Alkohol

Das Thema:

Habe vor 10 Jahren einen Mann kennen gelernt, in dem ich mich
verliebt habe. Wir waren beide verheiratet. Meine Beziehung war zu diesem Zeitpunkt bereits am Ende – ich bin bei meinem Ex-Mann nur wegen unserer gemeinsamen Tochter geblieben. Er hat immer gesagt, daß er sich für seine Familie – nicht berufstätige Frau und 3 Kinder – verpflichtet fühlt und sich nicht scheiden lassen wird. Damit habe ich damals kein Problem gehabt. In meiner Verliebtheit habe ich einiges nicht sehen wollen – mit dem ich heute Probleme habe.

Alkohol:
Ich wollte nicht sehen, daß er ein Alkohol-Problem hat. Früher hat er regelmäßig getrunken – oft so lange, daß er nicht mehr gewusst hat was er sagt und tut. Anfänglich habe ich ihn noch bemuttert. Vor einiger Zeit habe ich ihn darauf hin angesprochen. Seiner Meinung nach hat er damit kein Problem – nur ich habe es. Er trinkt täglich ca. 2,0 – 2,5 l Bier – ganz selten Schnaps. Es gibt Tage – meistens vor Vollmond – 1 – 2 Tage – da will er sich nicht beherrschen und es werden 5 – 6 l Bier und auch härtere Getränke – was eben dann zu Hause ist. Jedes Gespräch verläuft dort hin, daß ich die „Böse“ bin
und er doch überhaupt nichts macht. Ich will mit der Situation nicht mehr. Die Tatsache, daß er sich nicht beherrschen will und trinkt bis zum „umfallen“ wird für mich immer mehr zum Problem. Er will weder ärztliche Hilfe annehmen, noch selbst in ihn hinein hören.

Ausgenützt fühlen:
Leben seit ca. 6 Jahren zusammen. Ich habe immer postuliert, daß ich für unser gemeinsames Leben so lange alleine aufkomme – so lange ich es mir leisten kann. Ich schaffe es nicht mehr – ich habe ein offenes Gespräch mit ihm geführt, er ist aber nicht bereit etwas für die gemeinsamen Ausgaben beizusteuern – ich meine damit nur, daß er seinen Teil für Essen und Trinken beisteuert – nicht für die Ausgaben rund um das Wohnen. Diese Kosten belaufen sich auf ca. € 180,-- im Monat.

Seine offenen Verpflichtungen:
Er hatte vor 10 Jahren ein Unternehmen. Wir haben vor ca. 2 Jahren dieses Thema aufgegriffen um ab zuklären ob es für uns eine gemeinsame Zukunft gibt. Er hat sich darauf hin – gemeinsam mit seiner Frau – an die Schuldnerberatung gewandt. Es bedeutet für ihn, daß er für 7 Jahre mit dem Existenzminimum leben muss Seine Frau wurde vor mehr als einem Jahr wieder in den „Produktionsprozess“ eingegliedert. Geht seit ca. 2 Monaten arbeiten und hat auch ein eigenes Einkommen. Dieser Job ist allerdings befristet und man weiß nicht, ob sie hinterher wieder einen Job bekommen wird. Das Thema, Schuldnerberatung hat bereits wieder an Stellenwert verloren – da er meint, man könnte seiner Frau zu viel von ihrem Gehalt weg nehmen. Außerdem sagt er, daß er überlegt, ob es noch Sinn hat diesen Schritt
zu gehen, da er sehr wenige Beitragsjahre zur Bemessung der Pension (aufgrund der Selbständigkeit – wo die einbezahlten Beiträge verfallen sind) zur Anrechung gebracht werden – und ob es nicht sinnvoller ist so weiter zu leben. Das ist für mich allerdings kein gangbarer Weg, da ich die wenigen Jahre – die mir vielleicht in der Pension bleiben, nicht mit ständigen Besuchen des Exekutors versauen möchte.

Derzeit durchlebe ich die Phase der „Reduktion zur Resignation“. Habe vor mehr als 2 Jahren begonnen, nicht mehr für die Partnerschaft zu leben – habe mir einen Nebenjob gesucht und arbeite von Montag bis Sonntag. Die Berührungspunkte sind sehr eingeschränkt, durch das viele Arbeiten. Es ist mir bewusst, daß es Flucht ist. Ich habe mir einige Wünsche erfüllt – wie einen tollen Urlaub mit meiner Tochter und ein neues Auto. Finde auch Bestätigung in beiden Jobs. Ich denke mir immer mehr, daß so eine Partnerschaft nicht weiter zu führen ist. Und trotzdem – obwohl ich dieses „Trennungsgespräch“ bereits sehr oft
im Gedanken geführt habe, bin ich nicht Frau genug, es real zu
führen.

Vor einigen Monaten noch – hat trotz diesem Problem – Sex noch Spaß gemacht. Mittlerweile ertrage ich es nur noch – und auch mein Körper reagiert auf dieses „Nicht-Wollen“ bereits mit verhindernden Maßnahmen.

Wir würdest du mir raten?

Hallo,

Wir würdest du mir raten?

keine Ahnung - als Opfer sehe ich Dich beim
besten Willen nicht.

Gruss
Enno

Liebe Karin !

Ich habe das Gefühl , daß Du Dich schon sehr mit Dir und Deinen Gefühlen auseinandergesetzt hast - Du erkennst die Fallen , die Flucht in die Arbeit ,…
Ich verstehe sehr gut , daß Dir der Sex keinen Spaß mehr macht und ich kann nur aus eigener Erfahrung sprechen , daß mir einfach alles an dem Menschen , den ich doch einmal so sehr liebte , zuviel war. Der Geruch , die Umarmungen , das Fordern von Liebe und Zuneigung ,… Ich glaube einfach , daß es nicht gut ist , Dinge zu tun , die Du nicht willst. (auch Sex) Du tust Dir damit selber weh ! Dein Körper ist intelligent - wir sollten öfter auf die Zeichen des Körpers hören !

Ich glaube , daß es keine Richtige Lösung gibt. Ich glaube , daß Du ganz fest auf Dich schauen solltest - auch Dich hören solltest. Du bist eine erwachsene Frau , hattest auch ein Leben vor dem Mann und Du kannst auch ohne den Mann. Du hast eine Tochter großgezogen und arbeitest rund um die Uhr. Du kannst auch einfach mal sagen : das hab ich gut gemacht.

Meine Großmutter hat ihr ganzes Leben mit meinem alkoholkranken Großvater verbracht , der ein Spiegeltrinker war)keine harten Sachen , den ganzen Tag Bier - vom Aufstehen bis zum Niederlegen - in harten Zeiten ist sie verprügelt worden ,… Sie ist bei ihm geblieben , weil sie eine Frau ist - Frauen , so hab ich manchmal das Gefühl , stecken weg - die ganze Zeit und so lange , bis sie selbst kaputt sind. Mein Großvater hat ihr alles genommen und sie hat alles gegeben und noch viel mehr. Ich bin der Meinung , daß Dein Freund krank ist und eoine Behandlung braucht. Er braucht Hilfe. Weigert er sich , muß er auch mit Konsequenzen rechnen. Keinem Alkoholiker ist geholfen , wenn man ihm dabei hilft , im Leben integriert zu bleiben.Denn dann wird er nie sehen, daß er Hilfe braucht.
Meine Großmutter ist bei ihm geblieben und hat im Alter dafür gelebt sich an ihm zu rächen (als er durch den Alkoholismus fast invalid war)

Ich kann nur schreiben , was ich gesehen habe und ich möchte nicht schreiben ,mach dies oder das - denn dies darf ich auch einfach nicht.
Ich wünsche Dir , daß Du auf Deine innere weibliche Weisheit hörst(klingt geschwolen aber ich glaube , daß wir alle sie in uns tragen) Vielleicht hilft auch Dir eine Therapie - ein Psychologe - Zeit für Dich , es geht um Deine Sicht der Dinge - es ist Dein leben - auch als Erwachsene Frau hast Du und nur Du die Möglichkeit Dein Leben zu leben und nur Du kannst entscheiden , wie Du es lebst.

Ich wünsche Dir die kraft die Dinge anzunehmen , die Du nicht ändern kannst ; den Mut , die Dinge zu ändern , die Du ändern kannst und die Weisheit zu untercheiden.

Scarpetta

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Hallo Enno,

ich sehe mich auch nicht als Opfer.

LG
Karin

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Liebe Scarpetta,

danke für deine klaren Worte. Eigentlich weiß ich schon was ich tun will - nur der letzte Kick fehlt noch.

Wünsche dir einen schönen und erholsamen Sonntag.

Grüße dich ganz herzlich
Karin

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und das auf Generationen. Ich wär ein ganz anderer Mensch, gäbe es dieses Problem nicht. Ich hasse es und Du musst weg von ihm. Musst, sei es „nur“ um Deine Tochter zu schützen.

Ich hab es nicht geschafft und damit muß ich leben. Ich kann Dir nur raten, zu gehen, schnellstens.

Viel Kraft dafür
hd

Hallo,

wieso kommst du nicht weg? Es ist mir bewußt, daß ich mich lösen muß um wieder Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden.

Was hindert dich zu gehen - vielleicht ist auch dort mein Problem angesiedelt?

LG
Karin

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Hallo Karin,

Du hast Dich also während Deiner Ehe vor zehn Jahren in Deinen Freund verliebt, der damals ein attraktiver Unternehmer war. Vier Jahre darauf seid Ihr zusammengezogen, und drei, vier Jahre später war die Pleite da und die Überschuldung. Es fehlen noch 5 Jahre Wohlverhalten beim Existenzminimum, dann wären die Schulden weg. Dein Freund aber glaubt nicht an die Möglichkeit eines Neuanfangs dann, sondern eher an die Fähigkeit, sich an das Leben auf Sozialhilfeniveau zu gewöhnen. Du hast Dich irgendwann zwischendurch scheiden lassen, er ist nach wie vor mit jemandem anderes verheiratet.

Vor dem Hintergrund dieses beachtlichen Sauhaufens glaube ich im Gegensatz zu meinen Vorrednerinnen nicht, daß ein gerade noch oder gerade schon nicht mehr mäßiger täglicher Bierkonsum plus monatlicher Vollrausch ohne Gewalttätigkeit die Hauptursache für das ganze Schlammassel ist, oder Deine stete Kritik an diesem Konsumverhalten für ihn oder für Eure Beziehung hilfreich sein kann.

Letztlich komme ich gleichwohl zu einem ähnlichen Ergebnis: Trenne Dich von dem ihm! Allerdings nicht wegen der paar Biere, sondern weil Eure Beziehung ohnehin nicht rechtmäßig und darum auch nicht wertvoll ist. „In guten wie in bösen Tagen…“, dergleichen habt Ihr nicht einander, sondern jemandem anderes geschworen.

Trotz meiner wertkonservativen Grundhaltung sehe ich ein, daß für manche moderne Menschen oder auch aufgrund der Umstände in der modernen Gesellschaft eine Ehescheidung richtig sein kann. Aber wegen dieser oder jener Handvoll Sozialleistungen o.ä. ohne Scheidung auf 10 Jahre und länger mit einer anderen Frau zusammenzuleben und das mit dem vermeintlichen Kindeswohl zu begründen – also ick wees ja nu nich; die sind in der Zeit doch auch 10 Jahre älter geworden.

Ich glaube, Du, Karin, bist ein ganz patenter Kerl und kommst ganz gut ohne diesen Freund zurecht.

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Wolfgang,

danke für deine ausführliche Zuschrift.

Als wir uns kennenlernten, war sein Unternehmen hoch verschuldet. Von strahlendem Unternehmer keine Spur. Hab nicht einmal seinen Karren aus dem Dreck geholt - Geld für seine Familie gesponsert - weil bei ihm die Kasse knapp war und das Haushaltsgeld bei seiner Frau abzuliefern war.

Du denkst, daß Alkohol nicht das Problem ist? Meine Empfindung ist so, wenn er hier einmal in sich selbst schauen würde und ehrlich zu sich selbst wäre, wäre schon der erste Schritt getan.

Wünsche dir noch einen schönen Sonntag und nochmals danke für deinen Denkanstoß.

LG
Karin

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So schnell wie möglich weg !!!
Hallo Karin,

der Mann ist mindestens Quartalstrinker und nicht verlässlich!

Deine Geschichte kommt mir vor wie meine: Deshalb mein Rat an Dich, so schnell wie möglich alle Brücken zu ihm abzubauen. Denk zur Not an Deine Tochter, aber bau Dir ein eigenes Leben auf und nicht Deines um ihn herum. Denn genau so ist es ja wohl inzwischen, oder?

Alkoholiker reißen Dich mit in den Strudel. Wenn überhaupt, dann kommen sie selbst nur aus dem Elend, wie sie ganz-ganz weit unten im Dreck liegen.

Ich wünsch Dir viel Kraft und Glaube an Dich selbst,
alles Gute
Jana

Hallo Jana,

danke für deine Worte.

Hast du es geschafft und wenn wie? Wie hast du dich zum letzten Schritt motiviert?

LG
Karin

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Ende der Ausbaustrecke…
hi karin
Zunächst mal: Willkommen an Bord.

  1. der Mann hat kein Akoholproblem, er ist Alkoholiker.
    Wer am Tag 2 bis 3 Liter Bier trinkt, und sich Monatlich die Birne zuknallt, ist Alkoholiker. im übrigen kann man durchaus bezweifeln, dass er sich normalerweise an die 2 Liter/tag hält.
    Wenn ich es richtig überblicke, hatte dein „partner“ mal eine eigene Firma, die baden ging… könnte dies auf den Alkoholabusus zurückzuführen sein?

  2. Er nutzt dich aus.
    Du buckelst die Kohle für alle ran, und er steuert nichts bei.
    Warum sollte er sich ändern, er hat ja alles…
    Ein Dach überm Kopf und eine Wärmflasche mit Ohren und muß nicht mal was dafür zahlen.
    dass er sich nicht von seiner Frau wegen der Kinder scheiden lassen möchte, ist m.E. eine faule Ausrede.

  3. Er hat keinerlei Wille, die Situation zu ändern und an eurer Beziehung zu arbeiten, und das über Jahre hinweg. Er sieht nicht mal das Problem, sondern Du bist „die Böse“. Ein derartiges Verhalten ist absolut typisch für Süchtige.

Fazit:
Schmeiss ihn raus, Du bist ohne ihn besser dran.
Sprich insbesondere mal mit deiner Tochter über das Problem, bevor Du das durchziehst.
Eventuell kannst du nach dieser Aktion deinen Zusatzjob aufgeben und wieder mehr leben.

Gruß und
alles Gute
Mike

Hallo Karin,

Als wir uns kennenlernten, war sein Unternehmen hoch
verschuldet. Von strahlendem Unternehmer keine Spur.

Ich würde, wäre ich auf Brautschau, mit einer überschuldeten Unternehmerin nur dann etwas anfangen, wenn ich reich genug wäre, um ihre Schulden zu bezahlen.

Du denkst, daß Alkohol nicht das Problem ist? Meine Empfindung
ist so, wenn er hier einmal in sich selbst schauen würde und
ehrlich zu sich selbst wäre, wäre schon der erste Schritt
getan.

Gar kein Problem, das sage ich nicht. Natürlich sollte er sich eingestehen, daß er von seinem täglichen Quantum abhängig ist, der Arzt wird ihn wegen seiner Leberwerte tadeln; und sich im Monatsrhythmus komplett zusaufen zu müssen, das ist auch kein gutes Zeichen.
Du deutest allerdings auch an, daß diese Abhängigkeit stabil ist, ja sogar früher schlimmer war. Darum vermag ich hier nicht den Kern der Gesamtproblematik und noch weniger den Schlüssel zu deren Lösung zu sehen.
Das Kernproblem liegt wohl zum einen in der schlimmen Finanzlage und zum anderen in dem verkorksten Ehe- und Beziehungsgeflecht und dessen Auswirkungen auf die 4 Kinder, für die Ihr beide verantwortlich seid.

Gruß,

Wolfgang Berger

Hallo Mike,

ja - Ende der Ausbaustrecke - vor meinem geistigen Auge sehe ich das Verkehrszeichen Straßenenge und dann „Dead End“.

Danke für deine beherzten Worte - mühsam nährt sich das Eichhörnchen - so komme ich mir vor - in kleinen Schritten zum Ende.

Liebe Grüße
Karin

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Hallo,

nein ich hab mich nicht deutlich ausgedrückt, bei mir war es der Vater, ich konnte ihn nicht „im Stich lassen“, wenn man das so ausdrücken mag.

Was hindert dich zu gehen - vielleicht ist auch dort mein
Problem angesiedelt?

Ja, ich weiss genau was Du meinst. Kann aber nun nix mehr ändern, Du kannst es bestimmt.

LG

d.

und das auf Generationen. Ich wär ein ganz anderer Mensch,
gäbe es dieses Problem nicht. Ich hasse es und Du musst weg
von ihm. Musst, sei es „nur“ um Deine Tochter zu schützen.

Ich hab es nicht geschafft und damit muß ich leben. Ich kann
Dir nur raten, zu gehen, schnellstens.

Viel Kraft dafür
hd

Hallo Karin,

zunächst einmal: Du weißt doch die Antwort längst. Du erlaubst Dir nur noch nicht, diesen gedanken wirklich bis zu ende durchzuspielen.

Aber um bei der Sache zu bleiben. Alkoholabhängigkeit (und die ist es) ist eine Sucht. Sie ist genau so hart und gemein, wie jede andere Sucht auch. Da renkt sich nichts ein, da gibt sich auch nichts von selber. Und schon gar nicht kannst Du da etwas bewirken, so lange Dein Mann nicht hören will. Man bildet sich ja immer ein, man könne andere Menschen ändern… aber das ist ein Trugschluß. Ändern können wir immer nur uns selber.
Und da er nun wirklich nicht den Eindruck macht, etwas ändern zu wollen, wird Deine Anstrengung in jedem Fall vergebens sein.

Mach Dir bitte auch nichts vor - das wird auch nicht besser, nur schlimmer. ;al abgesehen davon, daß er Dich über die getrunkene Menge sowieso belügt (kannst Du mir glauben, das machen alle Alkoholiker, ich bin selber einer), auch diese Gleichgültigkeit gegenüber allen Dingen ist da typisch. Das ist nicht Rücksichnahme oder so was, er verläßt sich ganz einfach darauf, daß es schon irgendwie weitergehen wird.
das kalppzt doch auch ganz gut aus seiner Sicht, schon seit Jahren. er hat doch Dich, Du wirst es schon machen…

Natürlich wird er schreien und kammern, wenn Du gehst. Er verliert schließlich damit sein bequemes Leben auf deine Kosten. Nur… fragt er denn wirklich nach Dir? Interessiert er sich wirklich dafür, wie es Dir bei dergeschichte geht? Oder ist es nicht doch mehr sein eigener Egoismus, der da spricht?.

Ich kann Dir nur raten zu gehen, je eher destso besser. Warte nicht auf auf eine einfache Lösung - es gibt keine. nicht bei Sucht.
Du kannst nur verlieren… oder gehen.

Gernot Geyer

siehe meine Mail an Dich !!

Viele Grüße
Jana

Hallo Karin,

weggegehen ist die einzige Lösung. Ein Leben mit einem Alkoholiker wird Dich letztlich kaputt machen. Tu es Dir nicht an. Ich spreche leider aus Erfahrung.

Ich drück Dir alle Daumen.

Liebe Grüsse
Anna

Raus mit dem Knaben
Hai, Karin,

Du hast keine Chance, wenn Du ihn weiter fütterst - er lebt von Deiner Substanz. Du zahlst nicht nur mit Geld für seinen Lebensunterhalt, sondern auch mit Dir selbst und Deiner Tochter. Er wird nichts ändern (wieso sollte er auch - hat doch alles), Drohungen deinerseits werden auch nichts nützen.
Ist es Deine Wohnung? Dann gib ihm bis zum Wochenende Zeit, auszuziehen - Sonnabend stellst Du seinen Kram vor die Tür. Wenn es seine Wohnung ist - zieh aus (möglichst diese Woche noch, notfalls auch in ein Mutter und Kind Heim oder ein Frauenhaus)
Glaub nicht seinen Versprechungen. Wenn er merkt, das sein bequemes Leben dabei ist, sich aufzulösen, wird er Dir die Welt und den Himmel versprechen (Ab morgen trinke ich nicht mehr) - er lügt. Nix wird besser werden, er wird nicht aufhören, zu saufen - höchstens der Pfefferminz-Bonbon-Verbrauch wird steigen.
Denk an Deine Tochter und dich selbst - er zieht Dich sonst in einen Strudel.

mit Schaudern an die eigene Erfahrung denkend
Sibylle

Coalkoholismus ist auch eine Sucht
Hallo Karin,
ob es freilich damit getan ist,sich zu trennen,das wage ich zu bezweifeln.
Denn das hiesse,daß er das Problem ist,und Du keines hast,wenn Du ihn nur los bist.
Da ich davon ausgehe,daß alles,was mir im Aussen begegnet mein Innen wiederspiegelt,und das umso mehr,je mehr es mich bindet,dann hiesse es im ersten Schritt,mich zu fragen,warum bin ich in dieser Beziehung und nicht er hat ein Problem,sondern in erster Linie ich.
Für seine Probleme ist dann meiner Ansicht nach vor allem er zuständig.
Über das,was Du schilderst gibt es unzählige Beispiele,denn zu fast einem jeden Süchtigen,in Deinem Falle Alkoholiker gibt es den Coalkoholiker oder die Coalkoholikerin.
Der oder die ebenso „krank“ ist,wie der Trinker,der wundersamerweise immer im Fokus steht.
Also,fang bei Dir an,und bescheiss Dich nicht selber,indem Du über ihn jammerst.Das kann man natürlich jahrelang machen,wieviel mehr Mut und Kraft kostet es hingegen,sich selber ehrlich in die Seele zu schauen und den anderen dabei loszulassen.
Trennung oder nicht,darum geht es in diesem Spiel nicht.
Natürlich alles nur meine Sicht der Dinge,die auf Erfahrung und Arbeit an mir selber basiert.
Schönen Gruß,Semele