Coffein bei Gicht erlaubt - warum genau?

!! Gleiches Posting wie im Medizinbrett, da hier wohl auch Biochemiker sind, die die Antwort wissen könnten, aber Antworten bitte im Medizinbrett!!

Hallo,

in einem Bericht habe ich gelesen, dass gewisse Mengen Kaffee (Coffein) bei Gicht erlaubt sind, man aber z.B. auf Kakao besser verzichten sollte.
Auf zwei Apothekenhomepages (http://home.t-online.de/home/Glueckauf-Apotheke/gich… sowie http://www.adler-apotheke-rhaunen.de/gicht.htm) war diese Bemerkung zwar auch zu finden, da Coffein wohl nicht wie andere Purine zu Harnsäure verstoffwechselt wird, andererseits steht im „Mutschler“ eindeutig: „Die Hauptausscheidungsprodukte im Urin sind Di- und Monomethylxanthin sowie Tri-, Di- und Monomethyl harnsäure“.
Kann mir jemand erklären, wo genau der Unterschied im Stoffwechsel von Theobromin z.B. und Coffein liegt (denn da sehe ich den Hauptunterschied zwischen Kakao („verboten“) und Kaffee („erlaubt“). Oder macht’s - wie so oft - nur die in den jeweiligen Getränken vorliegende Menge?

Vielen Dank bereits vorab

Dirk Häfner

Hi Dirk,

war diese Bemerkung zwar auch zu finden, da Coffein wohl nicht :wie andere Purine zu Harnsäure verstoffwechselt wird, :andererseits steht im „Mutschler“ eindeutig: :„Die :Hauptausscheidungsprodukte im Urin sind Di- und
Monomethylxanthin sowie Tri-, Di- und
Monomethyl harnsäure“.

Es handelt sich zwar, wie Du richtig bemerkst um Monomethyl harnsäure", die Betonung muß aber auf Monomethyl harnsäure liegen. Die arthritische Wirkung der Harnsäure beruht darauf, daß sie in Wasser unlöslich ist, daher in den Gelenken ausfällt und diese schädigen. Die Unlöslichkeit beruht darauf, daß die Purine (zu denen auch die Harnsäuregehört) untereinander Wasserstoffbrücken ausbilden (analoges geschieht übrigens auch zwischen den DNA-Strängen). Diese Aggregate können durch Wasser nicht mehr gelöst werden. Durch die Methylierung ist die Fähigkeit zur Wasserstoffbrückenbindung herabgesetzt. Damit steigt die Löslichkeit deutlich an.

Florian