In meinem Garten sind vor kurzem Campignons in größeren Mengen gewachsen. Daß es Campignons sind, das kann ich eindeutig sagen.
Ein paar genauere Angaben dazu.
Sie wachsen in unmittelbarer Nähe meines Komposthaufens und im Halbschatten einer Lärche auf dem Rasen. Wobei mein Rasen eher eine kurzgehaltene Wiese ist, die noch nie gedüngt wurde. Pilze auf diesem meinem „Rasen“ sind ansonsten nichts ungewöhnliches. Die meisten Arten, außer den Tintlingen, sind mir nicht bekannt und interessieren mich auch nicht weiter. Diese Campignons aber, die dieses Jahr auf einer Fläche von etwa zwei Quadratmetern dicht aufgegangen sind erwecken mein kulinarisches Interesse.
Die Pilze sind weis, ätere Exemplare werden auf dem Hut leicht flockig graubraun. Lamellen rosa später graubraun. Kein auffälliger Geruch. Es ist ein bisschen schwer zu beschreiben. Sie sehen jedenfalls aus wie typische Campignons. Vielleicht etwas hochstieliger und die geschlossen Kappen bei den jungen Exemplaren nicht so ganz gleichmäßig rund und kugelig. Fuß ist ganz leicht verdickt.
Aber meine Frage nun, gibt es eine giftige Campignonart, die man von essbaren nicht oder kaum unterscheiden kann? Das zumindest behauptet mein Nachbar, sonst wären sie längst im Topf gelandet.
Zu dem, was Dein Nachbar gemeint haben könnte, erfahren wir hier: http://www.swr-online.de/buffet/teledoktor/1998/09/28/ Aber der Knollenblätterpilz ist ein tödlicher Giftpilz und er sieht dem Champignon zum Verwechseln ähnlich.
Aber der Knollenblätterpilz ist ein tödlicher Giftpilz und
er sieht dem Champignon zum Verwechseln ähnlich.
Nein, ein Knollenblätterpilz ist es nicht. Garantiert nicht. Ich versteh übrigens auch gar nicht wie man einen Knollenblätterpilz mit einem Champignon verwechseln kann. Die sehen eindeutig anders aus.
Da passiert es schon eher, daß man Champignon ohne „h“ schreibt.
Es ist ein Champignon und ich möchte eigentlich nur wissen, ob es eine giftige Champignonart gibt, die in Mitteleuropa wächst.
Mein Rat: Ernte eine Portion und suche eine
Pilzberatungsstelle auf. Das ist sicherer als eine
Ferndiagnose.
Würd ich gern machen. Nur, wo krieg ich Pilzberatungsstelle her?
Hallo, Quiquek,
ich denke schon, dass es Champignons sind, aber sicher sollte man schon sein. Da sich aus Deiner ViKa nicht ableiten läßt, wo Du wohnst hier eine Suchabfrage - da brauchst Du dir nur noch die passende raussuchen http://www.google.de/search?q=Pilzberatung&hl=de&met…
Gruß - und wenn alles ok ist - Guten Appetit!
Eckard.
die Suchmaschinen hab ich schon bemüht. Ohne brauchbares Ergebnis.
Vielleicht mach ich einfach mal einen Selbstversuch.
Gruß
Quiquek
ich denke schon, dass es Champignons sind, aber sicher sollte
man schon sein. Da sich aus Deiner ViKa nicht ableiten läßt,
wo Du wohnst hier eine Suchabfrage - da brauchst Du dir nur
noch die passende raussuchen http://www.google.de/search?q=Pilzberatung&hl=de&met…
Gruß - und wenn alles ok ist - Guten Appetit!
Eckard.
klapper mal die Naturschutzverbände (Nabu, BUND…) in Deiner
Nähe ab, die haben häufig Adressen, dito die
Verbraucherzentralen.
Hi Gandalf,
das wär noch ne Möglichkeit.
Ich hab inzwischen auch eine gute „Pilzseite“ gefunden und meine Frage in das, wie es aussieht gut frequentierte Forum, gestellt.
Wen´s interessiert: http://www.pilzepilze.de/
Mal sehen, vielleicht krieg ich ne Antwort.
Nein, es ist kein Knollenblätterpilz. Die haben keine rosa Lamellen und sind auch sonst ganz eindeutig zu identifizieren. Es ist mir wirklich ein Rätsel, wie man die mit einem Champignon verwechseln kann.
Die Frage ist wirklich nur, gibt es eine giftige Champignonart.
Es ist auch nur der Dummdödel von Nachbar, der mich verunsichert hat.
Danke für die Mühe und die Sorge um meinen Gesundheitszustend.
Quiquek
P.S. Wenn ich mich nicht mehr melde war es doch ein Knollenblätterpilz.
Also da gibt es z.B. den Karbolegerling (Agaricus xanthoderma), der schmeckt schlecht und führt zu Verdauungstörungen. Das ist zwar nicht gefährlich aber doch unangenehm.
Die Antwort ist ganz eindeutig: Ja, es gibt ungeniessbare bis giftige Champignons.
Also da gibt es z.B. den Karbolegerling (Agaricus
xanthoderma), der schmeckt schlecht und führt zu
Verdauungstörungen.
Wenn ich den roh mal probiere, kann ich den dann an seinem Geschmack erkennen? Meine haben keinen auffälligen Geschmack oder Geruch und sehen wirklich genau wie (Wiesen?)champignons aus.
Die Antwort ist ganz eindeutig: Ja, es gibt ungeniessbare bis
giftige Champignons.
Mist, dann hat er also doch recht, der Herr Nachbar. Diesen Triumph gönn ich ihm gar nicht gern.
Damit wär aber ein teil meiner Frage schon mal beeantwortet.
Danke
Quiquek
P.S. Im Forum von pilzepilze.de meinte jemand, es wär der Rosablättrige Egerlingsschirmling. Der ist es höchstwarscheinlich nicht.
Hi,
die Beschreibung könnte auch auf den Waldchampignon zu treffen:
Hut: rötlich bis grau-braun bis 10cm Ø, schuppig
Lamellen: Dicht stehend und am Stiel nicht angewachsen; Jung purpur-grau, Alt dunkel-grau
Sporenpulver: purpurbraun
Stiel: bräunlich machmal mit Knolle
Fleisch: weiss beim Anschnitt rot anlaufend
Wächst gerne unter Nadelbäumen
Dagegen spricht das die Art eigentlich früher auftaucht (Frühsommer).
Der Karbolegerling ist im Anschnitt übrigens Gelb und riecht eben nach Karbol.
Insgesamt gibts 11 Arten von Egerlingen bei uns, davon dürften aber nur 4-5 häufiger auftreten.
Aber alte und wichtigste Regel bei Pilzen: Was man nicht genau kennt, darf man auch nicht Essen.
es scheint wirklich der Karbolegerling oder Karbolchampignon zu sein. Er verfärbt sich im Anschnitt, vor allem am Stiel, deutlich gelb. Ich bilde mir inzwischen auch ein, daß er nach Tinte riecht. Allerdings muß man schonh lange und sehr intensiv daran schnuppern um das festzustellen. Hoffentlich hat mich gestern dabei keiner gesehen.
Hier besteht ja wirklich hochakute Verwechslungsgefahr mit den essbaren Champignons. Wenn ich daran denke, daß ich die bisher immer ganz unbekümmert eingesammelt habe, im festen Glauben daß man die eh nicht mit irgendeinem Giftpilz verwechseln kann …
versuch es mal hier, bei der Deutschen Gesellschaft für Mykologie http://www.dgfm-ev.de
Die können Dir bestimmt einen Pilzberater in Deiner Nähe nennen. Einen Pilz anhand einer Beschreibung wie hier im Brett zu bestimmen, ist fast unmöglich. Oft lassen Pilze sich nur einwandfrei unter Mikroskop bestimmen. In jedem Fall sollte ein original Fruchtkörper des Pilzes zur Begutachtung vorliegen.
cu Norbert
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