Hi,
ich habe mal eine Frage. Es geht nicht um mich selber, deswegen kann ich nur ziemlich genaue, jedoch keine 100prozentigen Angaben machen.
Es geht damit los, daß X unheimlich hektisch, nervös … ist. Obwohl eigentlich nichts ist. Sitzt also irgendwo (vorm PC oder mit an einem Tisch) und wird plötzlich unheimlich „hibbelig“.
Dazu kommt, daß X zu nichts mehr Lust hat. Total schlapp, kein „Mumm“ mehr in den Knochen hat. Und total down ist.
Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme.
Der Gang zum Arzt (mehrere Ärzte), nach Blut, Urin, … Untersuchungen noch und nöcher… Verabreichung von Vitaminen… Es ergab nichts.
Der Hausarzt meint nun, X sollte sich einen Termin beim Psychologen machen, was „natürlich peinlich“ ist. (Nicht meine Meinung). Der Termin liegt aber noch in weiter Ferne… August.
Umfeld : Um die 30 Jahre, mitten in einer Umschulung, die wohl stressig ist,… ledig. Recht normal eigentlich. Einzig seltsam finde ich, daß X in einer „festen“ Beziehung ist, die aber von Anfang an „verwurmt“ ist. Und auch deswegen vielleicht nicht ganz treu! Nicht mit Affären, sondern eher einem Verhältnis. Hat also 2 Lebensabschnittsgefährten.
Ich weiß keinen Rat mehr zu geben… mache mir aber echt Sorgen.
Woran kann es liegen, daß X sich so „besch…“ fühlt???
Wie Du weißt, sind Ferndiagnosen hier nicht angesagt. Aber ich gucke mir mal die Symptome an und sage was zu ihnen im allgemeinen und nicht nur auf Deinen Fall bezogen :
unheimlich hektisch, nervös
kein situativer Auslöser
unheimlich hippelig
zu nichts mehr Lust
total schlapp
total down
kein „Mumm“ mehr in den Knochen
Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Kreislaufprobleme
Beziehungsprobleme
Also mal in Fachchinesisch übersetzt:
motorische Unruhe (vielleicht durch innere Unruhe ausgelöst)
Deprimiertheit
Verlust von Interesse
Antriebsminderung
vegetative Beschwerden
soziale Probleme
Die Symptome, die Du nennst, sind unspezifisch , tauchen bei vielen psychischen, aber auch organischen Störungen auf. An psychischen Störungen könnten aufgrund der Symptomatik näher untersucht werden:
depressive Störungen
organische Störungen mit depressiver Symptomatik
Anpassungsstörung
im Rahmen des Normalen
Schizophrenie ist unwahrscheinlich, könnte aber theoretisch sein, da die genannten Symptome durchaus in der Vorläuferphase auftreten können. Diese Störung ist jedoch erst dann diagnostizierbar, wenn Positivsymptomatik (Wahn, Halluzinationen, Störungen des Ich-Erlebens) auftritt. Und weil dies momentan nicht der Fall ist, scheidet sie vorerst aus.
Ratschlag (für den spezifischen Fall):
Dein Bekannter sollte sich psychiatrisch untersuchen lassen, wenn die Symptomatik sich verschlechtert. Die Symptome könnten auf eine depressive Störung hinweisen. Eine solche Störung ist ziemlich häufig und tritt auch bei Männern auf. Und: Mit ihr ist nicht zu spaßen! Man ist aber auch nicht „verrückt“, wenn man eine depressive Störung hat, sondern einfach „krank“! Also braucht es niemandem peinlich zu sein.
kleiner Tipp, der vielleicht vieles erspart - Deine Bekannte soll es mal mit Bachblüten versuchen! Das sind so Tropfen in individueller Zusammenstellung, die ziemlich erstaunliche Wirkung haben kann - vielleicht ist es nämlich gar keine Krankheit, sondern nur eine momentane Unzufriedenheit mit der Situation oder Lebensphase. Dazu braucht es Bachblütentherapeuten oder einen Heilpraktiker mit Zusatzqualifikation. Gibt auch jede Menge Infos im Web…