Hallo an alle und HILFE!!!
Ich beende gerade meine Diplomarbeit und will dann eine Doktorarbeit in Meeresbiologie starten.
Ich habe schon mit Schweinswalen in Dänemark gearbeitet, ich bin bereit, ins Ausland zu gehen (Australien, Neuseeland, Kanaren, egal, nur nicht Amerika…), aber ich habe keine Möglichkeit, von der DFG finanziert zu werden - der Professor, der die Arbeit betreuen soll, wird schon seit Jahren nicht mehr finanziert.
Wer kann mir helfen, wie soll ich die Arbeit finanzieren, wie soll ich das ganze angehen…
Cassandra
Finanzierung
Hi
Ich beende gerade meine Diplomarbeit und will dann eine
Doktorarbeit in Meeresbiologie starten.
Ich habe schon mit Schweinswalen in Dänemark gearbeitet, ich
bin bereit, ins Ausland zu gehen (Australien, Neuseeland,
Kanaren, egal, nur nicht Amerika…), aber ich habe keine
Möglichkeit, von der DFG finanziert zu werden - der Professor,
der die Arbeit betreuen soll, wird schon seit Jahren nicht
mehr finanziert.
Hat er zu viele Feinde? Ist das, was er tut, drittklassig? Ist er kriminell (Zweckentfremdung von Projektmitteln) oder ist er einfach nur faul?
Du tust das beste, was du machen kannst, wenn du wegläufst.
Such dir einen Prof, der Geld hat, und bewirb dich dort.
Hüte dich davor bei einem armer Schlucker-Prof zu arbeiten (rein karrieretechnisch gemeint). Du kommst nur an zweitrangige Projekte und hast nicht das Geld größere Forschungs- und Kongressreisen durchzuziehen. Falls du dann auch noch keine Knallerpublikation landest (schaffen die wenigsten) kennt dich nach der Promotion keiner. Folge: du wirst zur armen Schlucker-Assistentin und mußt sogar noch regelmäßig um dein eigenes Gehalt kämpfen.
(Ein Karriereziel in der Industrie kann ich mir bei Meeresbiologie nicht vorstellen.)
Wer kann mir helfen, wie soll ich die Arbeit finanzieren, wie
soll ich das ganze angehen…
*Vorschlag*
Schritt 1: Finde heraus, welche Institute (international) für dich infrage kommen.
Schritt 2: Beschaff dir Empfehlungsschreiben von möglichst vielen Profs.
Schritt 3: Lass dich an dein Wunschinstitut weiterempfehlen (Nicht zu aufdringlich, sonst wirkt das unselbständig. Ein guter Prof weiß aber, wie er/sie soetwas machen muss).
Schritt 4: Bewirb dich mit deinen Unterlagen um eine Stelle. Auch mit Initiativbewerbungen.
Falls das nicht klappt („Hoch, wir hätten sie gerne, haben auch sonst viele Sachmittel, aber im Moment keine Stellen“):
Schritt 5: Informiere dich gründlich über die verschiedenen Förderungsmöglichkeiten (Stipendien).
Ein Startpunkt Forschugsstipendiumhttp://www.dfg.de/aufgaben/stip/
Schritt 6: Schlage dem Prof deiner Wahl - der halt leider keine Stelle hat, aber dich gerne hätte - vor, einen entsprechenden Stipendienantrag zu stellen. (Ohne Unterstützung durch einen Profbist du fast chancenlos)
Schritt 7: Schreibe den Stipendienantrag selbst (Das ist arbeitsintensiv. Rechne mit mindestens einem Frau-Monat). Warte nicht darauf, dass es ein anderer für dich tut.
Stetze dir ein Ziel, das innovativ ist, aber gleichzeitig realistisch. Dies ist ein schwieriger Spagat. Projekte werden abgelehnt, weil sie zuwenig Risiko mit sich bringen („nicht innovativ genug, das kann auch eine Firma machen, das hat xy schon 1643 publiziert“) oder zu riskant („Da kommt nie was raus“). Das Projekt am besten in mehrere Teilziele, die aufeinander aufbauen, aufteilen und mit einem entsprechenden Risikomix versehen.
Diskutiere diesen Antrag mit deinem Prof durch. Wenn sie/er Geld Drittmittel hat, weiss sie/er, worauf es im jeweiligen Fachbereich ankommt.
Schritt 8: Beschaffe Dir aktuelle Empfehlungsschreiben für das beantragte Projekt
Schritt 9: Einreichen und hoffen…
Schritt 10: Bei einer Ablehnung nicht verzagen und nach den Gründen fragen. Die Sachbearbeiter verratem einen da oft sehr viel. Dann Antrag entsprechend umformulieren und bei Schritt 5 erneut beginnen (andere Geldgeber suchen!)
Viel Glück
Rossi
Hi,
aber ich habe keine
Möglichkeit, von der DFG finanziert zu werden - der Professor,
der die Arbeit betreuen soll, wird schon seit Jahren nicht
mehr finanziert.
Muss es denn der Professor sein? Dann wird es schwierig, denn selbst wenn Du nicht direkt eine Stelle als Assi haben willst sind vermutlich Professoren fuer die Vergabe der Mittel verantwortlich,und die sind natuerlich daran interessiert, ihre Leute zu finanzieren.
Sollte ein anderer Prof. prinzipiell in Frage kommen, musst Du Dir zuerst einen solchen suchen. Das machst Du am besten im Internet. Schau Dir Projekte an, die Dich interessieren und schreib die zustaendigen Profs einfach an - per e-mail! Auf meinem Gebiet klappt das, wenn Du etwas vorzuweisen hast (ordentliches Diplom, Empfehlung oder aehnliches …). Wie es in der Meeresbio aussieht weiss ich natuerlich nicht. Es kann gut sein, dass Du einen Betreuer findest, der auch Mittel zur Verfuegung hat. Nur Mut, ich habe schon mehrfach erlebt, dass sowas klappt!
Wenn es unbedingt Dein Prof. sein muss, musst Du die Arbeit wahrscheinlich selbst finanzieren. Die meisten Geisteswissenschaftler machen das ohnehin. Das heisst natuerlich, dass Du laenger brauchst, weil Du jobben musst. Auch in diesem Fall solltest Du Projekte anschreiben und fragen, ob sie Deine Arbeit betreuen. Anstatt nach Finanzierung zu fragen, musst Du dann natuerlich erklaeren, wie Du das zu handhaben gedenkst. Notfalls geht das auch im Ausland. Das erfordert aber grossen Einsatz, weil Du dann vermutlich hier Geld verdienen musst von dem Du dann im Ausland lebst (Kost und Logie kannst Du aber vermutlich mindestens raushandeln, wenn es nicht gerade in teuren Gebieten wie der USA ist.
Gruss und viel Glueck!
Thorsten
Wer kann mir helfen, wie soll ich die Arbeit finanzieren, wie
soll ich das ganze angehen…
Cassandra
Muss es denn der Professor sein? Dann wird es schwierig, denn
selbst wenn Du nicht direkt eine Stelle als Assi haben willst
sind vermutlich Professoren fuer die Vergabe der Mittel
verantwortlich,und die sind natuerlich daran interessiert,
ihre Leute zu finanzieren.
Sollte ein anderer Prof. prinzipiell in Frage kommen, musst Du
Dir zuerst einen solchen suchen. Das machst Du am besten im
Internet. Schau Dir Projekte an, die Dich interessieren und
schreib die zustaendigen Profs einfach an - per e-mail! Auf
meinem Gebiet klappt das, wenn Du etwas vorzuweisen hast
(ordentliches Diplom, Empfehlung oder aehnliches …). Wie es
in der Meeresbio aussieht weiss ich natuerlich nicht. Es kann
gut sein, dass Du einen Betreuer findest, der auch Mittel zur
Verfuegung hat. Nur Mut, ich habe schon mehrfach erlebt, dass
sowas klappt!
Wenn es unbedingt Dein Prof. sein muss, musst Du die Arbeit
wahrscheinlich selbst finanzieren. Die meisten
Geisteswissenschaftler machen das ohnehin. Das heisst
natuerlich, dass Du laenger brauchst, weil Du jobben musst.
Auch in diesem Fall solltest Du Projekte anschreiben und
fragen, ob sie Deine Arbeit betreuen. Anstatt nach
Finanzierung zu fragen, musst Du dann natuerlich erklaeren,
wie Du das zu handhaben gedenkst. Notfalls geht das auch im
Ausland. Das erfordert aber grossen Einsatz, weil Du dann
vermutlich hier Geld verdienen musst von dem Du dann im
Ausland lebst (Kost und Logie kannst Du aber vermutlich
mindestens raushandeln, wenn es nicht gerade in teuren
Gebieten wie der USA ist.Gruss und viel Glueck!
Thorsten
Nee, es muß nicht der sein, es wäre natürlich ganz praktisch gewesen, weil ich dann von Deutschland aus das ganze hätte machen können.
Wenn ich ins Ausland will, muß ich mich sonst extra an einer ausländischen Uni anmelden, und dann ist die Frage, ob ich die da geltenden Voraussetzungen erfülle usw… - jedenfalls glaube ich, daß das so ist, wenn mir jemand genauere Auskünfte geben kann…
Ich wäre auch froh über Links zu Seiten mit meeresbiologischen Projekten.
Bisher habe ich Unterlagen zu Scott Baker in Neuseeland geschickt, aber der hat sich nicht mehr gemeldet.
Soweit aber danke für die schnelle Hilfe,
Cassandra
Hi Cassandra,
wenns auch in Deutschland sein darf, kann ich Dir eigentlich die Max-Planck-Institute nur wärmstens empfehlen
. Für Merresbiologie gibt’s in Bremen z.B. das Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie (http://www.mpi-bremen.de/).
Gruß, Florian
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