Nachtschattengewächse. Ich weiss, das z.B.: die Kartoffel ein Nachtschattengewächs ist, aber ich weiss nicht, woher denn der Name Nachtschattengewächs kommt.
Wer weiss eine Antwort???
Bitte melden!
Gruß
Wolfi
Hallo Wolfi
ich hab mal eine Deutung gehört, daß Nachtschatten von Nach(t)schaden kommt, viele dieser Gewächse (Solanaceen) sind giftig, Kartoffeln übrigens auch in ihren grünen Teilen.
Die sind aber noch relativ harmlos, bei anderen Nachtschattengewächsen findet sich Atropin (Belladonna, haben früher Frauen benutzt, um große, glänzende Augen zu bekommen, erweitert die Pupille), Hyoscyamin und Scopolamin, die können Verwirrtheit und Psychosen auslösen, sind alle sehr giftig.
Bei Tag gegessen könnten die Nachts den Schaden anrichten.
Aber nur eine Vermutung, die Sprachexperten wissen es sicher besser.
Poste doch mal im Brett Sprache 
Gruß
Rainer
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Hallo Wolfi,
Rainer war mit seiner Erklärung über den Weg der oftmals sehr giftigen Inhaltsstoffe schon auf der richtigen Spur. Nachfolgend 3 Textauszüge, die sich jedoch vom Grundtenor her sehr ähneln. Demnach sind mit „Nachtschatten“ wohl Alpträume gemeint:
„…Der Name „Nachtschatten“ hängt vielleicht mit der Giftwirkung bzw. halluzinogenen Wirkung von Solanum-Arten zusammen, wobei dann „Nachtschatten“ soviel wie Alptraum bedeutet…“
aus: http://www.jakobsweg.ch/PROGRAMM%20DEUTSCH/WEGE_D/NA…
„…Viele Menschen fühlen sich auf eine seltsame Art zu den Solanaceen hingezogen. Grund für diese Aura des Geheimnisvollen dürften ihre halluzinogenen Inhaltsstoffe sein, die imstande sind, Menschen in eine Art"Nachtschatten" zu versetzen. So ist auch die seltsame Familienbezeichnung zu verstehen. Eigentlich gut verständlich, dass in einer rational geprägten Gesellschaft Pflanzen, die Hexensalben und andere sagenumwobene Erzeugnisse liefern, eine besondere Faszination ausüben…“
aus: http://www.schulnetz.ch/unterrichten/fachbereiche/bo…
„…Auch Erwachsene halten den Atem an, wenn im Film ein Schatten vor dem Schlafzimmerfenster der allein stehenden Frau auftaucht. Der Schrei bleibt im Hals stecken. Die Angst vor den „Nachtschatten“ hat ihre Wurzeln im alten Volksglauben. Man stellte sich Geister als körperlose Wesen vor, von denen man nur den Schatten sieht. In deutschen Sagen sind sie meist verdammte oder büssende Seelen, die auf ihre Erlösung warten. …“
aus: http://www.access.ch/kindergarten/html/body_dez99.html
Gruss
Eve*
Hallo,
die sprachlichen Herkunft des Wortes wurde ja bereits erlaeutert.
Die botanische Bezeichnung der Pflanzenfamilie geht auf den einheimischen Vertreter zurueck:
Solanum dulcamare, Bittersuesser Nachtschatten
bei der Einordnung der Pflanzen wurde dieses Gewaechs zum Namensgeber der gesamte Familie. Dies kommt vermutlich daher, dass die meisten anderen Nachtschattengewaechse nicht europaeischen Ursprungs sind.
Gruss, Niels
Wie immer kann man sich auf Dich verlassen, Du kriegst Alles raus 
Gruß
Rainer