Saure milch

warum wird milch bei gewitter schneller sauer? oder ist das nur ein ammenmärchen?

warum wird milch bei gewitter schneller sauer? oder ist das
nur ein ammenmärchen?

Hi Stefan,

das soll wohl stimmen, zumindestens wurde das in der Rubrik „Stimmts“ von Christoph Dröser in der Zeitschrift „Zeit“ so ausgeführt. Warum, kann ich mich nicht mehr genau erinnern, es sollen irgendwelche Felder gewesen sein, die bei Gewitter entstehen und die Milch selbst im Kühlschrank sauer werden lassen.
Die Zeit kannst Du online unter

http://www.zeit.de

erreichen. Irgendwo müßte dort auch die Rubrik „Stimmts“ zu finden sein. Früher gabs dazu mal ein Archiv, twischenzeitlich nicht, vielleicht inzwischen wieder. AUf jeden Fall solltest Du die emil-adresse von C. Dröser herausfinden können.

Gandalf

warum wird milch bei gewitter schneller sauer? oder ist das
nur ein ammenmärchen?

Hallo Stefan

Nein - schuld ist die Hitze an Gewittertagen

Bei Gewitter schlägt die Milch um, so wussten es noch unsere Großeltern. Und deshalb stellten sie den Milchkrug lieber in die kühle Vorratskammer, wenn Blitz und Donner im Anzug waren. Doch das Gewitter selbst ist nicht verantwortlich für die Beobachtung unserer Altvorderen, stellt die Gesundheitszeitschrift „Apotheken Umschau“ in ihrer Juli-Ausgabe klar. Schuld sind die schwülen Temperaturen, die in der Regel vor einem Gewitter herrschen. Bei hohen Temperaturen kommt die Gerinnung in Gang, Säuerungskeime in der Milch vermehren sich dann stark, die Keime spalten Milchzucker zunehmend zu Milchsäure. Die Folge: Der Säuregrad der Milch steigt an. Die Milch „stockt“ und riecht unangenehm säuerlich. Deshalb ist die Milch im Kühlschrank richtig aufgehoben. Allerdings haben moderne Produktionsverfahren dazu geführt, dass der Säuerungsprozess heute generell viel langsamer in Gang kommt

Quelle:
Gesundheitszeitschrift „Apotheken Umschau“ Juli 2000 A
liegt in den meisten Apotheken aus.

Hallo Stefan!

Blitz und Donner haben keinerlei Einfluß auf die Milch, aber sie treten gewöhnlich im Gefolge hoher Temperaturen und schwüler Witterung auf.
Und die haben tatsächlich etwas mit der Beschaffenheit der Milch zu tun. Deshalb stellten unsere Vorfahren den Milchkrug vorsorglich in die kühle Vorratskammer oder in den Keller, wenn ein Gewitter im Anzug war.
Hohe Temperaturen bewirken eine starke Vermehrung der Säuerungskeime in der Milch, die Keime spalten Milchzucker zunehmend zu Milchsäure, anders ausgedrückt : die Kohlehydrate vergären durch Bakterien. Der Säuregrad der Milch steigt damit an, sie riecht unangenehm säuerlich, die Gerinnung kommt beschleunigt in Gang. Man sagt, die Milch „stockt“. Deshalb ist sie im Kühlschrank auf jeden Fall richtig aufgehoben.
Allerdings haben moderne Produktionsverfahren dazu geführt, daß der Säuerungsprozeß heute generell viel langsamer einsetzt.

Gruß Werner

hi werner,

trotz kühlschrank wurde die milch früher sauer, und zwar jedesmal beim gewitter.
interessanterweise ist dieser effekt mit der wende, und damit der umstellung auf westliche produktionstechnik restlos verschwunden.
auch hält sich die milch wesentlich länger.

cu

strubbel

Hallo Strubbel!

Ein Beweis, daß Eure Milch besser, natürlicher und schmackhafter war. Die Milch heute ist doch kaum noch Milch.
Gruß Werner

ne
kein beweis, schmeckte nicht so gut, alles was länger als einen tag geöffnet war, schmeckte schon schlechter.
selbst ganz frische milch enthielt fettflöckchen, welche dann munter im kakao rumschwammen.
das war sehr eklig!
auch enthielt die milch nur noch 2.2% fett im normalfall.
wobei heutige 1,5er besser schmeckt.
die milch mag vielleicht auf dem land direkt besser gewesen sein, die vom milchhof war es nicht.

cu

strubbel