Zusammenhang zwischen Alkoholismus und Eß-Sucht

Hi,

erst mal: Schönes Neues für Alle :smile:))

Und dann Hiiiilfe. Ich habe mich da in eine Diskussion verstrickt und wir kommen nicht mehr weiter. Es geht darum, ob und in wie weit Eßstörungen/Eßsucht auf der einen und Alkoholismus auf der anderen Seite etwas miteinander zu tun haben oder nicht. Ob es da tatsächlich einen besonderen inneren Zusammenhang gibt. Medizinisch und/oder psychologisch.
Ich behaupte ja, weil ich einige Menschen kenne, die Probleme mit dem einen bekamen, als sie mit dem anderen aufhörten (in beide Richtungen). Aber ich habe keine „rationale“, „offizielle“ oder „wissenschaftliche“ Begründung dafür.
Wer kann mir was dazu sagen?

Im Internet finde ich nur Abhandlungen, die sich entweder mit dem einen oder anderen Problem befassen. Weiß jemand zufällig (oder absichtlich *g*) eine Quelle, in der beide Störungen zusammen betrachtet werden? In der vielleicht sogar genau diese Frage mal untersucht wurde?

Danke für Eure Hilfe! Und viele Grüße.
Minnimaus

Hallo,
also mit einer web-site kann ich dir leider nicht weiterhelfen, nur mit meiner meinung. Ich beschäftige und interessiere mich schon seit langem für psychologie. Im lauf der zeit habe ich mir meine eigne meinung gebildet. meiner meinung nach sind süchte austauschbar. so kann es also durchaus sein, wenn man das eine sein lässt, dass man mit dem andren anfängt. muss nicht, aber kann. es ist ja auch oft so, dass man plötzlich irgendwas andres hat… sei es rauchen, schokolade, oder sonst was. meiner meinung nach kann alles ein suchtmittel sein. es ist also durchausdenkbar, das man mit alkohol aufhört aber dafür mehr bzw. überhaupt raucht. es bleibt immer die frage was ist schneller schädlich. aber im endeffekt ist jedes suchtmittel schädlich. auch das internet… das ja auch ein bisserl süchtig machen kann.

genauso sehe ich das auch … wollte nur nicht schreiben „nachdem ich mit dem rauchen aufgehört hab, fing ich an zu essen“, denn rauchen ist ja nich = alkohol … andererseits sind die süchte (bei mir) absolut austauschbar und ich glaube, ohne mindestens eine sucht, kann ich gar nicht auskommen … ich rauche also nicht, esse dafür mehr (pendelt sich allerdings grad ein) und hänge unglaublich viel im internet rum … das allerdings auch schon, als ich noch rauchte … ich kenne niemanden, der nich mindestens 1 laster hat …
rauchen ist keine krankheit, so wie alkoholismus, dennoch steckt hinter der „Sucht“ immer auch die „Suche“, denn Sucht ist eine Ersatzbefriedigung … Wonach „gesucht“ wird, ist individuell verschieden …
lia

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wonach „gesucht“ wird, ist individuell
verschieden …
lia

hierzu doch ne einschränkung … gesucht wird imo nach den gleichen ‚dingen‘ (liebe, anerkennung, gemochtwerden), das formulieren aber sicher nicht alle so …

Hi,

erst mal: Schönes Neues für Alle :smile:))

Und dann Hiiiilfe. Ich habe mich da in
eine Diskussion verstrickt und wir kommen
nicht mehr weiter. Es geht darum, ob und
in wie weit Eßstörungen/Eßsucht auf der
einen und Alkoholismus auf der anderen
Seite etwas miteinander zu tun haben oder
nicht. Ob es da tatsächlich einen
besonderen inneren Zusammenhang gibt.
Medizinisch und/oder psychologisch.
Ich behaupte ja, weil ich einige Menschen
kenne, die Probleme mit dem einen
bekamen, als sie mit dem anderen
aufhörten (in beide Richtungen). Aber ich
habe keine „rationale“, „offizielle“ oder
„wissenschaftliche“ Begründung dafür.
Wer kann mir was dazu sagen?

Liebe Minnimaus!
Ein Running-Gag der Anonymen Alkoholiker sagt: Dummheit frißt, Intelligenz säuft. Aber das ist natürlich sarkastisch. Im Prinzip geht es ja nicht um das Sucht-mittel, sondern um die Sucht selbst. Das Mittel ist austauschbar: Wer es drauf anlegt kann auch auf Leitungswasser süchtig werden. Zu welchen Mittel man greift, hängt sehr von der sozialen Prägung, aber auch vom derzeitigen sozialen Milieu ab. Und im „normalen“ sozialen Milieu ist die Akzeptanz „normaler Suchtmittel“ wie Nikotin, Alkohol,Essen, TV oder Computer eben viel höher, als für anderen Scheiß.
Alles Gute, Gesundheit und ein langes Leben Christian