Trockenmittel - Kieselgel

Oft findet man in Computerverpackungen
diese kleinen Päckchen mit Kieselgel.
Mich würde es interessieren, ob diese
mit der Zeit wertlos sind, weil sie die
Feuchtigkeit aus der Umgebung aufgenommen
haben, oder ob man sie trocknen :smile: und
wiederverwenden kann, oder sonstwie benutzen.

MfG, Jens

Hallo Jens!

Irgendwann werden sie so feucht, daß sie nichts mehr aufnehmen können.
Dann kann man sie trocknen. In einer Pfanne auf dem Ofen, langsam warm werden lassen und die Pfanne bewegen.
Wenn Du eine kleine Waage hast, vorher und nachher wiegen, dann siehst Du, wieviel Feuchtigkeit drin war.

Gruß Werner

Liebe Kollegen,

das mit dem Trocknen ist richtig (reversibler Prozeß), allerdings würde ich das Zeug einfach auf ein Backblech kippen und bei 150 - 200 °C im (Umluft-) Backofen trocknen.
Kaputtrocknen kann mans nicht, wohl aber kaputtheizen (zu heiß werden lassen), mehr als 250 °C würde ich nicht empfehlen.

Danach luftdicht verpacken (Einmachglas, Marmeladenglas).

Wenn Du Glück hast ist ein Feuchtigkeitsindikator drin, der anzeigt obs noch wirksam ist. Früher war das ein Cobaltsalz das von Blau (gut) nach rosa (feucht) umschlug. Heute ist´s ein Eisensalz, das im feuchten rosa und trocken farblos ist. Angeblich ist die Co - Verbindung giftig… *ZWEIFEL*

Ob die in den Tütchen verwendeten Sorten überhaupt einen Farbstoff haben, siehst Du ja beim Trocknen.

Gruß

Bernd

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Oft findet man in Computerverpackungen
diese kleinen Päckchen mit Kieselgel.
Mich würde es interessieren, ob diese
mit der Zeit wertlos sind, weil sie die
Feuchtigkeit aus der Umgebung aufgenommen
haben, oder ob man sie trocknen :smile: und
wiederverwenden kann, oder sonstwie benutzen.

Hallo Jens
Trockenmittel kann man regenerieren, wir machen das im Trockenschrank, ein Backofen geht auch.
Dann ist es wieder voll verwendungsfähig.
Meist färbt es sich blau, wenn es Feuchtigkeit aufgenommen hat, nach dem Trocknen ist es wieder farblos.
Gruß
Rainer

Hallo Kumpels!
Da Trocknerkiesel gleichzeitig als Schmutzfänger arbeiten, wird auch schon mal das Kieselgur ausgewaschen und dann wieder gereinigt. Das ist überhaupt kein Problem, wenn eben daran gedacht wird, nachher alles wieder zu trocknen. Wichtig dabei ist die Bewegung der einzelnen Kiesel. Am besten geht es, diese durch einen Heißluftstrahl, der genau zu regeln ist, durchfallen zu lassen.

Ich war lange genug mit der Wartung von großen Kühlanlagen beschäftigt, daß es auch schon mal vorkam, daß wir einen Feuchtigkeitseinbruch größeren Ausmaßes hatten und uns die Reservefüllungen des Trockners ausgingen. Dann blieb nur das Austrocknen wie beschrieben. Wir haben alle möglichen Arten probiert. Die einfachste Art, aber natürlich nicht die schnellste, war die, große Pfannen zu nehmen und ganz bestimmte Gewichtsteile Kieselgur darauf zu trocknen. Unter dauerndem Rühren.
Bei einem bestimmten Gewichtsverlust hatten wir die Sicherheit, daß sie einigermaßen wieder trocken waren .
Zusätzlich wurde der Koch in Anspruch genommen und seine Kuchenbleche wurden zum Trocknertrocknern umfunktioniert. Also, eine dünne Schicht Kiesel dort unbeaufsichtigt getrocknet.

Man kann damit nichts falsch machen, da die Sensoren im Kühlkreislauf neue/alte Feuchtigkeit sofort melden. Bis dahin hat man neue Füllungen fertig getrocknet.

Gruß Werner