Hallo Experten
Ist es nicht bedenklich Tiermehl an Wiederkäuer zu verfüttern?
Hallo Experten
Ist es nicht bedenklich Tiermehl an Wiederkäuer zu verfüttern?
Hallo Experten
Ist es nicht bedenklich Tiermehl an Wiederkäuer zu verfüttern?
Ja, stimmt, und es ist verboten.
Wer das tut, macht sich strafbar.
Den sollte man nicht nur einsperren, sondern auch nur noch mit Rindfleisch füttern.
Gruß
Rainer
Hallo Experten
Ist es nicht bedenklich Tiermehl an Wiederkäuer zu verfüttern?
Bin da kein Fachmann, habe nur mal 'n Vortrag eines Experten gehört, der sagt, „das ist Kannibalismus und das hat Konsequenzen für die gesamte tierische UND menschliche Gesundheit, begünstigt die Entwicklung von Seuchen u.ä.“ (sinngemäss). Wenn ich es richtig verstanden habe, stehen wir mit BSE erst am Anfang der ganzen Sache.
Verurteilen wir aber nicht einseitig die Produzenten, die da bedenkenlos vorgehen, die meisten Verbraucher scheren sich einen Dreck um die Hintergründe, sie kaufen nur das Billigste, was sie kriegen können.
Gruss
… sondern auch nur noch mit Rindfleisch füttern.
Nein, man sollte sie mit Tiermehl füttern.
Davon abgesehen ist das verfüttern von Tiermehl nicht die schlimmste Sauerei der Landwirtschaft. Durch die unkontrollierte Anwendung von Antibiotika in der Tierzucht sind beispielsweise so viele resistente Erreger entstanden, daß den Ärtzen die Patienten bereits jetzt wie Fliegen unter den Händen wegsterben.
Hallo
Bin da kein Fachmann, habe nur mal 'n Vortrag eines Experten
gehört, der sagt, „das ist Kannibalismus und das hat
Konsequenzen für die gesamte tierische UND menschliche
Gesundheit, begünstigt die Entwicklung von Seuchen u.ä.“
(sinngemäss). Wenn ich es richtig verstanden habe, stehen wir
mit BSE erst am Anfang der ganzen Sache.
Verurteilen wir aber nicht einseitig die Produzenten, die da
bedenkenlos vorgehen, die meisten Verbraucher scheren sich
einen Dreck um die Hintergründe, sie kaufen nur das Billigste,
was sie kriegen können.
Es gab früher einige Volksstämme, welche die Gehirne ihrer Verstobenen gegessen haben. Bei denen war Creuzfeld-Jakob sehr verbreitet, seit man ihnen dieses Ritual „abgewöhnt“ hat ist dort auch die Krankheit verschwunden!
MfG Peter(TOO)
Davon abgesehen ist das verfüttern von Tiermehl nicht die
schlimmste Sauerei der Landwirtschaft. Durch die
unkontrollierte Anwendung von Antibiotika in der Tierzucht
sind beispielsweise so viele resistente Erreger entstanden,
daß den Ärtzen die Patienten bereits jetzt wie Fliegen unter
den Händen wegsterben.
Was ist denn mit Dir los?
Hätte ich nicht erwartet, daß Du jetzt im Bildzeitungsstil loslegst.
Antibiotika werden sehr schnell im Körper abgebaut, das ist eine Frage von Stunden, ist nicht das Problem, die Gabe von Hormonen, wie es die Amerikaner machen, sehe ich schon kritischer.
Die Resistenzen sind auf die kritiklose Anwendung der Antibiotika am Menschen zurückzuführen, da wurde früher häufig übertrieben, heute ist man da viel vorsichtiger, gottseidank.
Gruß
Rainer
Die Resistenzen sind auf die kritiklose Anwendung der
Antibiotika am Menschen zurückzuführen, da wurde früher häufig
übertrieben, heute ist man da viel vorsichtiger, gottseidank.
Wenn es nur die Anwendung beim Menschen wäre, die zur Ausbildung von Rersistenzen führt, dann müßten zumindest die Reserveantibiotika Wirkung zeigen, auf deren Anwendung die Ärzte freiwillig verzichtet haben. Gegen diese Medikamente gibt es aber auch schon unzählige resistente Stämme, weil Viehzüchter sie illegaler Weise verfüttert haben. Über die Nahrungskette sind die resistenten Erreger dann in den Menschen gelangt und werden nun zunehmend zurm Problem für die Humanmedizin.
Hallo,
man sollte auch nicht vergessen, dass im Obstanbau ebenfalls Unmengen Antibiotika eingesetzt werden (gegen den Feuerbrand).
Gruss, Niels
Das könnte ein Problem werden, bisher ist es immer noch gelungen, durch neue Antibiotika auch solche Erkrankungen zu heilen.
Bei sachgerechter Zubereitung von Lebensmitteln (Fleisch durchbraten usw) ist ein Infektionsrisiko auch nicht sehr groß.
Dass den Ärzten Leute sterben wie die Fliegen, ist total übertrieben, man sollte niemandem Angst machen.
Wenn Du Vancomycin meinst, das ist, so weit ich das aus der Fachliteratur kenne, ein Problem für Krankenhäuser, die sind ja ein Tummelplatz für Krankheitserreger.
Gruß
Rainer
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Sorry Rainer,
aber du hast da nach meinem geschmack eine etwas positivistische einstellung und die faktenlage ist da doch anders. Das hat auch überhaupt nichts mit Bildzeitungsstil zu tun und es geht auch garnicht darum wie schnell antibiotika im körper wiederabgebaut werden. Und schließlich ist das eine problematik, die aktuell wesentlich mehr menschen betrifft als BSE oder vCFJ.
Es ist eine altbekannte tatsache, das bei der verwendung von bioziden (also Antibiotika im besonderen) nach einiger zeit zunehmend resistenzen bei den zielorganismen auftreten. Daher werden ständig neuere wirkstoffe gesucht, um im falle einer resistenz einen patienten mit einem anderen mittel als den bisher üblichen behandeln zu können. Trotzdem ist es in den letzten jahren im klinikbereich zu drastischen resistenzerscheinungen gekommen (Lungenentzündung, unspezifische Wundentzündungen und Pilzinfektionen) die letztlich zu einigen tausend toten jedes jahr führen, tendenz leicht ansteigend, weil selbst die neuentwickelten mittel nicht mehr helfen können.
Diese entwicklung geht parallel mit der seit jahren praktizierten unspezifischen prophylaktischen verwendung von antibiotika in der fleischproduktion. Das geht quer durch die palette, also geflügel, schweine und rinder, und es werden die verschiedensten gängigen antibiotika verwendet. Die mittel werden manchmal schon bei den futtermittelherstellern ins futter gemischt oder von den landwirten selber verabreicht (häufig auch nach dem motto „Viel hilft Viel“). Hinzu kommt auch die neuerdings ziemlich weitverbereitete verwendung von Azolen gegen verpilzung von z.B. von getreide. Auch diese gruppe von substanzen wird beim menschen gegen pilzinfektionen eingesetzt und war bisher nicht durch resistenzen aufgefallen. Jetzt häufen sich die fälle von nicht mehr therapierbaren pilzbefällen - ein sehr langsamer tod.
Bleibt noch zu sagen, das bei so einem komplexen system der kausalzusammenhang schwer zu belegen ist, trotzdem besteht in der klinischen forschung kein dissenz darüber das dieser zusammenhang plausibel ist. Jetzt sind also mal wieder die poliker gefragt, die sich aber natürlich nicht gleichzeitig mit der pharmaindustrie und den landwirten anlegen wollen.
Und Mr.Stupid hat völlig recht, nur das ich die formulierung „Wie die Fliegen sterben“ nicht verwendet hätte. Die flächendeckende und nicht zielgerichtete verwendung von pharmakologischen substanzen, die eigentlich für die humanmedizinische therapie entwickelt wurden, sollten in der landwirtschaft nicht erlaubt sein. Oder wenigstens sollte die verwendung nach dem giesskannenprinzip beendet werden. Die gabe von hormonen ist dagegen eher ein weniger drängendes problem und die ergebnisse und mutmaßungen zu den möglichen auswirkungen auf den menschen haben auch eine deutlich geringere wissenschaftliche stringenz. Allerdings bin ich schon der meinung, das auch dieses zeug nicht in der fleischerzeugung verwendet werden sollte.
Soweit zu diesem thema
Ortwin
Hallo Ortwin
das sollte nicht den Eindruck erwecken, ich würde so etwas in Ordnung finden, ganz sicher nicht.
Das Problem ist aber die Kontrolle, man kann nicht hinter jeden Bauern oder Fischzüchter einen Polizisten stellen.
Ich hab mal einen Öko-Bauernhof besucht, da war hinten im Stall ein großer Verbandkasten.
Neugierig wie ich nun mal bin (jaja, gehört sich nicht *g*) hab ich mal reingesehen, da lag ein 50er Pack Penicillin-Spritzen.
Jetzt hab ich eine Illusion weniger.
Ich denke, wir müssen mit dem Problem leben, so traurig es auch ist.
Gruß
Rainer
Eine richtig fundierte Antwort zu diesem wichtigen Thema.
Mir gehen die Verharmlosungsstatements hier und in anderen Brettern zunehmend auf die Nerven,weil sie in gefährlicher Weise dazu beitragen,das immer bedrohlicher werdende Problem,das sich leider nicht nur auf die Ebene der Biozide und des „Rinderwahns“ beschränkt, eskalieren zu lassen,weil sie jene,die ein bisschen beunruhigt sind und Aufklärung bräuchten gleich wieder beruhigen und in die gehabte Bequemlichkeit zurückfallen lassen.
Mina
Lieber Rainer
Ich hab mal einen Öko-Bauernhof besucht, da war hinten im
Stall ein großer Verbandkasten.
Neugierig wie ich nun mal bin (jaja, gehört sich nicht *g*)
hab ich mal reingesehen, da lag ein 50er Pack
Penicillin-Spritzen.
Jetzt hab ich eine Illusion weniger.
Also ich an deiner stelle wäre an diesem punkt einen entscheidenden Schritt weitergegangen. Ich hätte mich bei dem jeweiligen anbauverband (z.B. Bioland, Naturland, Demeter etc.) erkundig und nachgefragt ob so etwas üblich ist bzw. wie die dazu stehen. Die nehmen so etwas sehr ernst und schicken dem ziemlich sicher eine kontrolle auf den hals. Und wenn der keinem anbauverband angehört (also z.B. EG-Ökobetrieb) oder gar sich nur selber als ökobetrieb bezeichnet kannste es sowieso vergessen.
Und falls du nun glaubst, das alle ökobauern uns auch nur bescheissen halte ich das für völlig überzogen. Ich kenne sehr viele ökobetriebe und da gibts keinen beschiss.
Ich denke, wir müssen mit dem Problem leben, so traurig es
auch ist.
Nein müssen wir nicht. Als vor 10 Jahren klar wurde das BSE vielleicht auch auf den menschen übertragen werden könnten (Die wissenschaftler haben nie bestritten, das sie nicht wissen ob diese möglickeit besteht) hab ich meine ernährung umgestellt. Weniger Fleisch und wenn, dann aus mir bekannten Ökobetrieben. Das gibt auch dort keine totale sicherheit, aber es ist betimmt weniger wahrscheinlich BSE fleisch zubekommen als wenn ich weiterhin die billigpampe aus dem supermarkt kaufe. Die meisten scheinen aber lieber den kopf in den sand zu stecken und gehen weiter in den supermarkt. Wenn ich aber nicht bereit bin persönliche konsequenzen zu ziehe, dann bin ich es auch irendwie selber schuld.Jeder muß sich selber entscheiden: Billig und schlecht oder Teurer und gute Qualität.
Die entscheidung mimmt einem aber niemand ab - und keine entscheidung ist auch eine…
Und so wie ich das sehe werden die ökobauern in nächster zukunft gute geschäfte machen und das gönne ich ihnen auch
Bis denn
Ortwin
Und so wie ich das sehe werden die ökobauern in nächster
zukunft gute geschäfte machen und das gönne ich ihnen auch
Das glaube ich kaum. Nur weil Kühe BSE haben, haben die Kunden nicht plötzlich mehr Geld in den Taschen. Die einen werden kein Rindfleisch oder überhaupt kein Fleisch mehr essen (auch nicht vom Biobauern) und die anderen werden ihr Rindfleisch wieder billig im Supermarkt einkaufen, sobald Gras über die Sache gewachsen ist.
So seh ich das auch, alle reden von Qualität, bloß kosten darf es nix.
Wenn Fleisch weiter nur über den Preis verkauft wird, wird sich gar nichts ändern.
1996 hatten wir doch schon die gleiche Diskussion.
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Hi zusammen,
in der mehrzahl der fälle ist geld nicht das problem sondern es ist eine frage der prioritäten. Klar, wenn ich mein geld für teurere lebensmittel ausgebe fehlt es mir wo anders. Da muß ich mich entscheiden was mir wichtiger ist…
Aber ehrlich gesagt ist mir auch ziemlich egal wofür andere ihr geld ausgeben. Muß ja schießlich jeder selber wissen. Nur dieses gejammere nervt mich dann doch etwas. Jeder sollte endlich kapieren das er genau das bekommt wofür er geld auszugeben bereit ist …Und was nix kost’, taugt eben auch nix.
Und nach 10 jahren BSE diskussion soll niemand mehr kommen und herum lamentieren er wüßte nicht was da gespielt wird.
Im übrigen ist das konventionell erzeugte rindfleisch durch die EU deutlich subventioniert. Wenn die diesen unfug beenden würden wäre der unterschied zu ökorindfleisch nicht mehr so groß und die entscheidung auch nicht mehr so schwer (dafür würden wir einiges an steuern sparen).
Lasst euch den Sonntagsbraten schmecken
Ortwin
Aber ob sich da was ändert?
Glaub ich nicht.
Vielleicht sollten wir mal in die Politik gehen.
Sind zu viel Amateure dran.

Rainer