Wie den psychischen Zustand bei Stress verbessern?

Von: , Frage gestellt am Do, 14. Feb 2002

Wenn ich jetzt ausführlich berichte über den letzten Monat, dann NICHT, um Postings wie *ich denk an dich* oder *ich drück mal deine hand* zu provozieren.

Mitgefühl bekomme ich in meiner Umgebung genug. Dank an alle, die es mir irgendwie gezeigt haben!

Um zu zeigen, was ich alles als Belastung empfunden habe, setze ich ein *seufz* dahinter.

Gestern vor einem Monat brachten wir meinen Vater mit Schmerzen ins Krankenhaus. *seufz*
Vier Tage später musste meine älteste Tochter (20, Diabetikerin) wegen Stoffwechselentgleisung ins Krankenhaus. *seufz*
Damit stand fest, dass sie auch dieses Jahr nicht die 12. Klasse beenden wird können (zu viele Fehlstunden im ersten Halbjahr). *schwerseufz*
Einen Tag später stand bei meinem Vater die Diagnose "Krebs, letztes Stadium" fest. *sehrschwerseufz*
Fünf Tage später war er tot. *schwerseufz*
Es folgten einige stressige Tage, weil sich meine Geschwister über Details bezüglich der Beerdigung nicht einig wurden. *seufz*
Fünf Tage nach dem Tod meines Vaters (noch vor dem Begräbnis) erkrankte mein Jüngster (7) an einer Darmgrippe. *seufz*
Drei Tage später hatte auch sein großer Bruder (12) hartnäckigem Durchfall. *seufz* Es ist aber keine Darmgrippe, denn die wäre schon vorbei. Derzeit ist eine Stuhlprobe beim bakterologisch-serologischen Institut, der Befund kommt morgen.
Jeden Tag doppelt zu kochen: einmal Normalkost, einmal Diät, war jetzt ganz schön anstrengend! *seufz*
Zwei Tage nach dem 12jährigen erkrankte mein Mann an Lungenentzündung. *seufz* Der Arzt verordnete strenge Bettruhe und Quarantäne, sodass ich allein die Pflege erledigen musste. Da ich an chronischer Polyarthritis (Rheuma) erkrankt bin, verursacht jeder Schritt Schmerzen *seufz*. Mehr als einmal habe ich mir gewünscht, einen Rollstuhl zu haben!
Fünf Tage später hatte Harald dann eine Medikamenten-Allergie *seufz*, die mit mehreren Präparaten behandelt werden muss.
Zwei Tage später erkrankte die 14jährige Tochter an beidseitiger schwerer Seitenstrangangina. *seufz*
Drei Tage später erkrankte der 10jährige Sohn an Blinddarmentzündung *seufz* und wurde gestern operiert.
Die 14jährige verträgt eines der Medikamente nicht *seufz*, deshalb nehme ich sie morgen zum Arzt mit.

Obwohl ich sehr viel schlafe, fühle ich mich erschöpft und unkonzentriert. Am Dienstag bin ich drei mal nur knapp an einem Verkehrsunfall vorbeigeschrammt.

Normaler Weise empfehle ich Menschen in solchen anstrengenden Zeiten, spazieren zu gehen. Diesen Rat befolge ich selbst aus Schmerzgründen nicht.

Ich fühle mich _sehr_ erschöpft und abgekämpft.

Meine Frage an die Experten:

Was kann ich tun, damit es mir besser geht?

Ich will meine Leistungsfähigkeit steigern und wieder verkehrstüchtig sein.


Müde Grüße

Hanna

27 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 26 Minuten 0 hilfreich
    Re: Wie den psychischen Zustand bei Stress verbess

    Hi,

    also daß es so dicke auf einmal kommt, erweckt mein Mitgefühl.

    Aber zu Deiner Frage:
    Hast Du schon mal autogenes Training versucht oder aktive Entspannung?
    Letzteres habe ich auch eingesetzt, um meine Konzentrationsprobleme zu verbessern. Habe auch Verbesserungen bemerkt, müßte es nur konsequenter durchführen.
    Zu beidem gibt es wohl Literatur oder auch Kasetten und CDs.
    (Für die Soldaten in Afganistan hat die BW eine CD produziert, wo es auch ne gute Anleitung zur aktiven Entspannung bei ist, Harald Schmidt hat das mal in seiner Show vorgemacht)

    Wünsche Deinen Lieben alles Gute und bleibe stark...

    mus.

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Wie den psychischen Zustand bei Stress verbe

      Hallo music, also daß es so dicke auf einmal kommt, erweckt mein Mitgefühl.
      auch wenn ich nicht in erster Linie gepostet habe, weil ich Mitgefühl gesucht habe, merke ich, dass ich es doch ganz gerne annehme ;-) Aber zu Deiner Frage:
      Hast Du schon mal autogenes Training versucht oder aktive
      Entspannung?
      Progressive Muskelentspannung nach Jakobson?
      Ja, die kenn ich. :-) Ist eine super Sache, die mir schon oft geholfen hat! Wünsche Deinen Lieben alles Gute und bleibe stark...
      Danke!
      Jetzt sind alle bis auf den Blinddarm-Operierten wieder fit - und mir geht es heute bedeutend besser, ich fühle mich schon fast wieder zum Bäume-Ausreißen ;-)))

      Lieben Gruß

      Hanna

  2. Antwort von nach 30 Minuten 3 hilfreich
    Re: Wie den psychischen Zustand bei Stress verbess

    Hallo, Hanna!

    Kein Expertentipp, aber eine persönliche Empfindung.

    Manchmal im Leben kommt es ziemlich hart und dann auch noch alles auf einmal.
    Anfangs hat man die Kraft und auch den Willen, alles alleine zu schaffen, die Dinge selbst zu regeln und in die Hand zu nehmen.
    Das ist nicht einfach und – nicht immer – der beste Weg. Man muss nicht alles alleine durchstehen.

    Da in Deinem Fall ausschließlich der engste Familienkreis „betroffen“ ist, dem Du natürlich all Deine Kraft und Energie zukommen lässt, würde ich versuchen, andere Arbeiten, die ja auch noch erledigt werden müssen, anderen zu übertragen.
    Sicher gibt es Freunde, Bekannte, andere Familienangehörige, die Dir das Einkaufen, das Kochen, das Waschen und Bügeln, Fahrten zur Apotheke oder sonst wohin, und viele andere Dinge, abnehmen können.
    Sollte das möglich sein, muss es Dir noch gelingen, diese delegierten Dinge auch zu vergessen und darauf zu vertrauen, dass die entsprechenden Personen sie in Deinem Sinne erledigen. Denke nicht, alles kontrollieren zu müssen. Sollte etwas wirklich nicht funktionieren, ist dann immer noch Zeit, sich einen Kopf darum zu machen.

    Vielleicht könnte Dir das den Rücken und den Kopf ein wenig freier machen.

    Viel Glück und alles Gute!

    Gruß
    Paula

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Wie den psychischen Zustand bei Stress verbe

      Hallo Paula!

      Danke für Deine Tipps!
      Ich habe heute vergeblich versucht, eine Familienhelferin zu bekommen, aber ich weiß jemanden, dem ich meine Bügelwäsche anhängen kann ;-)

      Jetzt sind alle bis auf den Blinddarm-Patienten wieder fit, jetzt gehts mir wieder sehr viel besser. :-)

      Vielen Dank nochmal, und ich werde auf mich schauen, versprochen!

      Hanna

  3. Antwort von nach 32 Minuten 5 hilfreich
    Keine Expertenantwort, und trotzdem...

    Liebe Hanna,

    das hält kein Mensch auf die Dauer aus.
    Es hat auch keinen Sinn, danach zu fragen, was du jetzt tun kannst, um noch leistungsfähiger zu werden.

    Frag lieber, ob es nicht etwas gibt, was dir helfen kann, dich nicht vollkommen aufzuopfern. Hast du schon einmal an eine Kur gedacht? Zeit nur für dich und deinen müden Körper (und nicht zuletzt deine Seele)?

    Du bist selbst krank, würdest aber wohl nie um Hilfe bitten, ich meine praktische Hilfe. Erkundige dich doch einmal bei deiner Krankenkasse, ob dir nicht vorübergehend eine Haushaltshilfe zusteht und erwäge bitte den Gedanken an eine Kur.

    Sei doch einmal egoistisch! Damit hilfst du langfristig gesehen auch deiner Familie.

    Herzliche Grüße
    Uschi

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re: Keine Expertenantwort, und trotzdem...

      Hallo Uschi Hast du schon einmal an eine Kur
      gedacht? Zeit nur für dich und deinen müden Körper (und nicht
      zuletzt deine Seele)?
      Jeder Vorschlag, der weder Zeit noch Geld kostet, wird gerne umgehend umgesetzt *bg*
      Wenn ich eine Familienhelferin kriege, kann ich gerne auf Kur fahren, aber die Kosten müssten von der Krankenkasse übernommen werden. Ich spreche nächste Woche mit meiner Ärztin über die Möglichkeiten einer Kur. Du bist selbst krank, würdest aber wohl nie um Hilfe bitten,
      ich meine praktische Hilfe. Erkundige dich doch einmal bei
      deiner Krankenkasse, ob dir nicht vorübergehend eine
      Haushaltshilfe zusteht und erwäge bitte den Gedanken an eine
      Kur.
      Bei uns gibts keine Haushaltshilfen von der Krankenkasse! Nur die Caritas (eine katholische karitative Organisation) bietet Familienhilfe an. Die Helferinnen sind aber für die nächste Woche ausgebucht. Sei doch einmal egoistisch! Damit hilfst du langfristig
      gesehen auch deiner Familie.
      So lange ich noch irgendwie krauchen kann, hab ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich Hilfe in Anspruch nehme. Ich würde mich als Schmarotzerin empfinden, die andere ungerechtfertigter Weise für sich arbeiten lässt (kennst Du nicht dieses Gefühl?)

      Aber vielen Dank für die Idee mit der Kur, ich werde sie wirklich ins Auge fassen!

      Viele liebe Grüße

      Hanna

      • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
        Re^2: Keine Expertenantwort, und trotzdem...

        Hallo Hanna,
        Jeder Vorschlag, der weder Zeit noch Geld kostet, wird gerne
        umgehend umgesetzt *bg*
        Wenn ich eine Familienhelferin kriege, kann ich gerne auf Kur
        fahren, aber die Kosten müssten von der Krankenkasse
        übernommen werden. Ich spreche nächste Woche mit meiner Ärztin
        über die Möglichkeiten einer Kur.
        Sehr gut, tu das! Aber irgendwie habe ich bei dir das Gefühl (nach Lektüre deiner Antworten), dass du der Ärztin deine Lage nicht so dringlich schildern wirst wie du es hier in deinem Ausgangsposting getan hast... und dann vielleicht ganz froh sein wirst, wenn die ärztin meint, so dringend sei es ja nicht...
        Kann es sein, Hanna, dass ich damit Recht behalte?
        Bei uns gibts keine Haushaltshilfen von der Krankenkasse! Nur
        die Caritas (eine katholische karitative Organisation) bietet
        Familienhilfe an. Die Helferinnen sind aber für die nächste
        Woche ausgebucht.
        Dran bleiben! Nicht abspeisen lassen! Bleib hartnäckig!
        So lange ich noch irgendwie krauchen kann, hab ich ein
        schlechtes Gewissen, wenn ich Hilfe in Anspruch nehme. Ich
        würde mich als Schmarotzerin empfinden, die andere
        ungerechtfertigter Weise für sich arbeiten lässt (kennst Du
        nicht dieses Gefühl?)
        Doch, Hanna, das Gefühl kannte ich! Und jetzt sag ich dir was:
        Das ist ein typisch weibliches Gefühl, das uns anerzogen wurde! Und zwar von unseren Müttern. Bring mir auch nur einen Mann, der ein schlechtes Gewissen hat, wenn er z.B. am Wochenende zu Hause ist und dir so quasi bei der Haushaltsarbeit zuschaut. Ich weiß (oder besser, ich nehme an), ihr habt euch diese "Arbeitsteilung" so geschaffen (siehe deine ViKa) - du bist Hausfrau und dein Mann verdient das Geld.
        Und deshalb fühlst du dich als "Schmarotzer", wenn du "andere für dich arbeiten lässt." Weil ihr es ja so vereinbart habt.
        Aber nun stell dir doch mal folgendes vor:
        Du nimmst eine Stelle z.B. als Sekretärin an. Die Aufgaben sind klar. Aber so nach und nach kommt immer noch ein "Chef" dazu, für den du Sekretärin sein sollst. Am Anfang war es nur einer und nach ein paar Jahren sind es 7. Die Art der Tätigkeit ist immer noch die gleiche. Aber das ganze multipliziert mit 7. Schaffst du das in der vereinbarten Zeit? Sicher nicht. Diese Sekretärin würde spätestens beim 3. Chef entweder eine erhebliche Gehaltserhöhung fordern oder eine Assistentin. Und würde sie auch bekommen. Ist sie deshalb ein Schmarotzer?

        Hanna, mach dich frei von dem Gedanken, dass alles zu Hause dein Job ist! Ihr seid eine Gemeinschaft, in der es auch Arbeitsteilung geben muss. Deine Kinder sind teilweise alt genug, Pflichten zu übernehmen, auch deine Söhne!
        Und noch etwas: ich weiß, du bist sehr gläubig. Ich nicht. Und trotzdem bin ich mir 100%ig sicher, dass dein Gott es nicht als Sünde sieht, wenn du auch einmal sagst: "Jetzt habe ich keine Lust, weil ich müde bin, weil ich Schmerzen habe." Gott hat dir Kraft gegeben, aber nicht unbegrenzt. Und Gott hat sicher nichts dagegen, wenn du einmal Pause machst - Gott hat am siebten Tag auch geruht, nicht wahr?

        Liebe Grüße
        Uschi

        • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
          Re^3: Keine Expertenantwort, und trotzdem...

          Hallo Uschi, Ich spreche nächste Woche mit meiner Ärztin
          über die Möglichkeiten einer Kur.
          Sehr gut, tu das! Aber irgendwie habe ich bei dir das Gefühl
          (nach Lektüre deiner Antworten), dass du der Ärztin deine Lage
          nicht so dringlich schildern wirst wie du es hier in deinem
          Ausgangsposting getan hast... und dann vielleicht ganz froh
          sein wirst, wenn die ärztin meint, so dringend sei es ja
          nicht...
          Kann es sein, Hanna, dass ich damit Recht behalte?
          Nun, diese Ärztin wollte schon vor vier Jahren, dass ich mir eine Haushaltshilfe nehme - und seither hat sich mein gesundheitlicher Zustand ja nicht gerade verbessert. Ich erwarte nicht, bei ihr Überzeugungsarbeit leisten zu müssen.
          Abgesehen davon tut es mir gut, mich auf eine Menge Bekannter berufen zu können, die mir dringendst dazu raten. Von alleine würde ich ja nicht um eine Kur fragen, aber dank Euch... *smile*
          Was sie gesagt hat, kann ich dann Donnerstag mittag berichten! Die Helferinnen sind aber für die nächste
          Woche ausgebucht.
          Dran bleiben! Nicht abspeisen lassen! Bleib hartnäckig!
          Die Kinder haben nächste Woche Ferien. Die werde ich einspannen, versprochen! So lange ich noch irgendwie krauchen kann, hab ich ein
          schlechtes Gewissen, wenn ich Hilfe in Anspruch nehme. (...)
          Das ist ein typisch weibliches Gefühl, das uns
          anerzogen
          wurde! Und zwar von unseren Müttern. (...)
          Und deshalb fühlst du dich als "Schmarotzer", wenn du "andere
          für dich arbeiten lässt." Weil ihr es ja so vereinbart habt.
          Aber nun stell dir doch mal folgendes vor:
          Du nimmst eine Stelle z.B. als Sekretärin an. Die Aufgaben
          sind klar. Aber so nach und nach kommt immer noch ein "Chef"
          dazu, für den du Sekretärin sein sollst. Am Anfang war es nur
          einer und nach ein paar Jahren sind es 7. Die Art der
          Tätigkeit ist immer noch die gleiche. Aber das ganze
          multipliziert mit 7. Schaffst du das in der vereinbarten Zeit?
          Sicher nicht. Diese Sekretärin würde spätestens beim 3. Chef
          entweder eine erhebliche Gehaltserhöhung fordern oder eine
          Assistentin. Und würde sie auch bekommen. Ist sie deshalb ein
          Schmarotzer?
          Generationen von Müttern vor uns haben noch viel mehr Kinder großgezogen. Daher kann ich Dein Argument für mich nicht gelten lassen (ich bin wahnsinnig schwer zu überzeugen, ich weiß *seufz* Aber wenn ich vor mir eine Entscheidung nicht rechtfertigen kann, habe ich ein schlechtes Gewissen, und das belastet mich. Damit wäre der Erfolg "Entlastung" wieder dahin...) Hanna, mach dich frei von dem Gedanken, dass alles zu Hause
          dein Job ist! Ihr seid eine Gemeinschaft, in der es
          auch Arbeitsteilung geben muss. Deine Kinder sind teilweise
          alt genug, Pflichten zu übernehmen, auch deine Söhne!
          Und noch etwas: ich weiß, du bist sehr gläubig. Ich nicht.
          Gestern habe ich kurz mit der Frau des Pastors telefoniert. Sie hat mir sehr ins Gewissen geredet, ich solle die Kinder mehr zur Hausarbeit einspannen. Bügeln, aufräumen und Geschirr waschen könnte ich ruhigen Gewissens delegieren. Was heißt "ruhigen Gewissens"! Sie hat mich geradezu beschworen, es zu tun, weil es nicht im Sinne Gottes sei, Paschas heranzuziehen! Sie selbst hat drei Söhne, die mit 5 Jahren das Frühstück herrichteten, im Volksschulalter Geschirr waschen mussten und ab 10 ihre Klamotten selbst bügelten. Und
          trotzdem bin ich mir 100%ig sicher, dass dein Gott es nicht
          als Sünde sieht, wenn du auch einmal sagst: "Jetzt habe ich
          keine Lust, weil ich müde bin, weil ich Schmerzen habe." Gott
          hat dir Kraft gegeben, aber nicht unbegrenzt. Und Gott hat
          sicher nichts dagegen, wenn du einmal Pause machst - Gott hat
          am siebten Tag auch geruht, nicht wahr?
          Du kennst Gott ja fast besser als ich ihn bis jetzt gekannt habe *grins*

          Die Ferienwoche wird mir jetzt Gelegenheit zu einer Umorganisation geben. Wünsch mir Kraft, mich gegen die Kinder durchzusetzen! Wenn sie so lieb schauen, dann kann ich ihnen fast nicht ihre Freizeitaktivitäten abschlagen! Das ist mein großes Problem.

          Lieben Gruß

          Hanna

  4. Antwort von nach 2 Stunden 5 hilfreich
    Re: Wie den psychischen Zustand bei Stress verbess

    Hallo Hanna,

    die hier geschilderten Probleme sind natürlich Dinge, die Du nicht ändern kannst (wie Krankheiten) - da heißt es dann nur "Augen zu und durch".

    Ich kenne dich aber nun schon etwas länger und glaube, daß das Problem bei Dir noch etwas anders ausschaut.

    Du hast schon öfter im Plauderbrett geschrieben: "Ich hab ja sooo viel zu tun"... und in den meisten Fällen schildertest Du dann Dinge, bei denen ich dachte: "Selbst schuld". Tut mir leid, wenn das jetzt hart klingt, aber Du neigst dazu, Dir immer und wieder Arbeit aufzuhalsen.

    Daß Du mit all Deinen Kindern jede Menge Arbeit hast, ist klar. Mußt Du dann aber auch noch Mutti für so viele andere spielen?

    versteh mich nicht miß - von den jetzt gerade auftretenden Krankheiten spreche ich nicht. Nur von all dem anderen, zu dem Du Dich immer wieder breitschlagen läßt. Du kochst nicht nur für Deine Familie, sondern auch immer wieder auf irgendwelchen Veranstaltungen für Dutzende von Leuten, organisierst Treffen, bastelst, engagierst Dich hier und dort und da... und irgendwann ist es einfach zu viel. Vor allem dann, wenn, wie es jetzt passiert ist, dann wirkliche Probleme in der Familie zusammenkommen.

    Du bist müde, Hanna? Du hast das Recht, müde zu sein. Wenn es nicht mehr klappt, dann sag es doch einfach mal: "Ich kann nicht mehr. Jetzt bin ich dran".

    Warum läßt Du es zu, immer wieder überfordert zu werden? Das ist eine ernsthafte frage, ich kann es nicht beurteilen. Brauchst Du die Anerkennung, das Gefühl, unverzichtbar zu sein, kompensierst Du etwas damit, das Dir fehlt? Das kannst Du Dir nur selbst beantworten.

    Anstatt Dich jetzt zu fragen, wie Du wieder nur einwandfrei für Deine Familie funktionieren kannst, frage Dich lieber mal, was sie für Dich tun können. Im schlimmsten Fall steig mal für ein oder zwei Wochen aus. Ja, Du wirst jetzt sagen "Das geht nicht, sie brauchen mich!" Aber Du wirst sehen: Es geht doch. Und Dir würde es ganz sicher gut tun.

    Nur ein paar Anregungen, und nicht böse gemeint, das weißt Du, nicht wahr? :)

    Liebe Grüße, Nike



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