Hallo,
ich hoffe, dass ich in diesem Brett mit meiner Frage richtig bin.
Es ist doch so, dass alle Funktionen des Körpers einen Sinn haben. Sei es zum eigenen Schutz in Gefahrensituationen oder um ganz allgemein das Überleben zu sichern. Sogar manche Tiere sind kitzelig.
Nun interessiert mich, wozu denn das Kitzeln gut ist. Was hat es für einen Sinn, dass man kitzelig ist?
Könnt ihr mir weiterhelfen?
Viele Grüße von
Binchen
Hallo,
Der Text im Anhang ist von:
http://www.bayerhealthvillage.de/new/news/c_991001-3…
Wenn du versuchst dich selbst zu kitzeln wird dies schlicht und einfach von deinem Gehirn unterbunden, da es „weiß“ daß du es nur selbst bist…
lg - Herbert
Kitzeln als Lebensrettung
Ursprünglicher Sinn des Kitzelns war die Lebensrettung, so Robert Provine von der University of Maryland, „um etwas Fremdes auf
dem Körper zu entdecken.“ Britische Wissenschaftler wiesen weiterhin eine reflexartige Reaktion des „Gekitzelten“ nach, allerdings
nur in Kombination mit dem Überraschungseffekt. Dieser Theorie muss nach Provine die soziale Komponente hinzugefügt werden.
Das Kitzeln gehöre doch auch zu den ersten Verhaltensweisen, die Mutter und Kind aneinander binden. Es wird damit zum Teil der
körperlichen Liebe.
Schlüsselreiz für Verteidigung?
Nach Meinung der Psychologin Christine Harris von der University of California in San Diego löst dieses Kitzeln jedoch eher ein
angebliches Verteidigungsbedürfnis des Menschen aus. Denn kitzelig seien besonders die Stellen des Körpers, die verwundbar
sind. Das durch die Eltern ausgelöste, unangenehme Gefühl des Kitzelns bewirke beim Kind die Reaktion, sich selbst verteidigen zu
müssen. Dessen gleichzeitiges, scheinbar vergnügliches Lachen ermutige nun die Eltern, erneut zu kitzeln. Der kindliche Lerneffekt
sei somit optimiert. Dies bestätigt auch eine durchgeführte Studie, nach der über die Hälfte der Befragten das Kitzeln eher als ein
unangenehmes Gefühl empfanden.
Hallo!
Kitzeln bewirkt auch einen lokalen Reflex auf der Haut, sie zieht sich zusammen und macht es z.B. einem Stachel etwas schwerer, hineinzukommem; außerdem entsteht die Chance, daß ein Insekt auf der Haut durch das Zucken erschrickt und flüchtet, ebenfalls erwünscht.
Interessant finde ich persönlich die Ähnlichkeit und doch Verschiedenheit von Kitzeln und Jucken. Beides kann übrigens als eine Form von (körperlichem) Schmerz aufgefasst werden - sie regen auch dieselben oder zumindest benachbarte Rezeptoren der Haut an. Wer mit Neurodermitikern spricht, der bekommt zu hören, daß irgendwann kein Unterschied mehr ist, zwischen witzigem, schauerlichem und schmerzhaftem Empfinden.
Übrigens ist man auch gerne an Stellen kitzlig, die nicht bloß leicht verletzbar sind, sondern auch gut durchblutet (Nase, Ohren), was diese Steigerungsfähigkeit auch mit erklären könnte.
Kille, kille
Tillmann
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