Wozu braucht die Jugend Idole?

hi,

vielleicht eine ganz einfache Frage, aber ich denke, sie hat eine tiefe Antwort, die mir selbst nicht einfällt.

Wozu braucht die Jugend Idole?

cu
yose

Hallo Josemite

Wozu braucht die Jugend Idole?

Ganz einfache Antwort!
Idole sind nichts anderes als Vorbilder! Diese widerum sind nichts anderes als Leitfäden. Kinder Jugendliche (und auch Erwachsene) brauchen diese Leitfäden um Unsicherheiten abbauen zu können. Das Bedürfnis nach Sicherheit wird hier befriedigt.
Im Übrigen ist die beste Erziehung, die einem Kind angedacht werden kann, sich selbst zum Vorbild zu erziehen.
*Verlange von einem Kind niemals das, was Du selbst nicht kannst!*
Die tiefere Bedeutung findest Du in diesem Satz.

lieben Gruß,
Fionny

gibts da auch irgendwelche vertiefenden Texte im Internet drüber?

vielleicht hier?
hallo yosemite1,

zum Beispiel hier:
http://www.uni-frankfurt.de/fb09/kunstpaed/indexweb/…
http://www.hausfrauenseite.de/kinder/idole.html
http://morgenpost.berlin1.de/archiv2001/010924/jugen…
bei google unter „idole der jugendlichen“ gefunden.

viele Grüße
claudia

Hi yosemite1
Wozu brauchen wir Alle Idole?
Ich behaupte, die brauchen wir.
Gruß
Rainer

Noch ein Link
Hi Yose,

hier ist noch ein interessanter Link:

http://www.boniweb-karben.de/firmung/Gruppe4/idole.htm

Liebe Grüße, Nike

Idol-Begriff(e?)
Hallo,

vielleicht ist es ja ein wenig offtopic, aber ich vermute, dass hier eine schleichende Sprachverschlampung Fuß gefasst hat.
Denn Vorbilder brauchen wir in der Tat, Idole jedoch - wenn man den Begriff richtig verwendet - nicht.

Ein Idol ist seit der Antike und später insbesondere bei Francis Bacon nicht der Begriff für ein Vorbild, sondern der Begriff für ein Trug bild, ein Götze, der blind verehrt wird.

Dem Idol liegt also ein Vorurteil zugrunde, dem Vorbild ein Ideal.

Eine Gleichsetzung scheint mir hier nicht angebracht.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Fragen
Hallo fionny!

Wozu braucht die Jugend Idole?

Ganz einfache Antwort!
Idole sind nichts anderes als Vorbilder! Diese widerum sind
nichts anderes als Leitfäden. Kinder Jugendliche (und auch
Erwachsene) brauchen diese Leitfäden um Unsicherheiten abbauen
zu können. Das Bedürfnis nach Sicherheit wird hier befriedigt.

Es kommt noch etwas hinzu, wenn Du mir die Anmerkung gestattest. Idole, Vorbilder sind identitätsstiftend. Man kann sich den Vorbildern anschließen, versuchen, ein ähnliches Verhalten wie das ihrige zu zeigen. Das ist sicherlich ein positiver Aspekt der Vorbilder. Problematisch ist es jedoch, wenn die Vorbilder blind imitiert werden und keine kritische Auseinandersetzung mit ihnen stattfindet. Denn dann hat man keine eigene Identität, sondern ahmt die des Vorbilds nach. Das halte ich jedoch für problematisch (Beispiel: „Führer befiehl, wir folgen.“).

Im Übrigen ist die beste Erziehung, die einem Kind angedacht
werden kann, sich selbst zum Vorbild zu erziehen.

Schwierig, schwierig. Entwicklung besteht doch auch in dem Hinauswachsen über sich selbst. Wenn ich meinen momentanen Status als mein Vorbild nehme, bleibt dann nicht der Status quo erhalten?

*Verlange von einem Kind niemals das, was Du selbst nicht
kannst!*

Gegenbeispiel: Sollte ein Krimineller nicht darauf hinwirken, daß sein Kind nicht die gleichen „Fehler“ macht, wie er selbst? So nach dem Motto: Papi war ein schlechtes Vorbild. Er hat daraus gelernt.

Herzliche Grüße,

Oliver

Hallo Oliver,

Es kommt noch etwas hinzu, wenn Du mir die Anmerkung
gestattest.

natürlich! *g*

Idole, Vorbilder sind identitätsstiftend. Man kann
sich den Vorbildern anschließen, versuchen, ein ähnliches
Verhalten wie das ihrige zu zeigen. Das ist sicherlich ein
positiver Aspekt der Vorbilder. Problematisch ist es jedoch,
wenn die Vorbilder blind imitiert werden und keine kritische
Auseinandersetzung mit ihnen stattfindet. Denn dann hat man
keine eigene Identität, sondern ahmt die des Vorbilds nach.
Das halte ich jedoch für problematisch (Beispiel: „Führer
befiehl, wir folgen.“).

Womit wir bei den Herdentrieb wären! Vieles in Bezug auf Jugendliche läuft scheinbar darauf hinaus! *Man* will ja *in* sein (dazugehören). Trotzdem bestehen sie auf Einzigartigkeit! Sie erwarten schlichtweg von ihrer Umgebung erkannt zu werden, trotzdem daß sie scheinbar alle in einer Uniform stecken. Sie wollen das ihr individuelles Wesen akzeptiert wird. Um das zu provozieren lassen sie sich lauter Verrücktheiten einfallen oder übernehmen diese von *Idolen* (gleich Vorbilder. Die Sprache der Jugend ist nun mal eine andere).
Hier findest Du dann gleich drei Bedürfnisse, die befriedigt werden.
Schutz der Gruppe und Zugehörigkeit , individuelle Entwicklung.
Um sich kritisch mit etwas auseinander setzen zu können, brauchen sie widerum Vorbilder (z.B. Gepräch mit einer Vertrauensperson, die gelernt hat, sich auf sachlicher Ebene kritisch zu äußern). Das Imitationslernen spielt auch hier eine große Rolle.

Im Übrigen ist die beste Erziehung, die einem Kind angedacht
werden kann, sich selbst zum Vorbild zu erziehen.

Schwierig, schwierig. Entwicklung besteht doch auch in dem
Hinauswachsen über sich selbst. Wenn ich meinen momentanen
Status als mein Vorbild nehme, bleibt dann nicht der Status
quo erhalten?

Wenn ich das Vorbild lebe stets ehrlich zu sein, ist es noch lange keine Garantie dafür, daß mein Kind nicht irgendwann lügt (wird es bestimmt, es muß sich schließlich erproben und an eigenen Fehlern lernen), aber, ich halte die Tür auf. Es kann zurück kommen und offen und ehrlich über das, was es falsch gemacht hat reden (so wie es ihm ja vorgelebt wurde, lernen durch Imitation). Und daraus lernt es widerum!

*Verlange von einem Kind niemals das, was Du selbst nicht
kannst!*

Gegenbeispiel: Sollte ein Krimineller nicht darauf hinwirken,
daß sein Kind nicht die gleichen „Fehler“ macht, wie er
selbst? So nach dem Motto: Papi war ein schlechtes Vorbild. Er
hat daraus gelernt.

Wenn er daraus gelernt hat, Ok. Dazu muß er allerdings offen und ehrlich Farbe bekennen! Er zeigt dem Kind auf, wie aus Fehlern gelernt werden kann. Somit ist er ein gutes Vorbild, vorausgesetzt natürlich, er verfolgt seine kriminelle Laufbahn nicht heimlich und das Kind kommt irgendwann dahinter.
Wir können unseren Kindern und Jugendlichen offen und ehrlich sagen, welche Fehler wir machten und was wir daraus gelernt haben. Wir können zu unseren Schwächen offen stehen.
Kennst Du das? *Der Apfel fällt nicht weit vom Baum*, *Werde erwachsen bevor Deine Kinder es sind*? Diese Sätze haben die tiefere Bedeutung der Selbserziehung! Erziehe Dich selbst zum Vorbild, damit Dein Kind Verhaltensbilder bekommt!

ganz lieben Gruß,
Fionny

Hallo Thomas,

vielleicht ist es ja ein wenig offtopic, aber ich vermute,
dass hier eine schleichende Sprachverschlampung Fuß gefasst
hat.

Ist nicht off topic, es gehört dazu!

Denn Vorbilder brauchen wir in der Tat, Idole jedoch - wenn
man den Begriff richtig verwendet - nicht.

Jugendliche haben ihre eigene Sprache! Übersetzt heißt Idol Vorbild, es ist nichts anderes damit gemeint. Idol hört sich halt *schicker* an! Und wirkt noch *cooler*, wenn es englisch ausgesprochen wird! Wer *Vorbild* sagt, ist nun mal nicht *in*.
Merkst Du jetzt, warum ich gleich setze und warum ich *auch Erwachsene* in Klammern setzte?

Ein Idol ist seit der Antike und später insbesondere bei
Francis Bacon nicht der Begriff für ein Vorbild, sondern der
Begriff für ein Trug bild, ein Götze, der blind
verehrt wird.

Dem Idol liegt also ein Vorurteil zugrunde, dem Vorbild
ein Ideal.

Beides, sowohl Vorbild als auch Idol, kann negativ oder positiv besetzt sein! Denke mal nur an die Religionen!

Eine Gleichsetzung scheint mir hier nicht angebrach

Jetzt doch? Ich meine sogar, daß mitlerweile ein Duden erschienen ist, der die Jugendsprache übersetzt.

lieben Gruß,
Fionny

Sehr guter Hinweis, danke! (fast oT)
Mönsch, das hatte ich mal im Religionsunterricht gelernt, aber wieder völlig vergessen. :smile: Toll, und dankeschön!

LG, Nike

Hallo,

Jugendliche haben ihre eigene Sprache!

das ist kein Grund, sie zu übernehmen.

Übersetzt heißt Idol Vorbild

Nein, nicht ganz. „eidos“ ist schlicht das „Bild“ im Sinne von Ab bild, nicht von Vor bild.

Beides, sowohl Vorbild als auch Idol, kann negativ oder
positiv besetzt sein! Denke mal nur an die Religionen!

Begriffsgeschichtlich betrachtet ist das nicht richtig, das gilt auch in den Religionen.

Jetzt doch? Ich meine sogar, daß mitlerweile ein Duden
erschienen ist, der die Jugendsprache übersetzt.

Es reicht mir ja, wenn sich der Sprachbenutzer im Klaren darüber ist, dass er den Begriff „neu“ definiert.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Thomas,

Jugendliche haben ihre eigene Sprache!

das ist kein Grund, sie zu übernehmen.

Tu ich nicht, ich übersetze nur!

Übersetzt heißt Idol Vorbild

Nein, nicht ganz. „eidos“ ist schlicht das „Bild“ im Sinne von
Ab bild, nicht von Vor bild.

Ein gutes Negativ ist ein Abbild, das dem Vorbild (dem Original) entspricht. Wir sind in der Fototechnik heute schon so weit, daß kein Unterschied mehr erkennbar ist! Wenn Du jetzt hinzuziehst, daß Jugendliche häufig in Metapher sprechen, hast Du die Verbindung.

Beides, sowohl Vorbild als auch Idol, kann negativ oder
positiv besetzt sein! Denke mal nur an die Religionen!

Begriffsgeschichtlich betrachtet ist das nicht richtig, das
gilt auch in den Religionen.

Mag sein. Wenn ich Jugendliche verstehen will, muß ich ihre Art sich auszudrücken, übersetzen und da hilft mir ein Lexikon nur wenig. Viele Begriffe sind Ausdruck ihrer Gefühlswelt und da kann ich nur verstehen, wenn ich mich in diese Welt des Ausdruckes hinein finde.

Es reicht mir ja, wenn sich der Sprachbenutzer im Klaren
darüber ist, dass er den Begriff „neu“ definiert.

Sie bekommen das Wissen darüber in den Schulen und von den Erwachsenen ihres Umfeldes vermittelt. Aber glaubst Du, das schert sie?
Und was mich betrifft, ich definiere nicht neu, die Neudefinierung ist schon da!

lieben Gruß,
Fionny

ps.: Es gibt bestimmt auch ganz viele Links über das Thema!

hi,
:
:
Wozu braucht die Jugend Idole?
:
Eigentlich braucht man sie nicht! Aber man hat sie dennoch vom
Tag der Geburt an (Idol ist - wie Thomas M. schrieb auch falsch
ausgesprochen, sondern Ideale). Jeder Vater/Mutter versucht, seine Ideale an die Kinder weiter zu
vermitteln, was den Umgang mit Jugendlichen mitunter sehr schwierig gestaltet, da die Jugend auf der Suche nach ihren Idealen ist, nicht nach d e m Ideal. Und wir alle müssen früher oder später (im besten Fall manchmal auch nicht zutreffend) feststellen, daß unsere Ideale nur Idealvorstellungen sind. So gesehen nimm die Deinen als treibende Kraft, etwas im Leben zum positiven zu verändern. Die meisten Ideale sind in uns, entwickelt aus Erfahrungen, so werden Vorstellungen manchmal wahrhaftig. Und wenn das dann nicht ideal ist, weiss ich auch nicht…:smile:

Herzl. Gruß
hd

Noch mal ich
Hallo noch mal!

Ich stimme Dir in allen wesentlichen Punkten zu.

*Man* will ja *in* sein (dazugehören). Trotzdem bestehen sie auf
Einzigartigkeit! Sie erwarten schlichtweg von ihrer Umgebung erkannt : zu werden,trotzdem daß sie scheinbar alle in einer Uniform stecken.

Das Paradoxon unserer Tage! Ich sehe es genauso und in dieser Art der Identitätsfindung eine enorme Veränderung gegenüber der Zeit, als die deutsche Gesellschaft noch in festgefügtere Kategorien aufgeteilt war. Zur Zeit des Kaiserreichs z.B. da war man was als Bürgerlicher, wenn man Leutnant der Reserve war. Das war eine Sache, mit der man sich identifizieren konnte und die einem hohes gesellschaftliches Ansehen verschaffte (bitte nicht so verstehen, als trauerte ich speziell dieser Tatsache oder diesen Tagen nach!). Heute dagegen ist es nur nicht so leicht, gesellschaftliches Ansehen zu gewinnen, wenn man „nur“ Mitglied in einer Gruppe ist.

Sie wollen das ihr individuelles Wesen akzeptiert wird.

Zustimmung: Es wird ja auch von ihnen gefordert, anders zu sein, aber auch nicht zu viel: „Innovation bei Konformität“ ist wohl die Forderung unserer Tage. Oder noch paradoxer formuliert: Sei anders ähnlich und ähnlich anders!

Um das zu provozieren lassen sie sich lauter Verrücktheiten einfallen : oder übernehmen diese von *Idolen* (gleich Vorbilder. Die Sprache der
Jugend ist nun mal eine andere).

Zustimmung (aus dem Begriffsstreit halte ich mich raus, weil ich ihn für unfruchtbar halte. Mir geht´s mehr um die Sache: Und da ist´s mir gleich, ob man Vorbild oder Idol sagt).

Hier findest Du dann gleich drei Bedürfnisse, die befriedigt
werden.
Schutz der Gruppe und Zugehörigkeit ,
individuelle Entwicklung.

Das ist schon richtig. Jedoch würde ich die Vereinbarkeit der drei Bedürfnisbefriedigungen differenziert sehen:

Schutz erhält man in einer Gruppe, wenn man ihr angehört. Aber individuelle Entwicklung ist insofern begrenzt, als daß man sich nur innerhalb der Gruppennormen entwickeln kann. Tut man es nicht, dann läuft man Gefahr aus der Gruppe, ausgeschlossen zu werden oder selbst auf die Idee zu kommen, aus ihr auszutreten. Weil mit einem Verlust der Gruppenzugehörigkeit auch Nachteile (u.a. Verlust des Schutzes ) verbunden sind, wird schon dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Entwicklung weg von der Gruppe erschwert (hier wirken natürlich noch andere Faktoren, z.B.: Wenn man in einer Gruppe ist, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, auf differenzierte gruppenfremde Gedanken zu stoßen, die notwendig sind, um sich kritisch mit dem Verhalten in der eigenen Gruppe auseinanderzusetzen. Stichwort: group think.).

Um sich kritisch mit etwas auseinander setzen zu können,
brauchen sie widerum Vorbilder (z.B. Gepräch mit einer
Vertrauensperson, die gelernt hat, sich auf sachlicher Ebene
kritisch zu äußern).

Ja, unter anderem brauchen sie Vorbilder.

Das Imitationslernen spielt auch hier eine
große Rolle.

Klar: Imitationslernen hat „gute“ und „schlechte“ Seiten (normativ, nicht rein deskriptiv betrachtet).

Wenn ich das Vorbild lebe stets ehrlich zu sein, ist es noch
lange keine Garantie dafür, daß mein Kind nicht irgendwann lügt
(wird es bestimmt, es muß sich schließlich erproben und an
eigenen Fehlern lernen), aber, ich halte die Tür auf. Es kann
zurück kommen und offen und ehrlich über das, was es falsch
gemacht hat reden (so wie es ihm ja vorgelebt wurde, lernen
durch Imitation). Und daraus lernt es widerum!

Stimme zu.

*Verlange von einem Kind niemals das, was Du selbst nicht
kannst!*

Gegenbeispiel: Sollte ein Krimineller nicht darauf hinwirken,
daß sein Kind nicht die gleichen „Fehler“ macht, wie er
selbst? So nach dem Motto: Papi war ein schlechtes Vorbild. Er
hat daraus gelernt.

Wenn er daraus gelernt hat, Ok. Dazu muß er allerdings offen und
ehrlich Farbe bekennen! Er zeigt dem Kind auf, wie aus Fehlern
gelernt werden kann. Somit ist er ein gutes Vorbild,
vorausgesetzt natürlich, er verfolgt seine kriminelle Laufbahn
nicht heimlich und das Kind kommt irgendwann dahinter.
Wir können unseren Kindern und Jugendlichen offen und ehrlich
sagen, welche Fehler wir machten und was wir daraus
gelernt haben. Wir können zu unseren Schwächen offen stehen.
Kennst Du das?

Ob ich was kenne? Zu meinen Schwächen stehen? Schon, auch wenn´s nicht immer leicht fällt. Oft ist es so, daß aus den Schwächen Verhalten resultiert, daß mir - bei schweren „Vergehen“ (rein subjektiv betrachtet: Was für den einen ein Kavaliersdelikt sein mag, kann für den anderen ein schwerer Fehler sein) - hinterher Leid tut. In der Regel ist Aufrichtigkeit besser als Vertuschung. (Für diejenigen LeserInnen, die anders denken: Die anderen bekommen die Vertuschung doch mit, auch wenn sie´s nicht immer offen zeigen. Langfristig sieht´s dann düster aus, wenn man nicht an sich selbst arbeiten will.)

*Der Apfel fällt nicht weit vom Baum*, *Werde
erwachsen bevor Deine Kinder es sind*? Diese Sätze haben die
tiefere Bedeutung der Selbserziehung!

Interessant! Ich dachte immer, der erste Spruch hätte nur was mit ähnlichen Verhaltensweisen von Verwandten zu tun. Allerdings kommt ähnliches Verhalten von Kindern zu einem großen Teil sicherlich vom Verhalten der Eltern (Modelllernen) und deshalb ist es natürlich gut, sich selbst zum Vorbild zu erziehen. Wirklich interessante neue Sichtweise dieses Spruches, die Du bei mir angeregt hast!

Erziehe Dich selbst zum
Vorbild, damit Dein Kind Verhaltensbilder bekommt!

Zustimmung und Ergänzung/Erweiterung:

„Handle so, daß die Maxime Deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne“ (Kants kategorischer Imperativ).

„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten“ (Mt, 7,12).

In diesem Sinne:

Herzliche Grüße,

Oliver

Hallo Du, *g*

Ich stimme Dir in allen wesentlichen Punkten zu.

*handreich* ich Dir auch…

*Man* will ja *in* sein (dazugehören). Trotzdem bestehen sie auf
Einzigartigkeit! Sie erwarten schlichtweg von ihrer Umgebung erkannt : zu werden,trotzdem daß sie scheinbar alle in einer Uniform stecken.

Das Paradoxon unserer Tage!

Nur unserer Tage, wann fingen sie an? Mit dem Rock, mit dem Jazz? Mit dem Radio? Mit der Jeans? War es versteckte Revolution der Jugend, die heute offen demonstriet wird? Ich finde es nicht so paradox, darauf hinzuweisen, daß äußeres lediglich Zugehörigkeit zeigt und die inneren Werte (das Wesen) beachtet werden soll. *ganzleiseflüster* wir gehen schließlich in das Zeitalter des Wassermannes!

Zustimmung: Es wird ja auch von ihnen gefordert, anders zu
sein, aber auch nicht zu viel: „Innovation bei Konformität“
ist wohl die Forderung unserer Tage. Oder noch paradoxer
formuliert: Sei anders ähnlich und ähnlich anders!

Gefällt mir der Satz…und ab in die Schatztruhe!

Ist es nicht so, daß *jede* Gruppengemeinschaft ein Ziel hat, dem alle folgen? Trotzdem kann jeder individuell sein und bleiben, das kann die Gruppendynamik nur fördern!

Das ist schon richtig. Jedoch würde ich die Vereinbarkeit der
drei Bedürfnisbefriedigungen differenziert sehen:

Schutz erhält man in einer Gruppe, wenn man ihr
angehört. Aber individuelle Entwicklung ist
insofern begrenzt, als daß man sich nur innerhalb der
Gruppennormen entwickeln kann. Tut man es nicht, dann
läuft man Gefahr aus der Gruppe, ausgeschlossen zu werden oder
selbst auf die Idee zu kommen, aus ihr auszutreten. Weil mit
einem Verlust der Gruppenzugehörigkeit auch Nachteile (u.a.
Verlust des Schutzes ) verbunden sind, wird schon
dadurch die Wahrscheinlichkeit einer Entwicklung weg von der
Gruppe erschwert (hier wirken natürlich noch andere Faktoren,
z.B.: Wenn man in einer Gruppe ist, ist die Wahrscheinlichkeit
geringer, auf differenzierte gruppenfremde Gedanken zu stoßen,
die notwendig sind, um sich kritisch mit dem Verhalten in der
eigenen Gruppe auseinanderzusetzen. Stichwort: group think.).

Da sich eine Gruppe erst einmal durch gemeinsame Interessen zusammen findet, ist eine Ähnlichkeit des Einzelnen mit den anderen Mitgliedern von vornherein gegeben. Aus psychologischer Sicht hast Du recht, was normales Gruppenverhalten betrifft. Trotzdem habe ich zu den Jugendgruppen von heute ein anderes Gefühl. Irgend etwas verändert sich da. Anlehnung, Anpassung, Unterordnung ist aus meinen Beobachtungen heraus nicht mehr besonders gefragt. Eher aber der geistige Austausch und Einbringen von Gedankengut. Die Werte werden anders gesteckt. Diskussionen über Lebensfragen geführt und zur Not wird der von der Gruppe gesteckte Umgangston auch mal zur Eskalation gebracht. Anerkennung gewinnt der Einzelne nur durch hohe Leistung im Interessengebiet oder durch seine Persönlichkeit! Natürlich hat jede Gruppe (wie das gesellschaftliche Leben überhaupt) auch heute noch erzieherische Funktionen.

*Verlange von einem Kind niemals das, was Du selbst nicht
kannst!*

Ob ich was kenne? Zu meinen Schwächen stehen? …

Die Wahrhaftigkeit ist immer erstrebenwert!

Kennst Du das?

bezog sich auf die Sternchensätze! *Verlange von einem Kind…* kannst Du dazu packen. Ebenso *Erwarte nie etwas, was Du selbst nicht bringen kannst*

*Der Apfel fällt nicht weit vom Baum*, *Werde
erwachsen bevor Deine Kinder es sind*? Diese Sätze haben die
tiefere Bedeutung der Selbserziehung!

Interessant! Ich dachte immer, der erste Spruch hätte nur was
mit ähnlichen Verhaltensweisen von Verwandten zu tun.
Allerdings kommt ähnliches Verhalten von Kindern zu einem
großen Teil sicherlich vom Verhalten der Eltern (Modelllernen)
und deshalb ist es natürlich gut, sich selbst zum Vorbild zu
erziehen. Wirklich interessante neue Sichtweise dieses
Spruches, die Du bei mir angeregt hast!

Ja, er wird meist negativ angewandt. Schade.
Was lustiges?
Als ich den Baum umwanderte traf ich den kleinen Apfel. Er sah mich neckig an und meinte „Hey, ich kann nichts dazu, daß ich so bin, der Baum hat mich so geformt. Aber gib mir Zeit, Du wirst sehen, ich werde viel schöner und stärker als mein Vorbild, das da vor mir steht! Ich sehe ja wo er falsch gewachsen ist *kicher*“

sorry, mußte mal sein :wink:

Erziehe Dich selbst zum
Vorbild, damit Dein Kind Verhaltensbilder bekommt!

Zustimmung und Ergänzung/Erweiterung:

„Handle so, daß die Maxime Deines Willens jederzeit zugleich
als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne“
(Kants kategorischer Imperativ).

„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!
Darin besteht das Gesetz und die Propheten“ (Mt, 7,12).

Erkenne ich da meinen Erkenntnissatz?

sei auch Du mir herzlich gegrüßt,
Fionny