Hallo!
Ich würde gerne wissen, wieviel Prozent des Erdöls nach dem Ausbeuten eines Ölfeldes noch in der Lagerstätte vorhanden ist?
(Oder wieviel man herausbekommt…)
Danke!
Ich weiß es nicht genau, ich schätze aber mal
37%! Auf jeden Fall nicht mehr viel, das ist ja das
Problem!
Hallo !
Bis Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts erreichte man schon eine Ausbeute von bis zu 80%.
Heute ist die Ausbeute sehr viel höher, sie schwankt von Ölfeld zu Ölfeld. Dank neuer Techniken, wie Erhöhung des Druckes durch Wasser und Ergas, Einblasen von Dampf erreicht man eine fast 100%ige Ausbeute.
Wie gesagt : Fast. Je nachdem, wie günstig ein Ölfeld aufgebaut ist.
Gruß Werner
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Hi Sascha
Das kommt drauf an…
Je schwerer das Öl, desto mehr bleibt im Berg.
wenn man die Teere mitnimmt, dürfte bei optimaler technologie das Ausbringen bei ca. 50% liegen. bei den Leichten KW ist das Ausbringen höher, bei den schweren niedriger, vor allem wenn man mit Lösungsmitteln rangeht.
100% Ausbringen ist illusorisch.
Gruss
Mike
Hallo!
Was meinst Du denn damit : Wenn man Teere mitnimmt???
Trennt man denn schon im „Berg“ die einzelnen Bestandteile des Erdöls? Ich dachte immer, das macht man in den Raffinerien.
Wie schwer ist den Erdöl?
Wie geht man mit Lösungsmitteln „ran“? Wichtig bei der Restförderung ist das Aufheizen mit Dampf und die Verringerung der Viskosität.
Gruß Werner
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Hi Werner
Spät kommt die Antwort…
aber sie kommt.
Öl ist etwas leichter als Wasser so ca 0,9 g/ccm
Das Ausbringen von Öl ist weniger von der Dichte, sondern von der Viskosität des Öles abhängig. Je niedriger Viskos (entspricht je leichter) desto mehr krieg ich raus. Gilt im übrigen für alle methoden.
Zu den Lösungsmitteln: man versucht, Seifenähnliche Lösungsmittel mit in das Bohrloch hineinzupumpen, um das Öl besser zu emulgieren. Alles ganz schön teuer und noch nicht so richtig ausgereift. Diese Mittelchen funktionieren natürlich bei leichtem Öl besser als bei schwerem.
Sehr Schwere, im Öl gelöste KW´s können im Speicher Ausfallen. die sind dann natürlich kaum mehr zu gewinnen.
Sehr wichtig ist die Art des Speichers: je grösser die Poren, desto besser ist die Ausbeute, da dann die Rückhaltefähigkeit des Gesteins für Öl geringer ist.
Im Unterschied dazu hält ein Gestein mit hohem Porenvolumen, aber winzigen einzelnen Poren Öl viel besser zurück, man müsste also bei der Gewinnung des Restes mit viel mehr Energie rangehen.
Sehr ärgerlich sind Tonminerale sein, die bei Wassereinfluss aufquellen und den Speicher versiegeln. Lästig ist auch Zemetation (Mineralneubildung) die die Poren voneinander abschliessen.
Als Fazit:
Bei optimalem Speichergestein und optimaler Entwicklung des Ölfeldes lassen sich heute Entölungsraten um 80% erreichen.
Leider ist meist weder das Speichergestein optimal noch die Feldentwicklung. Bei den meisten Ölfeldern sind 40 - 50 % schon gut.
Es ist auch zu beachten, das Lösungsmitteleinsatz oder Heissdampfextraktion ziemlich Teuer ist und sich nur in Ausnahmefällen rechnet.
Gruss
Mike