O2 - H2 - Brennstoffzelle

Hilfe!!!
Ich bin auf der Suche nach Informationen über eine Wassertsoff/Sauerstoff Brennstoffzelle. Da die Infos im Internet ziemlich dünn gesäht sind, bitte ich dich, mir zu schreiben, wenn du Infos hast an:

[email protected]

Stefan

Hi Stefan, hier ein Überblick, bei den Firmen findest Du mehr.

Brennstoffzelle statt Ottomotor:
Fahren ohne Schall und Rauch

Sondermodell für Kalifornien: General-Motors experimentiert mit dem EV1.
Stuttgart - Auf der Suche nach neuen Antriebs-Methoden für das Auto von Morgen konzentrieren sich immer mehr Hersteller auf die sogenannte Brennstoffzelle. Dieser chemische Reaktor erzeugt aus Wasserstoff und Luft den Strom für einen Elektromotor - und bietet gegenüber den meisten anderen Antriebsalternativen gleich mehrere handfeste Vorteile.
So wird die Energie direkt an Bord erzeugt, man spart schwere, teure und kurzlebige Batterien. Zudem ist Wasserstoff in nahezu unbegrenzter Menge verfügbar oder reproduzierbar. Zu guter letzt ist die neuartige Energiequelle noch sehr umweltfreundlich, weil sie quasi geräuschlos für Vortrieb sorgt und aus dem Auspuff lediglich ein paar Wölkchen Wasserdampf entweichen.

Angesichts dieser Vorteile ist es kein Wunder, daß mit Hochdruck am „Antrieb ohne Schall und Rauch“ gearbeitet wird. So haben sich zum Beispiel Mercedes und Ford zusammengetan und sich direkt am kanadischen Brennstoffzellen-Pionier Ballard Power Systems beteiligt. Ziel ist es, die neue Technik bis zum Jahr 2004 zur Serienreife für den Personenwagen-Bereich zu entwickeln.
Chemisches Kraftwerk mit großem Platzbedarf
Diesen Zeitpunkt nennt auch Konkurrent General-Motors, der bei seiner Konzerntochter Opel in Rüsselsheim einen Sintra-Minivan mit einer Brennstoffzelle bestücken ließ. Auch bei dem speziell für Kalifornien entwickelten „No-Emmission“-Modell EV-1 experimentiert der Konzern mit entsprechenden Konzepten. In Frankreich hat man die Idee längst aufgegriffen und zum Beispiel bei Renault einen Laguna Grand Tour mit dem chemischen Kraftwerk bestückt. Allerdings leidet auch dieses Konzept, ähnlich wie der Sintra, noch am großen Platzbedarf der Brennstoffzelle - mehr als zwei Sitzplätze und Stauraum für einen kleinen Koffer läßt die Anlage im Heck derzeit noch nicht zu.

Wasserstoff aufs Dach: Mit der Füllung der sieben Gasflaschen kommt der Mercedes-Nebus 250 Kilometer weit.
Wesentlich weiter ist man allem Anschein nach bei Mercedes, wo erste Fahrversuche mit der Brennstoffzelle bereits 1994 gestartet wurden. 1997 haben die Schwaben den ersten Stadtbus vorgestellt, der mit Brennstoffzellen betrieben wird. In diesem Nebus (New Electric Bus) erzeugen zehn platzsparend im Fahrzeugboden untergebrachte Stapel von jeweils 150 Brennstoffzellen eine Leistung von 250 Kilowatt und eine Spannung von 720 Volt, sagt Daimler-Sprecher Wolfgang Scheunemann. Sie versorgen die Radnabenmotoren und alle anderen Aggregate mit ausreichend Energie für den Alltagsbetrieb.
Unbezahlbares Einzelstück
Der Wasserstoff wird in großen Tanks auf dem Fahrzeugdach gespeichert. So kommt der Nebus auf eine Reichweite von 250 Kilometern und überbietet damit das durchschnittliche Tagespensum eines Stadtbusses deutlich - das liegt laut Mercedes bei 140 bis 170 Kilometern. Zwar ist der Brennstoffzellen-Bus bislang noch ein schier unbezahlbares Einzelstück, dessen Serienfertigung selbst nach den optimistischen Prognosen der Entwickler noch mehrere Jahre auf sich warten läßt. Doch schon jetzt pendelt der Nebus zeitweise im Mannheimer Stadtverkehr. Und seit kurzer Zeit laufen erste entsprechende Busse des Kooperationspartners Ballard Power in den Großstädten Vancouver und Chicago, sagt Richard Krauß, der bei Mercedes für die Bilanzen der Brennstoffzellen-Projekte zuständig ist.
Doch mit diesem Forschungsstand wollen sich die Entwickler nicht begnügen. Sie arbeiten vor allem an einer weiteren Verkleinerung der Systeme für den Einsatz im Personenwagen. Außerdem wollen sie künftig auf die Wasserstofftanks samt der komplizierten Infrastruktur zur Treibstoffversorgung verzichten und den Energieträger direkt an Bord herstellen.

Methanol aus nachwachsenden Rohstoffen
Möglich macht das ein sogenannter Reformer, in dem Methanol mit salzfreiem Wasser verdampft und zu Wasserstoff umgewandelt wird. Da Methanol bei Zimmertemperatur flüssig ist, könnte es nach Einschätzung der Ford-Entwickler wie herkömmlicher Treibstoff an einer normalen Tankstelle vertrieben werden. Ein zweiter Vorteil: Methanol läßt sich nicht nur aus Erdgas, sondern auch aus nachwachsenden Rohstoffen gewinnen und sorgt so für eine Schonung der Umwelt.
Montiert wurde solch eine Brennstoffzelle samt entsprechendem Reformer bereits in einer Mercedes A-Klasse, die als Necar 3 im vorigen Jahr ihre Jungfernfahrt vor dem Bundesverkehrsministerium in Bonn absolvierte. Der Wagen hat mit einer Tankfüllung von 40 Litern Methanol eine Reichweite von 400 Kilometern, die Höchstgeschwindigkeit wurde auf 120 Stundenkilometer beschränkt. Und anders als im vergleichbar konzipierten Opel Sintra bleiben trotz der aufwendigen Technik vier vollwertige Sitzplätze erhalten.

Gruss
Rainer

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Einen sehr guten Überblick über Brennstoffzellen gibt der Artikel „The Future of Fuel Cels“ in Scientific American Ausgabe July 1999 S. 56 ff.
Ansonsten gibt es reichlich Info unter:
http://www.eren.doe.gov/consumerinfo/refbriefs/v126.htm

Hans

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]