Erstes Kind

hallo liebe Wer-Weiss-Wasler,

ich hoffe meine Frage klingt nicht all zu komisch und gehört hier auch hin. Aber mir ist da mal sowas durch den Kopf gegangen. Und zwar geht es darum in welchem Alter man reif für ein Kind ist. Aus biologischer Sicht, ist man das ja mit 21 , nun welches Intelligenzalter sollte man erreicht sein um am besten auf ein Kind vorbreitet zu sein, es dann auch groß ziehen zu können? Und was für einen IQ bräuchte dann die werdende Mutter mit 21 mindestens? Ich glaube dazu braucht es gar nicht so viel, oder was sagen die Experten?

Danke im Vorraus
Johanna

Hallo !

Eine gute Mutter braucht doch keinen hohen IQ!!!
Sie braucht doch keine Intelligenz, um eine „gute“ Mutter zu sein!

Was für eine Frage!!! Wenn es so wäre, wären wir längst ausgestorben!
Muß denn eine Frau Doktor, eine Frau Direktor eine gute Mutter sein?? Eher das Gegenteil ist der Fall.
Die einfachste Frau kann die beste Mutter sein!!!

Gruß Max

Intelligenz und Mutterschaft: Entwarnung
Hallo Johanna!

Intelligenz und die Merkmale einer guten Mutter hängen nicht besonders stark miteinander zusammen. Allerdings gibt es in der Tat Hinweise darauf, daß ein recht niedriger Intelligenzquotient der Mutter ein Risikofaktor für die Kinder darstellt. Das heißt aber erst einmal nur, daß niedrige Intelligenz der Mutter und z.B. spätere psychische Störungen, Verhaltensauffälligkeiten usw. des Kindes statistisch miteinander zusammenhängen. Von Ursache-Wirkungszusammenhängen kann man da nicht sprechen.

Außerdem: Das Ganze gilt nur für den Durchschnitt! Wie die Sache bei einer bestimmten Person aussieht, darüber ist nichts gesagt. Mach Dir also keine Gedanken über Intelligenz als Voraussetzung für eine Mutterschaft.

Nebenbei: Das mit dem Intelligenzalter ist schon längere Zeit aus der Mode.

Grüße,

Oliver

Liebe Johanna,

Und zwar geht es darum in welchem Alter man reif für
ein Kind ist. Aus biologischer Sicht, ist man das ja mit 21

ich weiß nicht, wer dir das erzählt hat, aber das ist nicht richtig: Biologisch kann man von der ersten Menstruation an ein Kind bekommen.

nun welches Intelligenzalter sollte man erreicht sein um am
besten auf ein Kind vorbreitet zu sein, es dann auch groß
ziehen zu können?

Intelligenz ist dazu nicht erforderlich, wohl aber würde ich eine gewisse seelische Ausgeglichenheit empfehlen. Wann man - ob als Frau oder als Mann - reif für ein Kind ist, ist eher eine Frage der Gefühlswelt. Vielleicht kannst du dir vorstellen, dass es für das Kind viel schädlicher ist, von gefühlsmäßig überforderten Eltern aufgezogen zu werden, die den Interessen des Kindes nicht gewachsen sind, als von „dummen“ Eltern (denn auch diese vermeintlich dummen Eltern können selbstverständlich in der Lage sein, die für Kinder notwendige gefühlsbetonte Zuwendung und das ebenso notwendige Verständnis für die Bedürfnisse von Kindern aufzuwenden.

Und was für einen IQ bräuchte dann die werdende Mutter mit 21
mindestens? Ich glaube dazu braucht es gar nicht so viel, oder
was sagen die Experten?

Von einer gewollten Elternschaft würde ich grundsätzlich nur dann abraten, wenn der IQ so niedrig ist, dass man die Person als schwachsinnig bezeichnen würde. Aber auch in diesen Fällen ist eine gute Mutter-Kind-Beziehung möglich.

Ich selbst bin ziemlich spät Vater geworden (mit 36), weil ich mir in dem Alter, in dem die Menschen meines Umfeldes Kindes bekommen haben, es nicht zugetraut hätte, ein Kind aufzuziehen, ganz einfach, weil die Umstände nicht passten und weil ich mich selbst gefühlsmäßig als nicht gefestigt erlebt habe. Das werte ich heute positiv, weil ich mir heute die aus meiner Sicht nötige Gelassenheit meine erarbeitet zu haben.

Andere Menschen, die heute unter meinen Bekannten und Freunden sind, haben schon mit 17 Jahren ihr erstes Kind bekommen und bekommen jetzt ihr zweites Kind im Alter von 41 Jahren (!). Im Gespräch bestätigte mir diese Mutter den Unterschied, meinte aber, dass beide Kinder auf ihre Art groß werden würden. Beide Kinder wirken - auf ihre eigene Weise jeweils natürlich - keineswegs unzufrieden mit ihrem Leben. Und um das Wohl der Kinder sollte sich die Frage einer Elternschaft immer drehen, meine ich.

Was ich damit sagen möchte, ist, dass deine Frage nicht allgemein beantwortet werden kann. Wer sich in deinem Alter ein Kind wünscht, der sollte sich allerdings doch schon beraten lassen, denn in der Regel befindet man sich mit 16/17 noch in einer Phase der Orientierung. Wann dieser Prozess abgeschlossen ist, hängt sehr von den Unständen ab, in denen ein Mensch lebt. Aus meiner Sicht bin ich sogar geneigt zu sagen, dass man sich bemühen sollte, diesen Prozess nie als abgeschlossen zu betrachten (jedenfalls nicht völlig abgeschlossen), weil man dann nicht mehr in der Lage wäre, sich zu verändern.

Wann man also reif - psychisch betrachtet - für eine Elternschaft ist, kann im Grunde nur jeder/jede für sich selbst beantworten, indem er/sie sich fragt, ob er/sie grundsätzlich in der Lage ist, verantwortlich zu handeln und insbesondere auch die eigenen Bedürfnisse im Interesse der Bedürfnisse eines Kindes gegebenenfalls - und meistens häufiger als vorher erwartet - zurückzustellen.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Johanna!

Um Deine Frage hinsichtlich der intellektuellen Fähigkeiten bei der Erziehung von Kindern genauer zu beantworten, ist es meines Erachtens interessant, wenn die erfragte Grundeigenschaft des Intelligenzalters in den Mittelpunkt gerückt wird.
Das Intelligenzalter wird als beschreibendes Merkmal der intellektuellen Fähigkeiten von Kindern unterschiedlicher Altersstufen in der gängigen entwicklungspsychologischen Fachliteratur erwähnt. Dabei geht die grundlegende Theorie von einer Art „Stufenleiter“ der Intelligenz aus, auf der das Kind mit zunehmendem Alter immer höher hinaufsteigt – die bereits erklommene Stufe mache dann die Höhe des „Intelligenzalters“ aus. Individuell kann dabei ein Individuum hinsichtlich seines Lebensalters und seines Intelligenzalters eine Differenz aufweisen. Als Norm des Intelligenzalters definierte A. Binet (1957-1911) das Lebensalter eines Kindes, das gerade diejenigen Testaufgaben lösen kann, die genau 75% seiner Lebens-Altersgenossen bewältigen. So entwickelte Binet Schulreifungstests als erste Messinstrumente von intellektuellen Befähigungen. Wie hier bereits angedeutet, versuchte Binet über die Messung von den Lösefähigkeiten bestimmter Testaufgaben, Intelligenz zu definieren – tatsächlich ist es bis heute nicht gelungen, andere Intelligenztestmöglichkeiten zu entwickeln, als über ebensolche Testaufgaben. Diese werden schließlich über die Statistik, wieviele Personen wieviele der Aufgaben wie gut schaffen, verglichen und so eine Aussage zu „Intelligenz“ als vergleichendem Meßwert gemacht. Dabei ist es jeweils von dem untersuchenden Forscher und seinen theoretischen Annahmen über das Konstrukt „Intelligenz“ abhängig, ob nun z. B. typische Schulaufgaben (z. B. Mathe) für die Intelligenzmessung verwendet werden oder z. B. eher andere Fähigkeiten, wie die richtige Interpretation von Situationen.
Wie bereits deutlich wurde, hängt die Messung von, und die Aussage über die Intelligenz von dem Vergleich mit den Leistungen anderer Menschen ab und auch von der Auffassung über Intelligenz durch den Forscher. Wie auch immer das Ergebnis einer Testung dann aussieht: sie gilt nur für den Intelligenzbegriff des Forschers (der z. B. meinte, Intelligenz beschränke sich vornehmlich auf die Fähigkeit zum Lösen arithmetischer Aufgaben) und ist dann auch noch vergleichend in dem Sinne, daß gesagt wird, wieviel Prozent der bislang mit dem Intelligenztest untersuchten Menschen unter- und oberhalb des erzielten Testergebnisses liegen, besser oder schlechter abgeschnitten haben.

Allgemein ist umstritten, ob die Erreichung eines bestimmten Intelligenzniveaus nach der Erreichung eines bestimmten Reifezustandes des Gehirns dieses Niveau über das gesamte restliche Leben hin bestimmt, oder die Intelligenzleistung (ohne Krankheits- oder Unfalleinflüsse) abnimmt bzw. zunimmt kann. Ebenso ist unklar, ob dieses Niveau durch interne, genetische Faktoren bestimmt wird (egal, was passiert, der Intelligenzquotient X wird irgendwann nach der körperlichen Ausreifung erreicht) oder durch externe (eine Lern-Umgebung mit vielen Anregungen zum Ausprobieren und vielen Wahrnehmungseindrücken ist für die Erreichung eines höheren Intelligenzniveaus wesentlich). Vermutlich wirken hierbei beide Faktoren zusammen.

Das Konstrukt der Intelligenz ist nicht allgemeingültig definiert, dennoch scheint ein Konsens darüber zu herrschen, daß sie sich durch die Fähigkeit zum Erkennen und Lösen von wie auch immer gearteten Problemen (in einer bestimmten Zeitspanne) am besten auzudrücken scheint. Ob sich nun die Fähigkeit, ein Kind aufzuziehen, hierin wiederspiegelt, ist fraglich: Wie bereits O. Walter meinte, können wohl allerdings geringe intellektuelle Fähigkeiten einen Risikofaktor für das Kind darstellen. Dies gilt in dem Sinne, daß die Mutter die jeweiligen Aufgaben (z. B. angemessene Reaktion auf das schreiende Kind) nicht erkennen oder/und lösen kann. Es stellt sich allerdings hierbei die Frage, ob spätere Fehlentwicklungen sich aus diesem Grunde ausprägen, oder aus anderen. Eine Beantwortung dieser Frage kann jedoch als unmöglich gelten.

Sicherlich ist zusätzlich zur Beantwortung Deiner Fragestellung die genaue Definition einer „guten Mutter“ oder die Definition der Erziehungsziele wichtig. Wenn sich diese auf dem Niveau der Kindesbetreuung (soziale Aufmerksamkeit, Befriedigung der Grundbedürfnisse: Nahrung, Wärme, Schlaf etc.) finden, scheint eine intellektuelle Befähigung wohl nicht so maßgeblich zu sein. Hinsichtlich der Ausbildung entsprechender Kenntnisse können sicherlich die einzelnen lerntheoretischen Überlegungen herangezogen werden – so kann z. B. das Wickeln des Kindes durch „Lernen am Modell“ von einer anderen Mutter erlernt werden etc. Dabei ist weniger die Intelligenz als eher Lernfähigkeit, d. h. z. B. die Befähigung zur Aufmerksamkeitsfokussierung, Konzentration, Merkfähigkeit etc. gefragt. Intelligenz könnte hier im Sinne einer raschen Auffassung der wesentlichen Elemente der Aufgabe „Wickeln“ eine Rolle spielen.

Um Deine Frage hinsichtlich der Zusammenhänge zwischen Intelligenz und Erziehungsfähigkeiten zu beantworten, sind somit sicherlich drei wesentliche Aspekte zu beurteilen: Die Definition von Intelligenz, die Definition der Höhe dieser Intelligenz, die Definition der Erziehungsziele. Da es sich bei der Versorgung des Kindes um einen Aufgabenkomplex handelt, der sicherlich intellektuellen Befähigungen wie z. B. das Hineinversetzen in das Kind und das Erkennen des kindlichen Bedürfnisses bedarf, ist wohl eine wenigsten dazu ausreichende Intelligenz notwendig. Aufgrund der großen Häufigkeit, mit der Kinder in der Bevölkerung aufgezogen werden (also ebenso von Menschen mit nur geringem Intelligenznivaeu, mit mittlerem und hohem), scheint die intellektuelle Anforderung jedoch eher gering zu sein und andere Fähigkeiten wie z. B. die emotionale Bindung zw. Kind und Erwachsenen im Vordergrund zu stehen (dies werde ich hier jedoch aufgrund des begrenzten Platzes (und weil wohl eher off-topic) nicht darstellen).

Ich hoffe, ich konnte Deine Frage zufriedenstellend beantworten.

Grüße,
Der Captain

Hallo Johanna

Komische Frageb gibt es nicht, nur komische Antworten!

Und zwar geht es darum in welchem Alter man reif für
ein Kind ist.

In dem Alter, in dem *ZWEI* reif genug sind die volle Verantwortung mit allen Konsequenzen für einen SEHR LANGEN Zeitraum, für ein völlig abhängiges Wesen zu übernehmen!

Aus biologischer Sicht, ist man das ja mit 21 ,

Während der Pubertät!

nun welches Intelligenzalter

…? Ein Mutterschafts (Elterstudium) ist vorab nicht erforderlich! Das Leben mit dem Kind und die Liebe zu ihm ist eine einzige Lehre! Außerdem lernen Eltern durch Erfahrungsaustausch!

sollte man erreicht sein um am
besten auf ein Kind vorbreitet zu sein, es dann auch groß
ziehen zu können? Und was für einen IQ bräuchte dann die
werdende Mutter mit 21 mindestens? Ich glaube dazu braucht es
gar nicht so viel, oder was sagen die Experten?

Ich empfinde es sinniger, nach dem Bewußtsein zu fragen! Ein Kind zu bekommen (unabhängig vom Alter) heißt immer, sich voll und ganz auf dieses kleine Wesen einzustellen. Was widerum heißt, daß beide Elternteile sich im Klaren darüber sein müssen, daß sich ihr ganzes Leben auf diese Elternschaft ausrichten muß und wird! Und das betrifft alle Bereiche!
Sind sie es nicht, kann das Kind sehr schnell als Fessel empfunden werden. Dies kann/wird sich auf die Entwicklung des Kindes UND der eigenen Auswirken!

lieben Gruß einer erfahrenen Jungmutti,
Fionny

Nachtrag
Ich möchte mich bei allen Antwortern bedanken. Im Großen und Ganzen ist meine Frage eigentlich schon beantwortet. Im Grunde war sie ja unsinnig. Was ich aber noch sagen wollte. Das war rein theoretisch gemeint und ich wollte niemandem unterstellen eine schlechte Mutter zu sein. Ich dachte lediglich, dass es ja ein bestimmtes Alter gibt in dem man biologisch für eine geburt bereit ist ( wo genetisch alles am günstigsten läuft ) und dann ist man auch in einem bestimmten Alter von der Verantwortung her bereit ein Kind auch groß zu ziehen. Ich wollte nur ungefähr den Durchschnitt wissen. Das war einfach nur statistisch gesehen interessant.
Was jetzt unten noch angesprochen wurde, dass man unterhalb einer gewissen Intelligenz vielleicht nicht mehr in der lage ist sich vernünftig um ein Kind zu kümmern, glaube ich gerade, dass das nicht von der Intelligenz abhängt. Denn das wichtigste ist doch die Liebe die man einem Kind gibt, das ist alles natürlich und folgt einem bestimmten Instinkt. Man füttert ein Kind ja nicht unbedingt aus Pflicht, sondern aus Liebe und Mutterinstinkt, oder?

danke Johanna

Hallo Max,

Eine gute Mutter braucht doch keinen hohen IQ!!!

In diesem Punkt gebe ich Dir absolut recht, aaaaaaaber:

Sie braucht doch keine Intelligenz, um eine „gute“ Mutter zu
sein!

Oh doch, die braucht sie durchaus!


Intelligenz ist - biologisch gesehen - die Befähigung, sich individuell in optimaler Weise mit neuen Problemen auseinanderzusetzen und diese kognitiv zu meistern.

Mir geht es hier keinesfalls um den IQ sondern vielmehr um die emotionale bzw. soziale Intelligenz. Anders ausgedrückt: was nützt mir eine Mutter, die zwar über einen IQ, der sie zur sofortigen Aufnahme in die Mensa prädestiniert, verfügt, auf der emotionalen Ebene allerdings einem Eisblock gleicht?

Muß denn eine Frau Doktor, eine Frau Direktor eine gute Mutter
sein?? Eher das Gegenteil ist der Fall.

Aber, aber… Wir wollen doch nicht alle über einen Kamm scheren, gell? *fg*

Die einfachste Frau kann die beste Mutter sein!!!

Yepp!

Beste Grüße

Tessa