nächtliches Gedankenwälzen

Hallo Ihr Lieben!

Ich benötige dringends Eure Hilfe.
Ich hatte in den letzten 2 Wochen öfter Probleme mit Einschlafen, und wenn ich dann mal eingeschlafen war, dann war mein Schlaf unruhig und seicht…eher so ein Wach-Schlaf!
Ich weiß auch woran es liegt.Nämlich,das ich es nicht schaffe, meine Gedanken loszulassen, wenn ich ins Bett gehe.
Nur leider sind mir noch keine Lösungsmöglichkeiten eingefallen, wie ich das denn nun abschalten kann.
Es scheint immerso,als ob ich unter Strom stehen würde.Unruhig bis zum gehtnichtmehr!

Wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr was wüßtet!

Liebe Grüße
Berlind

Laienantwort
Huhu Berlind,

das Problem kenne ich, seitdem ich selbständig bin. Bei mir gibt es allerdings zwei unterschiedliche Gründe dafür, die jedoch zum gleichen Ergebnis führen: Einschlafprobleme.

Einmal gibt es grundsätzliche Grübeleien über Existenzängste: Mache ich alles richtig, wie sieht die Zukunft aus. Diese Gedanken kann ich mittlerweile recht gut verdrängen indem ich mit Gewalt an irgendwelche positiven Dinge denke und mit meinen „Gedankenschleifen“ verknüpfe. Wenn sich z.B. der (negative) Gedanke „Existenzangst“ einschleicht so biege ich ihn um und stelle mir vor wie ich eine neue Existenz gründe. Auf einer Insel oder in den Schottischen Highlands. So bastle ich mir aus einer negativen Situation einen positiven Gedanken.

Bei der zweiten Variante ist es schwieriger. Hier grüble ich über das Tagesgeschäft nach und oft über Dinge die ich falsch oder (schlimmer) nicht gemacht habe. Hier hilft o.a. Mittel nur bedingt. Erledigen heisst das Zauberwort. Wenn ich eine Aufgabe oder ein Problem nicht gelöst habe kriege ich ein schlechtes Gewissen. Das plagt mich dann so lange bis ich es erledigt habe…

Eine Brutallösung ist noch: Bis 2.00 Uhr vor dem PC sitzen und ne halbe Flasche Whisky reinschütten. Hilft aber auf die Dauer auch nix weil die Probleme dadurch nicht gelöst werden… Den Schädel am nächsten Morgen kannst auch vergessen also lasse mers.

Schlafwünschende Grüße
Rolf

Bloß kein Alkohol / Valium
Hi!

Nur auf die Schnelle:

Die Einschlafprobleme können tatsächlich von Lebensproblemen und von Grübeleien über sie herrühren.

Was dagegen zu tun ist, ist schwierig pauschal zu beantworten. Mal einige Gedanken:

  1. Lebensprobleme lösen.

  2. Schlafhygiene

  3. kein Alkohol / keine Benzos

  4. Johanniskraut

zu 1. Ist klar, denke ich, wenn auch mitunter schwierig.
zu 2. Eben nicht bis in die Puppen aktiv sein, sondern zu fester Zeit ins Bett gehen, vor dem zu Bett gehen nachdenken und sich dann sagen „Stop! Für heute reicht´s“.
zu 3. Schlafmittel sind keine dauerhafte Lösung: Der Alkoholtipp meines Vorredners ist sehr problematisch, da er sich - bei längerer Umsetzung - als mißbrauchfördernd herausstellt. Dann hast Du nicht nur die bisherigen Probleme, sondern auch noch ein Alkoholproblem. Von Benzodiazepinen (Valium etc.) ist ebenso strikt abzuraten, wenn es um Schlafprobleme geht. Die Mittelchen helfen zuerst super, Du denkst, das ist ein Wundermittel. Nur kann es nachher zum Rebound-Effekt kommen: Du schläfst wieder schlecht bzw. schlechter. Außerdem: Die Dinger machen genauso abhängig wie Alkohol. Und: Benzo- und Alkoholabhängigkeit haben sich gewaschen.
zu 4. Kann man nehmen, wirkt aber erst nach längerer Zeit richtig.

Besorgte Grüße,

ein Psycho

Meine Lösung
Hey,

auch ich hatte eine Zeit, in der ich nicht abschalten konnte, wenn ich zu Bett ging. Tausend Gedanken gehen einem durch den Kopf und man wird verrückt von hin- und herwälzen, nervt sich selber…
Ich habe es aber einfach mit meinem Willen geschafft das abzustellen, in dem ich mir Abends gesagt habe, gut ich hab ein ( oder mehrere ) Problem(e), aber wenn ich jetzt die halbe Nacht drüber nachgrübele wirds auch nicht besser. Dann fehlt mir nur der Schlaf und ich fühle mich Morgens wie gerädert ( ähnlich wie mit der „Alkohollösung“ ). Also habe ich „geübt“ mir immer wieder Abends zu sagen, ich kann das Problem jetzt eh nicht mehr lösen über Nacht, dann reicht es auch noch Morgen drüber nachzudenken. Dann habe ich auch wieder einen freien Kopf und es geht eh besser.
Und es funktionierte tatsächlich. Geht nicht von heute auf Morgen aber es geht, glaub mir.

Viele Grüße
funr@cer

nachtrag
Hi Berlind,

eine ganz blöde Hilfe ist übrigens, abends weniger zu Essen. Wer tagsüber wenig isst und seine Hauptmahlzeit abends nimmt kann öfter Einschlafprobleme haben…

Bye
Rolf

hallo berlind,

ist es was bestimmtes über was du grübelst, solltest du darüber mit jemandem reden, der dir dabei helfen kann. (beispiel beziehungsprobleme mit der besten freundin sprechen)

grübelst du von höcksen auf stöcksken wie wir ostwestfalen sagen, dann kann wirklich nur helfen, wenn dir überlegtst, wie lange das anhält und ob es dein leben sehr stark einengt.

Bei ja: suche ärztlichen rat.

bei nein oder „geht noch“: versuch es mit hausmittelchen, wie abends vor dem zubettgehen ein heißes bad mit beruhigenden ätherischen ölen. oder frei käufliche baldrianpräparate.

Achtung hilft das nicht, dann nicht die dosen steigern, sondern rat 1 befolgen!

winkel

VIELEN DANK!!!

HUHU!!!

Ich danke Euch allen sehr,habt mir sehr geholfen,werde nachher,wenn ich zeit habe nochmal genauer auf eure Postings eingehen.
Aber…ihr braucht keine Angst zu haben,das ich jetzt auf irgendwelche radikalen Mittel,wie Valium zurückgreife…nene…das kommt mir nicht in den Körper.Ich hatte auch eher an solche Dinge gedacht,wie ihr sie mir geraten habt!!

Also…bis nachher

Liebe Grüße

Berlind

so…
Hallo Ihr Lieben!!

Jetzt habe ich genügend Zeit auf Eure Postings einzugehen…
Habe grade noch ein wenig Autogenes Training gemacht und fühle mich jetzt ein wenig besser.

Ich denke, ich werde es erst selber versuchen, mit dem vor dem einschlafen sich einen Satz suggerieren.
Und auch verschiedene Entspannungsübungen zu machen.Ich denke das wird schon ganz gut klappen!

Johanniskraut habe ich mal eine ganze Zeit lang genommen,aber dadurch bin ich sehr lichtempfindlich geworden und außerdem verträgt sich das ja nicht so gut mit der Pille.(wie die Schweden herausgefunden haben)…ahem…und für Nachwuchs bin ich jetzt noch nicht reif genug!;O)

Baldrian denke ich wird so für mich ein Ausweichmittel sein, ich will es erstmal ohne versuchen;o)
Bin nämlich nicht so der Medikamene-Freak, auch wenn es homöopatische oder pflanzliche Mittelchen sind.

Das mit dem Bereden von Problemen,mit der besten freundin ist ja ein wunderbarer Vorschlag, aber in meinem falle ist das etwas schwer,weil die nämlich hunderte von km weit weg ist…aber das ist ein anderes Thema.

Zu Alkohol neige ich sowieso nicht, um ehrlich zu sein kann man mich damit jagen.Da besteht also nicht die Gefahr;O)

Meine Lebensprobleme zu lösen bin ich schon lange drann, und ich bin auch schon ein gutes STück vorann gekommen, aber ich denke,es wird noch eine Zeit dauern, denn Zaubereien gibt es da leider nicht!

Das mit den positiven gedanken ist eine wunderbare Idee, denn ich muß denke ich mal wieder lernen positiver zu denken und mein Leben auch positiver zu sehen.Ich habe es wohl in der letzten zeit verlernt…aber das kommt schon wieder!!

Und spät abends weniger zu essen ist übrigends gar kein so dummer Vorschlag.Denn wenn die organe noch am Arbeiten sind, ist es ja auch kein wunder, wenn man unter Strom steht, ne?!;O)
Ich werd es mal angehen und schauen, was sich machen läßt!!!

Vielen Dank noch mal an Euch!!

Liebe Grüße

Berlind

…und zwar einen ganz einfachen: Schäfchenzählen. Klappt bei mir zumindest immer recht gut :wink:

liebe Grüße

Oliver

Hallo,
da sind ja schon eine Reihe guter Tips gegeben worden.
Vielleicht noch ein paar Möglichkeiten, die mir dazu
einfallen:

o Sport (zielt analog zu weniger-essen-am-abend auf einen
höheren HGH Spiegel nachts ab, der anscheinend mit besseren
Tiefschlaf korreliert).
o Weniger Streß (vermutlich ein ziemlich nutzloser Tip :wink:)
o Tryptophan evtl. reicht das natürliche Hausrezept
Milch + Bananen (oder wars Honig).
o Melatonin (ehrlich gesagt, das einzige was mir bei harten
Schlafstörungen geholfen hat).

Gruss
Enno

Hai, Berlind,

ich hab’ auch gelegentlich solche Phasen; mir hilft dann folgendes:
Feierabend, mit ordentlichem Tagesabschluss. Das heißt, ich habe einen bestimmten Zeitpunkt, zu dem die Arbeit verlassen wird (als „Erinnerung“ benutze ich gerne externe Ereignisse, z.Z. der Anfang von MASH auf 9Live). Eine halbe Stunde vorher wird auf einen Zettel sorgfältig alles aufgeschrieben, was ich nicht geschafft habe, was noch der Lösung bedarf, wo ich mich bei Gelegenheit drum kümmern muß, usw, natürlich nur in Stichpunkten. Diesen Zettel kann ich dann zur Seite legen bis Morgen.
Für privaten Kram, der ja gelegentlich nicht so Feierabend-Zettel-geeignet ist, habe ich Sorgenpüppchen. Die kriegen dann abends ein kleines Zettelchen mit meiner Sorge verpasst (ein Püppchen, ein Kummer), und kommen über Nacht in ein Beutelchen unters Kissen.
Irgendwie hilft mir das, wesentlich ruhiger zu schlafen, auf die Probleme passt ja jetzt der Zettel, bzw die Püppchen auf, daß die nicht irgendwie von selber verschwinden… :wink:
Gruß und schlaf schön
Sibylle