Aggressionspotential (unterschwellig)

hallo!!

nachdem ihr alle „gut mitarbeitet“ :wink:) hier noch eine weitere frage:

wie seht ihr das „unterschwellige aggressionspotential“ (der deutschen??).

was mein ich jetzt damit???:
in einigen foren scheínt es „üblich“ zu sein sehr schnell von diskussionen auf persönliche beleidigungen, etc. zu wechseln.
bringt niemanden richtig weiter-aber wird gerne gemacht.
das passiert auch bei www.physio.de - der seite für deutsche physiotherapeuten.
im vergleich dazu gibt es eine seite aus australien wo sich weltweit die therap. unterhalten. und wenn man alle artikel der letzen jahre durchliest findet man kein einziges mal auch nur einen hauch von angriff, beleidigung, etc.
die atmosphäre dort ist ausschliesslich: jedem helfen, miteinander weiterkommen.

ein angenehmes rätsel für mich.
deshalb auch „die deutschen“ weiter oben.

oder heute wieder im bus: die leute hier kommen mir vor wie wandelnde bomben. die gehen bei den geringsten sachen sofort hoch (bus war 2m vor haltestelle stehengeblieben weil blockiert). statt zu lächeln schauen alle grimmig. und lieber einmal mehr rummeckern als lächeln.

mein verdacht: irgendwo ist keiner in diesem lande so recht zufrieden (weil der nachbar das grössere auto hat??) - „alle“ sind unterschwellig aggressiv. vielleicht auch deshalb die vernichtung anderer ideen als „volkssport“?

wenn man den leuten aber eine möglichkeit zur „kattharsis“ gibt - einem ventil - dann nehmen sie`s mehr als gerne an - siehe die netten beiträge in manchen foren.

sind andere völker auch so?
habt ihr da unterschiede gesehen??

einfach mal ein paar gedanken dazu!!

danke

matthias

Hallo Matthias,

ist es das Gefühl, nicht wegzukommen, nicht fliehen zu können? Beispiel Bus. Beispiel Stau in der Stadt/Berufsverkehr. Beispiel Enge im Wohnhaus. Fehlt denn nicht nur eben das Ventil, welches den Frust, den angestauten Ärger abläßt? Wenn dies Ventil jedoch ins Leere pustet, kommen die meisten damit nicht klar. Sie müssen andere daran „teilhaben“ lassen. Ein falsch verstandener gemeinsamer Umgang. Worte werden mit der eigenen Erfahrung gewertet, verglichen. Nur nachgedacht wird nicht, jedenfalls nicht gründlich genug. Aufeinander losgehen funktioniert auch nicht. Also wird es verbal getan. Da damit die Mittel arg begrenzt werden, wird beleidigt, geistig „gefoltert“. Es soll ja wehtun.

bringt niemanden richtig weiter-aber wird gerne gemacht.

Eben weil’s schnell geht, abreagieren, Schnellschuß. Wer treibt wen am schnellsten in die Enge. Konkurrenzverhalten.

Je stärker die Konzentration (an Mitteln, an Menschen…) desto weniger Freiheit hat der Einzelne, gegen immer mehr muß er sich behaupten (warum muß er das?). Druck erzeugt Gegendruck. Ausweichen, Verstehen oder Ignorieren (im positiven Sinne gemeint) wird nicht mehr erlernt, weil es eben nicht einfach ist, sich daran zu halten.

Gruß
André

(ich gebe auch zu, Radfahrer auf Einbahnstraßen oder ihre Art sich über jegliche Verkehrsregeln hinwegzusetzen bringen mich manchmal auch fast zum Biß ins Lenkrad, da geht auch mal ein Schimpfbrüller durchs Auto, das die Scheiben wackeln)