei gewarnt. ICH würde es nicht mehr versuchen.

Viele Grüße

timo

Ich bin mir über die Gefahren bewußt, mit dem Zeug ist nicht zu spassen (mal abgesehen davon, dass es giftig, erbgutverändernd und fortpflanzungsschädigend ist, hat es eben die Eigenschaft sich sehr leicht zu entzünden).
Wie kommst Du eigentlich als Hobby-Chemiker an Schwefelkohlenstoff?

Wie kommst Du eigentlich als Hobby-Chemiker an Schwefelkohlenstoff?

Das würde mich auch interessieren. Das Zeug ist nicht nur einfach giftig und brennbar, sondern T+ und F+ (sehr giftig und hochentzündlich) und damit der Alptraum jedes Laborleiters.

In den meisten Betriebsanwesungen steht übrigens, daß CS2 als Sonermüll (unter halogenfreien, wasserarmen, organischen Verbindungen oder halogenfreien wäßrig/organischen Phasen) zu entsorgen ist. Angesichts der Gefährlichkeit würde ich mich daran halten, auch wenn es teuer ist.

Wie kommst Du eigentlich als Hobby-Chemiker an
Schwefelkohlenstoff?

Meine Zeiten als Hobbychemiker sind inzwischen vorbei, die waren in den 70igern. Aber damals war so was (und nicht nur das) in vielen Apotheken zu kriegen. Was wir damals angestellt haben, würde ich heute nicht unter den Sicherheitsvorkehrungen eines gut ausgestatteten Labors tun wollen. Zum Glück (aber unter manchem Aspekt auch leider) ist die Situation heute eine andere und man kriegt als Privatperson (zumal als Jugendlicher) kaum noch brisante Chemikalien.

Gandalf

Hallo zusammen,

gut Frage - nächste Frage. Die Hobbychemikerzeiten sind schon über 10 Jahre her. Ich habe mir allerdings ein paar „Schmankerl“ fürs Regal aufgehoben: Arsen in Stücken, und 1ml Nikotin. War gerade im Keller und habe nachgeschaut: Die sind vom „Laborbedarf A. Ebel“ in Nürnberg. Wie ich an den geraten bin weiss ich nicht mehr. Es gab da noch den Bunge-Chemieversand und Laborbedarf Dr. Willmes.
Die haben eigentlich alles verschickt, was man gebraucht hat. Naja, bei Arsen und Nikotin war ich dann aber auch seinerzeit erstaunt, dass das ohne Probleme lief
(falls ihr es nicht glaub, ich kann euch gerne einen Scan der Fläschen schicken).

Woher der CS2 aber war - das weiss ich wirklich nicht mehr. Es waren 50ml, welche ich in eine Braunglas Enghalsflasche mit Schliffstopfen umgefüllt habe.

So sorglos wie damals würde ich aber mit dem Zeug (nicht nur mit CS2) heute auch nicht mehr umgehen.

Viele Grüße

timo