Hallo Matthias!
in der psychiatrie werden doch (manchmal) medikamente gegeben
um bestimmte krankheiten zu lindern/kurieren/etc.
Ziemlich häufig sogar (Neuroleptika, Antidepressiva usw. usf.)
meines wissens nach soll es bei gewissen krankheiten ein
zuwenig an bestimmten botenstoffen, etc. im gehirn geben
(vergleichbar parkinson).
Ja, richtig. Bei Schizophrenie z.B. Dopamin (aber Überschuß). Bei Depression Serotonin.
wie kommt es dazu dass zuwenig davon da ist??
Immer noch ein Rätsel. Es gibt zwar Ansätze (Genetik z.B.), aber:
Nichts genaues weiß man nicht.
kann man über "psychische" beeinflussung dies ausgleichen?
Klar. Nennt sich Psychotherapie und liegt in den verschiedensten (und kuriosesten) Formen vor. Bei einigen Störungen hilft Psychotherapie (v.a. VT; auch wenn manche das von Psychotherapie abgrenzen) genau so gut wie Medikamente (z.B. bei Depression, Angststörungen), jedoch werden meistens Medikamente und Psychotherapie zusammen als Behandlung eingesetzt (ich spreche von klinischen Patienten).
Bei manchen Störungen hilft aber alles nix und die medikamentöse Behandlung muß sein (z.B. Schizophrenie ohne Neuroleptika zu behandeln, ist ein Kunstfehler - sagen die meisten Psychiater).
(daher auch die hohe erfolgsrate von placebo), d.h. kann man
rein "mental" die neurone, etc. dazu bringen wieder mehr
dieser stoffe zu produzieren?
Ja, aber schwierig. Denn die Nervenzellen machen´s bei nicht Gestörten ja auch, wenn sie richtig stimuliert werden. Das Problem ist nur, daß bei schweren Störungen normale Stimulation nicht (immer) ausreichend ist, weil z.B. Gendefekte oder sonstige ungeklärte Ursachen für die Störung der Hirnchemie verantwortlich sind.
Grüße,
Oliver