Trennung der Eltern

guten morgen,
ich erhoffe mir hier hilfe, ratschläge und erfahrungen, die ihr mit folgender problematik gemacht habt:

ein ehepaar hat einen 5 jährigen sohn, der sehr aufgeweckt, intelligent, stark, selbstbewußt und wißbegierig ist. ein sehr ausgeglichenes aufgewecktes kerlchen, dem man nichts vormachen kann. nun kommt es zur trennung der eltern. da der vater noch „zu hause“ wohnt, versuchen die eltern, soweit das geht, harmonisch miteinander umzugehen, was in der regel auch der fall ist. nun ist es aber so, daß der vater ausziehen wird, das kind bleibt bei der mutter und es wird langsam zeit, dem kind zu erklären, was passiert ist, warum papa auszieht.

wer von euch hat eine solche situation schon einmal duchlebt oder hautnah mitbekommen? wie kann die sachlage kindgerecht erklärt werden? worauf ist besonders zu achten?

nicht ganz unwichtig anzumerken, ist die tatsache, daß der vater die stadt nicht verlassen wird und das kind so oft sehen kann, wie er will. der mutter liegt viel daran, daß das innige vater-kind-verhältnis beibehalten wird und sich die beiden häufig sehen können.

so schlimm die sache für das kind auch sein kann/wird, gibt es doch auch sicher positive aspekte, die nicht außer acht gelassen werden können.
die eltern möchten sich in aller freundschaft trennen, ohne, daß gesetze das besuchsrecht regeln. auch wird keinesfalls passieren, daß das kind dazu benutzt wird, einem elternteil einen vorteil zu verschaffen oder gar daß man sich gegeneinander ausspielt.

wie, denke ihr, kann professionell mit der situation umgegangen werden?

ich danke euch im voraus

DEVI

Hallo Devi,

„profesionell“, wie Du es sagst, kann mit einer Scheidung niemals umgegangen werden. Mutter und vater sind auch Menschen, und werden sicher Fehler machen.

Aber es ist gut, daß sie sich fragen, wie sie es für das Kind am schmerzlosesten regeln können.

Ich bin selbst Scheidungskind und kümmere mich jetzt mit um die Tochter meines Freundes, die auch eine sehr böse Scheidung durchleben mußte. Aus der Erfahrung kann ich Dich - bzw. die Eltern des Jungen - nur um eines bitten: Macht dem Kind nichts vor! Ein Kind muß nicht mal so aufgeweckt sein, wie Du es beschreibst, um genau zu spüren, daß etwas nicht stimmt. Ich möchte mal wetten, daß der Kleine auch jetzt schon weiß, daß etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist - egal wie ruhig sich die Eltern verhalten. Insofern ist es für das Kind gut, wenn einer von beiden auszieht, damit Klarheit herrscht. Meine Eltern haben sehr lange noch zusammen gelebt, um mir die Trennung zu ersparen, was ein schlimmer Fehler war. Denn ich wußte , daß sie nicht mehr zusammen gehören, und konnte diese Familie nicht mehr richtig einordnen.

Daß beide sich in Freundschaft trennen wollen, macht vieles einfacher. Hoffentlich bleibt es dabei. Ich würde beiden Eltern raten, sich gemeinsam mit dem Kind zusammen zu setzen und ihm ehrlich zu erklären, was wirklich los ist. Ungefähr in der Art:

Mama und Papa haben herausgefunden, daß sie nicht mehr zusammen wohnen können, weil sie sich nicht mehr so lieb haben wie früher mal. Darum wird Papa in eine andere Wohnung ziehen. Das ändert aber nichts daran, daß wir beide Dich sehr, sehr lieb haben. Und deshalb wird Papa Dich auch ganz oft besuchen, und Du kannst ihn besuchen.

Möglicherweise wird der Kleine Fragen stellen, und niemand wird verhindern können, daß er traurig sein wird. Aber, bitte sag den Eltern: Kinder kann man nicht belügen. Sie spüren es. Wenn die Eltern ehrlich zu ihrem Kind sind und auch später nicht anfangen, an ihm herum zu zerren, ist es bestimmt das beste.

Liebe Grüße an Dich und die Eltern,
Nike

Hallo Devi,

Erfahrungsgemäß wissen Kinder vor ihren Eltern, daß es zur Trennung kommen wird. Kinder haben ein unheimliches Gespür für die Echtkeit der emotinalen Umgebung. Sie können es nicht einordnen und verdrängen natürlich. Ihnen unehrlich gegenüber zu treten kann das Vertrauen zerstören.
Liebe, Vertrauen und Schutz der Familie sind lebensnotwendige Bedürfnisse des Kindes, um sich entwickeln zu können!

… wie kann die sachlage kindgerecht
erklärt werden? worauf ist besonders zu achten?

Gefühle, Tränen und Trost gehört dazu! Eine sachliche Erklärung allein reicht nicht, es ist ein Prozeß, der gelebt werden muß. Das Kind wird sofort oder nach und nach Fragen stellen, es kann auch möglich sein, daß es sich erst einmal völlig in sich zurück zieht. Wichtig ist auf jeden Fall, daß es erfährt, daß beide Eltern weiterhin für das Kind da sein werden, es in seinen Gefühlen wahr nehmen und annehmen werden.
Ich würde dem Kind aus der geschilderten Situation heraus erklären, daß sich die Eltern jetzt so lieb haben, wie Freunde es tun und die ja nicht unbedingt zusammen leben (er hat sicherlich einen Freund, um vergleichen zu können?), sich aber von beiden Seiten zu der Liebe des Kindes nichts ändern wird, es zwar bei der Mutter wohnen bleibt, aber wann immer es möchte auch zum Vater kommen darf!

so schlimm die sache für das kind auch sein kann/wird, gibt es
doch auch sicher positive aspekte, die nicht außer acht
gelassen werden können.

Ja, daß Kind hat stets ein Elternteil ganz für sich allein (es braucht zumindest nicht gleich mit einem ev. Partner teilen), wodurch ihm eher die ganze Aufmerksamkeit gewidmet wird. Außerdem könnte mit dem Kind vereinbart werden, daß bestimmte Unternehmungen auch mit beiden Eltern stattfinden können! Nur müssen die dann auch wirklich stehen!

die eltern möchten sich in aller freundschaft trennen, ohne,
daß gesetze das besuchsrecht regeln. auch wird keinesfalls
passieren, daß das kind dazu benutzt wird, einem elternteil
einen vorteil zu verschaffen oder gar daß man sich
gegeneinander ausspielt.

Ich hoffe für das Kind und den Eltern, daß sie das schaffen!

wie, denke ihr, kann professionell mit der situation
umgegangen werden?

Professionell? Es gibt kein Rezept! Ehrlich sein, sich in das Kind einfühlen, es annehmen und für ihn da sein. Es jetzt ganz besonders lieb haben und fest in die Arme nehmen, damit es spürt, daß beide Eltern noch da sind! Auch die eigenen Gefühle zeigen und mit dem Kind gemeinsam den Weg der Trennung gehen!

Lieben Gruß,
Fionny

Hallo Devi,

vorab: ich wünsche euch die notwendige Gelassenheit und das Durchhaltevermögen, eure Trennung so freundschaftlich zu vollziehen, wie ihr euch das vorgenommen habt.

Meine Tochter war 4 als ich ausgezogen bin. Wir haben noch fast 5 Monate im gleichen Haus gelebt, da die Wohnungssuche sich hinzog. Ich bin mit ihr ausgezogen. Dabei haben wir die 5 Monate auch wirklich gut hinbekommen, allerdings war es ein riesiger Kraftakt, der sich unter anderem auch gelohnt hat, weil ich sonst zweimal in kürzester Zeit mit dem Kind einen Wohnungswechsel gehabt hätte, was sie noch mehr irritiert hätte.

Ich glaube, dass man Kinder in dieser Situation zwar bestmöglich unterstützen kann, allerdings nicht völlig schützen. Die Trennung und die Veränderungen betreffen ganz deutlich auch ihr Leben und deswegen ist es meiner Meinung nach wichtig, sie frühzeitig einzubeziehen. Natürlich nicht in Auseinandersetzungen, aber in die Planung und Gestaltung des zukünftig anderen Lebens.

Wichtigste Regel in den 5 Monaten war bei uns: wir haben dem Kind nicht heile Familie vorgespielt. Wir haben miteinander gesprochen und gegessen, aber gemeinsame Unternehmungen mit dem Kind Schritt für Schritt abgebaut. Sie wußte die ganze Zeit, dass wir demnächst nicht mehr zusammen leben. Aus ihren heutigen Kommentaren (jetzt 12) weiss ich, dass ihr das sehr geholfen hat, vor allem aber unsere Gespräche darüber, wieso sich Eltern aufhören können zu lieben und ob dass mit Kindern auch geht. Sprich wir haben ihre Angst davor, dass wir uns irgendwann von ihr trennen könnten, sie nicht mehr lieben könnten, immer wieder zum Thema gemacht, wenn zu erkennen war, dass sie sich damit beschäftigte. Und wir haben ihr auch erklärt, dass wir die Trennung nicht einfach so vollzogen haben, sondern lange versucht haben, doch einen gemeinsamen Weg zu finden. Auch unserer Traurigkeit hat sie erlebt.

Und ich habe sie zu den Wohnungsbesichtigungen mitgenommen, mit ihr gemeinsam überlegt, wie ihr Zimmer in unserer Wohnung aussehen könnte und auch, welche Sachen bei ihrem Vater bleiben und wie ihr Zimmer dort in Zukunft aussehen kann. Weil auch wir zum Glück uns so einigen konnten, dass sie jederzeit zu ihm geht, wenn die beiden Lust und Zeit füreinander haben, hat sie diesen Teil sogar als Bereicherung erlebt: 2 Zimmer! Außerdem wurde dadurch unterstrichen, dass sie kein Elternteil verliert.

Ich merke, dass dies eine Monsterantwort wird, wenn ich so weitermache…
Ach, da gibt es so viele Bereiche, die zu bedenken sind, aber am wichtigsten scheint mir der Aspekt, dass ein Kind sich so wenig wie überhaupt möglich ausgeliefert fühlt. Es ist definitiv abhängig von den Eltern und deren Entscheidungen, darf aber nicht das Gefühl von Beliebigkeit bekommen. Von daher scheint mir besonders wichtig, dass für ein Kind erkennbar ist, dass es zwar Bereiche gibt, die es nicht ändern kann, dafür aber andere, die deutlich auch von ihm mit gestaltet werden können und sollen.

Bei weiterem Austauschbedarf mail mich an.

Lieben Gruß
Sylvia

Kindliches Gespür
Hallo Sylvia,

Wichtigste Regel in den 5 Monaten war bei uns: wir haben dem
Kind nicht heile Familie vorgespielt.

Das ist meines Erachtens ein ganz wichtiger Aspekt. Und doch geschieht es immer wieder, bei viel zu vielen Trennungen und Scheidungen, daß genau das mit den Kindern passiert - meine Eltern haben sich getrennt, als ich 12 war, die Ehe war allerdings schon kaputt, als ich zwei war.

Meine Mutter, selbst kriegswaise und ohne Vater aufgewachsen, klammerte sich damals an den gedanken „Das Kind braucht einen Vater“.

In der Retrospektive kann ich sagen, daß ich schon mit 2 wußte, daß meine Eltern nicht „zusammen sind“. Ich bin sicher, daß es bei anderen Kindern genau so ist und habe das auch schon oft bei Kindern von Freunden selbst erlebt. Darum werde ich nicht müde, anderen Eltern immer wieder mitzuteilen, wie wenig solche „Liebeslügen“ einem Kind helfen - im Gegenteil. Daß Du und Dein Mann es geschafft haben, während Eurer Trennung dem Kind gegenüber ehrlich zu sein, finde ich bewundernswert.

Wollte ich nur mal sagen. :smile:

Liebe Grüße, Nike

Hallo Devi,

meine Tanja war bei der Trennung damals 9 Jahre und natürlich
nicht sehr glücklich darüber.
Wir haben mit ihr offen und ehrlich gesprochen, ihr erklärt daß
Ehepaare sich trennen können aber nie Elter sich von ihren
Kindern trennen. Mein Ex hat ca. zwei Monate noch bei uns gewohnt
und wir waren gemeinsam mit dem Kind auf Wohnungssuche.
Bei seinem Umzug haben wir eine kleine Einweihungsfeier gemacht
und Tanja konnte auch der Oma ihr neues Reich beim Papa zeigen.
Da wir beide keine neuen Partner hatten wurden auch Weihnachten
und Geburtstage in Familie wie gehabt bei mir gefeiert.
Die Geschenke gabs gemeinsam von den Eltern um keine Konkurenz
zu schaffen.
Als dann neue Partner dazukamen wurde auch mal gemeinsam ein
Gastgarten besucht oder ein Ausflug unternommen. Zu Weihnachten
schaute Papa nach der offiziellen Feier mit seiner Freundin
auf ein Stündchen vorbei.
Die Besuchsregelung wurde sehr locker gehandhabt und beide Seiten
durften in die andere Wohnung auf ein kurzes Pläuschchen.
Tanjas Wünsche wurden immer akzeptiert(nicht die Trotzreaktionen)
auch wenns nicht immer leicht war.
Bei Schulauftritten waren wenn möglich immer beide Eltern da.
Bei uns hat die ganze Familie einschließlich Tanten, Onkeln mitgeholfen es für Tanja so leicht wie möglich zu machen.
Wenn ihr Pate (arbeitet in der BRD) auf Besuch war und Tanja hatte Papawochenende wurde er halt dorthin eingeladen.

Das Kind soll nichts verlieren sondern neue Menschen dazugewinnen…es ist nicht leicht, aber es geht.

Liebe Grüße
Kerbi

Ich muss hier auch mal was einwerfen:
Meine Eltern haben sich getrennt als ich 11 war und ich hab die bis zu der Minute, in der mein Vater ausgezogen ist, ueberhaupt nicht gemerkt, dass was nicht stimmte (ungefaehr ein halbes jahrlang). Sowas gibt es auch, aber aus dieser Erfahrung hab ich auch gelernt, dass es Leute gibt, die unheimlich gute Schauspieler sind und dass man nie weiss, ob andere einem nur was vormachen. Nette Paranoia. :smile:

Ich fand es damals sehr wichtig, dass es Leute gab, die Normalitaet in mein Leben gebracht haben - mein bruder, mit dem ich mich ohne Worte verstehen, meine Tante und mein Onkel, die uns einen ganzen Sommer lang abgelenkt haben…
Ganz schlimm fand ich damals, von beiden Teilen ob bewusst oder unbewusst hin und her gerissen zu werden. Die Ungewissheit war aehnlich schlimm wie auch die Tatsache, beide Elternteile so dermassen schwach zu sehen und voellig auf sich selbst und den Schmerz, den sie empfinden.

gruss,
Psi

Hallo Kerbi, so hätte ich es auch gewollt…nur der meinige Papa hat (Zitat meiner Freundin) sich ein Schulding (sorry -kind):wink: zur Freundnin genommen (10. Klasse) hey, wie soll man das seiner im Weltbild ohnehin verworrenen Tochter von 10 Jahren nur erklären???

Hast Du da einen Rat, denn ich will keinen Krieg, habe aber auch keine Lust, mich ständig mit einer 18jährigen über meinen „Nochehemann“ zu unterhalten. Mein Sohn von fast 20 rastet hier auch langsam ob meiner Geduld mit den beiden Turteltauben aus, zumal er (also der Vater) 2 Kinder nicht verkraftet und seine Tochter dabei langsam aber sicher auf der Strecke bleibt…?

LG
d.

meine Tanja war bei der Trennung damals 9 Jahre und natürlich
nicht sehr glücklich darüber.
Wir haben mit ihr offen und ehrlich gesprochen, ihr erklärt
daß
Ehepaare sich trennen können aber nie Elter sich von ihren
Kindern trennen. Mein Ex hat ca. zwei Monate noch bei uns
gewohnt
und wir waren gemeinsam mit dem Kind auf Wohnungssuche.
Bei seinem Umzug haben wir eine kleine Einweihungsfeier
gemacht
und Tanja konnte auch der Oma ihr neues Reich beim Papa
zeigen.
Da wir beide keine neuen Partner hatten wurden auch
Weihnachten
und Geburtstage in Familie wie gehabt bei mir gefeiert.
Die Geschenke gabs gemeinsam von den Eltern um keine Konkurenz
zu schaffen.
Als dann neue Partner dazukamen wurde auch mal gemeinsam ein
Gastgarten besucht oder ein Ausflug unternommen. Zu
Weihnachten
schaute Papa nach der offiziellen Feier mit seiner Freundin
auf ein Stündchen vorbei.
Die Besuchsregelung wurde sehr locker gehandhabt und beide
Seiten
durften in die andere Wohnung auf ein kurzes Pläuschchen.
Tanjas Wünsche wurden immer akzeptiert(nicht die
Trotzreaktionen)
auch wenns nicht immer leicht war.
Bei Schulauftritten waren wenn möglich immer beide Eltern da.
Bei uns hat die ganze Familie einschließlich Tanten, Onkeln
mitgeholfen es für Tanja so leicht wie möglich zu machen.
Wenn ihr Pate (arbeitet in der BRD) auf Besuch war und Tanja
hatte Papawochenende wurde er halt dorthin eingeladen.

Das Kind soll nichts verlieren sondern neue Menschen
dazugewinnen…es ist nicht leicht, aber es geht.

Liebe Grüße
Kerbi

Hallo Dilarah,

Hallo Kerbi, so hätte ich es auch gewollt…nur der meinige Papa hat (Zitat meiner Freundin) sich ein Schulding (sorry -kind):wink: zur Freundnin genommen (10. Klasse) hey, wie soll man das seiner im Weltbild ohnehin verworrenen Tochter von 10 Jahren nur erklären???

Im Grunde genommen ist es egal wie alt die Freundin ist, eine
Tochter wird auch auf eine ältere Frau eifersüchtig reagieren.

Mein Ex liebt Tanja überalles, natürlich war er in seine
Freundin verliebt aber ich habe meinem Mädel erklärt daß
das eine andere Liebe ist als zu ihr. Das verstehen Kinder
sehr gut, der Partner wechselt aber das Kind bleibt.
Ich habe mit meinem Ex auch darüber gesprochen daß er mit dem
turteln vor seinem Kind vorsichtig sein soll wenn er möchte
das Tanja diese Frau akzeptiert.
Ich habe auch mit Tanja immer sehr viel gesprochen, ihr jedes
Gefühl das sie hatte erklärt, ihr auch immer versichert daß
sie z.B. eifersüchtig, wütend, traurig sein darf, daß das
normal ist und ich und ihr Papa diese Gefühle auch haben.
Papa ist eifersüchtig auf Mama wenn sein Mädel bei Mama ist und
Mama ist eifersüchtig auf Papa wenn sie mit ihm in Urlaub fährt.
Ich habe ihr aber auch immerwieder versichert daß man mit seinen
Gefühlen umgehen kann, daß neben dem traurig sein wenn sie nicht
bei mir ist auch eine Freude in mir ist wenn ich weiss sie
hat ihren Spaß, ihr geht es gut und sie ist mit ihrem Papa
glücklich.
Ich habe ihr gesagt daß ich die Zeit ohne ihr für
mich nütze, daß es mir auch Freude macht Dinge ohne ihr zu unternehmen und sie sich keine Sorgen machen muß um mich.
Wir haben uns immer viel zu erzählen was wir fühlen.

Hast Du da einen Rat, denn ich will keinen Krieg, habe aber
auch keine Lust, mich ständig mit einer 18jährigen über meinen
„Nochehemann“ zu unterhalten.

Du kannst ihr ja sagen daß dich das nicht interessiert oder
du erzählst ihr auch wie schön es damals mit euch war. Du
wirst doch mit so einem Grünschnabel fertig werden.*fg*

Es kam natürlich auch bei der Freundin meines Ex so einiges
rüber was mich geärgert hat.
Aber ich hatte ja 14 Jahre Vorsprung, ich kannte ihn sehr gut
in den verschiedenen Phasen…ich wußte ja was auf sie zukommt.
*boshaftgrins*
Ich bin nicht eine die schnell aufgibt und ich hatte mich
bewußt von meinem Mann getrennt, er hat viele gute Seiten
aber ich konnte mit seinen schlechten nicht mehr leben.
Ich habe mir immer gesagt SIE muß erst 14 Jahre schaffen und
davon 11 Jahre sehr glücklich dann gönn ichs ihr, naja und
die letzten 3 Jahre mit ihm gönn ich ihr noch viel mehr. *griens*

Mein Sohn von fast 20 rastet

hier auch langsam ob meiner Geduld mit den beiden Turteltauben
aus,

Wenn sie sich nicht benehmen können wirf die beiden aus deiner
Wohnung, sie tun deiner Tochter weh ! Sie sind bei dir und
ihr auf Besuch. Wenn deine Tochter beim Vater ist und sich nicht wohl fühlt wegen der Turtelei soll sie den Vater bitten sie
zu dir zu bringen. Die beiden haben genug Zeit für sich, also
sollen sie die kurze Zeit die sie mit deiner Tochter verbringen
Rücksicht nehmen.

zumal er (also der Vater) 2 Kinder nicht verkraftet und

seine Tochter dabei langsam aber sicher auf der Strecke
bleibt…?

Am Ende wird der Vater verlieren wenn er zu viele Fehler macht.

Hilf deiner Tochter die momentane Situation zu meistern, sag ihr
in ein-zwei Jahren wird sie immer noch seine Tochter sein aber
es ist ungewiss ob die 18Jährige dann noch seine Freundin ist.

Erkläre ihr, daß ihr auch öfter ein neues Computerspiel o.s.
ganz wichtig ist und sie stundenlang damit spielt aber nach
einiger Zeit doch wieder der knuddelige Teddy ihr Liebling ist.

Sag nichts über ihren Vater, frag sie wie sie sich fühlt. Sag ihr daß das was sie fühlt in Ordnung ist, auch negative Gefühle
sind normal. Frag deine Tochter wie du ihr helfen kannst, IHR nicht IHM. Sag ihr, sie kann ihren Vater ohneweiters bitten mal
alleine mit ihr was zu unternehmen, sie soll ihm sagen wie
schön das früher für sie war.

Wenn du mit dem Vater redest, mach ihm keine Vorwürfe sondern
sag ihm, daß du und dein Sohn und ev.dein Freund deiner Tochter helfen werden mit der Situation klar zu kommen. Versichere ihm,
daß du nicht gegen ihn intrigierst, aber auch nichts beschönigen
wirst und auch nicht für ihn lügen. Er muß das was er tut…oder nicht tut…selber vor seiner Tochter verantworten und die Folgen
auch tragen.

Wenn er es nicht schafft, seine neue Liebe und seine Tochter
unter einen Hut zu bringen ist das sein Problem nicht deines.

Deine Aufgabe ist, deiner Tochter zu helfen mit dem Kummer
fertig zu werden, sie abzulenken und ihr die schönen Seiten
des Lebens zu zeigen.

Glaub mir, meine Zusammenfassung über die Trennung und die Zeit
danach klingt im Rückblick toll und ich bin auch stolz darauf…aber nur weil ich weiss wie viel ich geschluckt habe,
wie wütend ich oft war oder auch verzweifelt, wieviel Geduld und Verständnis ich für alle Beteiligten gehabt habe…
aaaaber auch bekommen habe.
Ich hätte es sicher nicht geschafft wenn meine beste Freundin
und mein Schatz mir nicht auch ihre Geduld und ihr Verständis geschenkt hätten. Mir wird heute noch ganz warm, wenn ich an das „NaSpucksausLächeln“ denke wenn eine sogenannte Familienfeier vorbei war. Oft brauchte ich zwei-drei Stunden
Dauerschimpfen mit anschließendem „Durch den Kaukau ziehen“ bis mir leichter war.

So jetzt reichts aber für heute

Liebe Grüße
Kerbi

Hallo Du!

Ich habe gerade nicht alle Artikel in diesem Thread gelesen, dafür nimmt mich das Thema noch zu sehr mit, aber was ich mir damals gewünscht hätte wäre eine knallharte, nicht beschönigende Unterhaltung gewesen, so nach dem Moto:

Wir sind nicht mehr zusammen/verheiratet(ich kenne das Vokabular des fünfjährigen nicht).
Dein Vater wird ausziehen.
Er wird weit wegziehen, und dich nicht sehr oft sehen können.

Irgendetwas in dem Stil - das ist wesentlich weniger verletzend, als ein Gesrpäch, dass „das Kind nicht so sehr belastet“.
Diese Art von Gesprächen belastet nur die Eltern weniger.

Selbst ein normaler 5-jähriger, geschweige denn ein so aufgeweckter 5-jähriger wie du ihn beschreibst, wird längst gemerkt haben, was los ist, und sich sorgen machen.

Selbst wenn seine Eltern ihm JETZT SOFORT und in ALLER EHRLICHKEIT alles erzählen, wird sein Vertrauen einen Knacks davongetragen haben, weil er nicht verstehen wird, warum sie ihm nicht so sehr vertraut haben, das sie ihm das Anvertraut haben.
Auch wenn er „nur“ fünf - da kann man besonders viel Schaden anrichten.

Hoffe geholfen zu haben, Scrabz.

Hallo Du,

ich wußte nicht richtig drauf zu antworten. Weiß es im Grunde auch immer noch nicht. Es klingt vieles richtig und perfekt sogar u. ich danke wie immer für Deine Gedanken.
Aber man darf ja auch zugeben, mal keine Antwort zu haben…*g*?

I.M. kann ich mit einigen Situationen nicht so umgehen, wie ich
jahrelang konnte und hoffe, es bald wieder zu können.

Es ist das berühmte *alles auf einmal-Zusammenkommen*.
Man sieht (bildl. gesprochen) einfach kein Licht, egal, wie logisch man drüber nachdenkt.

Also hab Dank wie alle hier, bin halt ein nerviges Etwas…

d.

Hallo Kerbi, so hätte ich es auch gewollt…nur der meinige Papa hat (Zitat meiner Freundin) sich ein Schulding (sorry -kind):wink: zur Freundnin genommen (10. Klasse) hey, wie soll man das seiner im Weltbild ohnehin verworrenen Tochter von 10 Jahren nur erklären???

Im Grunde genommen ist es egal wie alt die Freundin ist, eine
Tochter wird auch auf eine ältere Frau eifersüchtig reagieren.

Mein Ex liebt Tanja überalles, natürlich war er in seine
Freundin verliebt aber ich habe meinem Mädel erklärt daß
das eine andere Liebe ist als zu ihr. Das verstehen Kinder
sehr gut, der Partner wechselt aber das Kind bleibt.
Ich habe mit meinem Ex auch darüber gesprochen daß er mit dem
turteln vor seinem Kind vorsichtig sein soll wenn er möchte
das Tanja diese Frau akzeptiert.
Ich habe auch mit Tanja immer sehr viel gesprochen, ihr jedes
Gefühl das sie hatte erklärt, ihr auch immer versichert daß
sie z.B. eifersüchtig, wütend, traurig sein darf, daß das
normal ist und ich und ihr Papa diese Gefühle auch haben.
Papa ist eifersüchtig auf Mama wenn sein Mädel bei Mama ist
und
Mama ist eifersüchtig auf Papa wenn sie mit ihm in Urlaub
fährt.
Ich habe ihr aber auch immerwieder versichert daß man mit
seinen
Gefühlen umgehen kann, daß neben dem traurig sein wenn sie
nicht
bei mir ist auch eine Freude in mir ist wenn ich weiss sie
hat ihren Spaß, ihr geht es gut und sie ist mit ihrem Papa
glücklich.
Ich habe ihr gesagt daß ich die Zeit ohne ihr für
mich nütze, daß es mir auch Freude macht Dinge ohne ihr zu
unternehmen und sie sich keine Sorgen machen muß um mich.
Wir haben uns immer viel zu erzählen was wir fühlen.

Hast Du da einen Rat, denn ich will keinen Krieg, habe aber
auch keine Lust, mich ständig mit einer 18jährigen über meinen
„Nochehemann“ zu unterhalten.

Du kannst ihr ja sagen daß dich das nicht interessiert oder
du erzählst ihr auch wie schön es damals mit euch war. Du
wirst doch mit so einem Grünschnabel fertig werden.*fg*

Es kam natürlich auch bei der Freundin meines Ex so einiges
rüber was mich geärgert hat.
Aber ich hatte ja 14 Jahre Vorsprung, ich kannte ihn sehr gut
in den verschiedenen Phasen…ich wußte ja was auf sie
zukommt.
*boshaftgrins*
Ich bin nicht eine die schnell aufgibt und ich hatte mich
bewußt von meinem Mann getrennt, er hat viele gute Seiten
aber ich konnte mit seinen schlechten nicht mehr leben.
Ich habe mir immer gesagt SIE muß erst 14 Jahre schaffen und
davon 11 Jahre sehr glücklich dann gönn ichs ihr, naja und
die letzten 3 Jahre mit ihm gönn ich ihr noch viel mehr.
*griens*

Mein Sohn von fast 20 rastet

hier auch langsam ob meiner Geduld mit den beiden Turteltauben
aus,

Wenn sie sich nicht benehmen können wirf die beiden aus deiner
Wohnung, sie tun deiner Tochter weh ! Sie sind bei dir und
ihr auf Besuch. Wenn deine Tochter beim Vater ist und sich
nicht wohl fühlt wegen der Turtelei soll sie den Vater bitten
sie
zu dir zu bringen. Die beiden haben genug Zeit für sich, also
sollen sie die kurze Zeit die sie mit deiner Tochter
verbringen
Rücksicht nehmen.

zumal er (also der Vater) 2 Kinder nicht verkraftet und

seine Tochter dabei langsam aber sicher auf der Strecke
bleibt…?

Am Ende wird der Vater verlieren wenn er zu viele Fehler
macht.

Hilf deiner Tochter die momentane Situation zu meistern, sag
ihr
in ein-zwei Jahren wird sie immer noch seine Tochter sein aber
es ist ungewiss ob die 18Jährige dann noch seine Freundin ist.

Erkläre ihr, daß ihr auch öfter ein neues Computerspiel o.s.
ganz wichtig ist und sie stundenlang damit spielt aber nach
einiger Zeit doch wieder der knuddelige Teddy ihr Liebling
ist.

Sag nichts über ihren Vater, frag sie wie sie sich fühlt. Sag
ihr daß das was sie fühlt in Ordnung ist, auch negative
Gefühle
sind normal. Frag deine Tochter wie du ihr helfen kannst, IHR
nicht IHM. Sag ihr, sie kann ihren Vater ohneweiters bitten
mal
alleine mit ihr was zu unternehmen, sie soll ihm sagen wie
schön das früher für sie war.

Wenn du mit dem Vater redest, mach ihm keine Vorwürfe sondern
sag ihm, daß du und dein Sohn und ev.dein Freund deiner
Tochter helfen werden mit der Situation klar zu kommen.
Versichere ihm,
daß du nicht gegen ihn intrigierst, aber auch nichts
beschönigen
wirst und auch nicht für ihn lügen. Er muß das was er
tut…oder nicht tut…selber vor seiner Tochter verantworten
und die Folgen
auch tragen.

Wenn er es nicht schafft, seine neue Liebe und seine Tochter
unter einen Hut zu bringen ist das sein Problem nicht deines.

Deine Aufgabe ist, deiner Tochter zu helfen mit dem Kummer
fertig zu werden, sie abzulenken und ihr die schönen Seiten
des Lebens zu zeigen.

Glaub mir, meine Zusammenfassung über die Trennung und die
Zeit
danach klingt im Rückblick toll und ich bin auch stolz
darauf…aber nur weil ich weiss wie viel ich geschluckt
habe,
wie wütend ich oft war oder auch verzweifelt, wieviel Geduld
und Verständnis ich für alle Beteiligten gehabt habe…
aaaaber auch bekommen habe.
Ich hätte es sicher nicht geschafft wenn meine beste Freundin
und mein Schatz mir nicht auch ihre Geduld und ihr Verständis
geschenkt hätten. Mir wird heute noch ganz warm, wenn ich an
das „NaSpucksausLächeln“ denke wenn eine sogenannte
Familienfeier vorbei war. Oft brauchte ich zwei-drei Stunden
Dauerschimpfen mit anschließendem „Durch den Kaukau ziehen“
bis mir leichter war.

So jetzt reichts aber für heute

Liebe Grüße
Kerbi

Hi Dilarah,

es tut mir leid daß ich dich soooo mit meiner Meinung
zugeschüttet habe, wo ich doch von mir selber weiss daß
Punkt für Punkt in einer schwierigen Situation besser hilft.

Mich wunderts nicht daß du keine Antwort weisst und bitte
sag nicht daß du nervst…das stimmt einfach nicht!

Wozu sollte dieses Forum denn sonst einen Sinn haben, du
bist etwas aus deiner Bahn geraten und tust das einzig Richtige…FRAGEN stellen!

Ich habe für mich festgestellt daß ich bei meinen Antworten
sehr emotional bin, also eigentlich nichts anderes mache
als für mich nochmals alles zu erklären, zurechtzurücken …
im Rückblick zu verstehen.

Ich habe dir ja geschrieben daß ich damals gute Freunde hatte, denen ich immer wieder Fragen und Sorgen und Frust mitteilen konnte, genau das hat mir viel geholfen.

Bitte gib nicht auf im w-w-w zu schreiben, verzeih zu persönliche
Antworten - besonders bitte mir!
Ich werde es noch lernen Punkt für Punkt auf ein Posting einzugehen, weil ich noch ganz genau weiss wie sehr es nerven
kann mit sogenannten perfekten Meinungen frustriert zu werden.

Am Liebsten würde ich dich zwei Straßen weiter wissen - dann
könnte ich für dich die Freundin sein die ich gerne wäre…

und beim REDEN tu ich mich einfach leichter und auch beim
Zuhören…

Liebe Grüße
Kerbi