Träume in der Trauerphase

Hallo liebe wer-weiss-was’ler

vor 3 Wochen ist ein mir sehr wichtiger Mensch gestorben.
Seit einer Woche habe ich die merkwürdigsten und unterschiedlichsten Träume, in denen dieser Mensch eben auch vorkommt.

Diese Träume machen mich total fertig. Ich schlafe so angespannt und verkrampft, daß ich mit Augenringen und Kopfschmerzen wieder aufwache (obwohl die Träume „schön“ sind).

In den Träumen kommen aber immer sehr interessante Dinge vor, die alle einen Bezug zum bisherigen gemeinsamen Leben aufweisen.

Ich würde gerne mehr über diese Träume wissen. Was sie mir sagen. Gibt es gute Literatur darüber?

Wie lange halten diese belastenden Träume erfahrungsgemäß an?
Ich nehme mir jetzt eine Woche Urlaub, weil ich recht unproduktiv, da müde und unkonzentriert bin, aber irgendwann möcht ich auch mal wieder entspannter schlafen.

Liebe Grüße Yvi

Hi, Ivy,

vielleicht will der oder die Verstorbene dir was sagen. Ich weiß, das ist schwierig, aber es geht: Bleib in deinem Traum mal stehen und sprich die Person an, frag sie, was sie dir sagen möchte, und erklär, wies dir mit den Träumen geht. Vielleicht könnt ihr euch noch mal richtig aussprechen, und dann kann sie gehen.
Du kannst auch versuchen zu meditieren und in der Meditation Kontakt mit dem oder der Verstorbenen aufnehmen und fragen, was los ist und um Antwort und Hilfe bitten.
Solche Träume können sehr lange dauern, mein Vater hatte mehr als ein halbes Jahr damit zu tun, bis ich es geschafft hab, mit seiner Großmutter zu sprechen und sie dann weitergezogen ist.

Ich wünsch dir die Kraft, mit der Person zu sprechen und sie loszulassen. Vielleicht hältst du ja ihn oder sie auch hier fest.

Gruß, die Elbin

Hallo Yvi!

Da kann ich mich jetzt doch gleich für die Gratulation bedanken! :smile:

Obwohl ich ja so was von überhaupt kein Psychoanalytiker bin, gibt es jedoch einen Ansatz von Freud und seinem Schüler Abraham, der in diesem Fall zumindest auch für manche Nichtanalytiker „plausibel“ ist. Freud und Abraham nahmen nämlich an, daß sich jemand bei Verlusterlebnissen (u.a. auch Verlust eines geliebten Menschen aufgrund von dessen Tod) sehr intensiv mit der verlorenen Person auseinandersetzt, weil der Verlust „im Unbewußten“ zuerst nicht akzeptiert wird. Es soll zu einer Introjektion der verlorenen Person in die eigene Psyche kommen, wodurch die Person quasi zurückgewonnen wird. „Im Unbewußten“ soll nach Freud und Abraham diese Auseinandersetzung sehr heftig stattfinden, wobei besonders Schwierigkeiten und Probleme mit der verlorenen Person „bearbeitet“ werden, weil es ja in der Realität nicht mehr geht. Weil Träume nach Freud der „Königsweg zum Unbewußten“ sind, würde er Deine Träume vermutlich als Ausdruck dieser „Trauerarbeit“ deuten, die in Deinem Unbewußten geleistet wird, um mit dem Verlust fertig zu werden.

Freud (1917) selbst schreibt dazu folgendes: „Die Realitätsprüfung hat gezeigt, daß das geliebte Objekt [z.B. die gestorbene Person, Anm. von mir] nicht mehr besteht, und erläßt nun die Aufforderung, alle Libido aus ihren Verknüpfungen mit diesem Objekt abzuziehen. Dagegen erhebt sich ein begreifliches Sträuben - es ist allgemein zu beobachten, daß der Mensch eine Libidoposition nicht gern verläßt, selbst dann nicht, wenn ihm Ersatz bereits winkt. Dies Sträuben kann so intensiv sein, daß eine Abwendung von der Realität und ein Festhalten des Objekts durch eine halluzinatorische Wunschpsychose (…) zustande kommt“ (Freud, 1992 [1917], S. 174/175).

Ich würde gerne mehr über diese Träume wissen. Was sie mir
sagen. Gibt es gute Literatur darüber?

Ich meine, daß die Träume Dir sagen, daß die verstorbene Person sehr wichtig für Dich war. Nun könnte man versuchen, die Träume zu „deuten“, aber von der Richtung bin ich nicht. Was Freud sonst noch so aus der „Trauerarbeit“ gemacht hat und welche Zusammenhänge er zur Depression (sehr wichtig!) sah, kannst Du gern bei ihm nachlesen (Literaturangabe siehe unten).

Wie lange halten diese belastenden Träume erfahrungsgemäß an?

Eine „Einfache Trauer“ (so heißt es auf „psychiatrisch“) kann schon einmal 8 Wochen dauern.

Ich nehme mir jetzt eine Woche Urlaub, weil ich recht
unproduktiv, da müde und unkonzentriert bin, aber irgendwann
möcht ich auch mal wieder entspannter schlafen.

Ich hoffe, daß es nicht zu lange so geht. Nach 8 Wochen oder bei starken Selbstzweifeln, Suizidgedanken o.ä. besteht die Gefahr einer Depression. Dann aber zum Arzt!

Auf daß Du schnell wieder aus Deiner „Regression auf die orale Phase“ (Freud) zurückkehrst,

Oliver

Lit.:

Freud, S. (1917). Trauer und Melancholie. In S. Freud (1992). Das Ich und das Es. Frankfurt a. M.: Fischer.

Verena Kast hat ein meiner Ansicht nach hilfreiches Buch geschrieben.
„Trauern“, hier werden die klassischen Trauerphasen beschrieben und es wird intensiv auf Träume in diesen Phasen eingegangen.
Sie ist eine Psychoanalytikerin vom Jung-Institut in Zürich,diese Richtung wird meiner Erfahrung nach der Seele und dem Trauerprozeß wesentlich tiefer gerecht als die „klassische“ Analyse nach Freud.
Es sind die Träume ein enorm hilfreiches Geschenk, einen schlimmen Verlust so zu verarbeiten, dass er keine offenen oder schlecht vernarbten Wunden hinterlässt.Sie zeigen Dir genau, was Deine Seele beschäftigt, so daß Du nur hinzugucken brauchst.

So betrachtet kannst Du sie vielleicht weniger als Last sehen,wenn sie auch drücken können,und eher als Chance.
Dein Unbewußtes scheint sich auf Hochtouren mit dem Verlust auseinanderzusetzen.

Dabei wünsche ich Dir Kraft und Herzensstärke,
Semele

Hi Yvi,

obzwar ich immer dachte, keinen sonderlichen Bezug zu meiner Oma zu haben, träumte ich nach ihrem Tod von vor etwas 2 1/2 Jahren ein Jahr sehr häufig von ihr. Teils wußte ich im Traum, daß sie tot war und wir telefonierten miteinander über ein etwas eigenartiges Telefon. Einmal war auf einmal meine Mutter an der Stelle meiner Oma. In der Tat verstarb sie ca. auch ein Jahr später.

Wir kommen aus unseren Vorfahren. Schon allein von daher und dem Umstand daß wir auch Unbewußtes in unseren Träumen versuchen zu verarbeiten, bin ich davon überzeugt, daß Du in Deinen Träumen etwas klären möchtest.

Ich würde mir Literatur besorgen, z.B. Deine Träume. Schlüssel zur Selbsterkenntnis. Ein psychologischer Ratgeber. von Ann Faraday – Broschiert
Preis: EUR 7,50 oder gebraucht: EUR 2,20

Falls mir das nicht ausreichen würde, würde ich mich auch in professionelle Hilfe begeben und zu jemanden gehen der mir hilft meine Träume zu verstehen und daraus die richtigen Konsequenzen zu ziehen.

Parallel würde ich jedenfalls auch meine Träume aufschreiben. Eventuell gibt es Parallelen zu späteren Ereignissen.

Trauerarbeit bedarf ihrer Zeit. Solange wir das Gute unserer Ahnen und der Menschen die wir mögen und lieben in uns weiterhin bewahren, werden sie auch immer ein Stück in uns weiterleben.

Alles Gute,
Romana

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

?

Eine „Einfache Trauer“ (so heißt es auf „psychiatrisch“) kann
schon einmal 8 Wochen dauern.

Hallo Oliver,
…und dann ist alles wieder ‚im Lot‘? Mich würde sehr interessieren, wie du auf diese Zeitangabe kommst. Ich habe noch nie jemanden erlebt, der oder die einen geliebten Menschen verloren hat, der nach acht Wochen seine beenden konnte und deshalb oder wegen der Gefahr einer beginnenden Depression einen Arzt konsultieren mußte. Nach Freud ist die Forschung weiter gegangen und mittlerweile ist dieses Phänomen sehr differenziert ergründet und auch dargelegt worden. Doch nirgends ist etwas mit einer derartigen Zeitangabe zu finden.
Trauer ist ein sehr schwieriger und langwieriger Prozeß, in dem sich Menschen völlig individuell bewegen. Viele Faktoren nehmen Einfluß auf den Verlauf und die Intensität der Trauer, von pathologischer Trauer kann erst zu einem relativ späten Zeitpunkt die Rede sein.
Ich wollte mit dieser Ergänzung einfach nur der fatalen Annahme vorbeugen, eigentlich müssten Trauernde mit ihrem Verlust doch recht zügig fertig werden.
mfg benton

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benton!

Eine „Einfache Trauer“ (so heißt es auf „psychiatrisch“) kann
schon einmal 8 Wochen dauern.

…und dann ist alles wieder ‚im Lot‘?

Du versuchst mich zu provozieren. Dies gelingt Dir nicht.

Aufgrund Deines „Interesses“

Mich würde sehr interessieren, wie du auf diese Zeitangabe kommst.

und Deiner Behauptung

Doch nirgends ist etwas mit einer derartigen Zeitangabe zu
finden.

zitiere ich mal kurz:

"V62.82 (Z63.4) Einfache Trauer

Diese Kategorie kann verwendet werden, wenn im Vordergrund der klinischen Aufmerksamkeit die Reaktion auf den Tod eines geliebten Menschen steht. Als Teil der Reaktion auf den Verlust können manche trauende Personen Symptome entwickeln, die charakteristisch für eine Episode einer Major Depression sind (z.B. Gefühle von Traurigkeit und damit verbundende Symptome wie Schlafstörungen, Appetitminderungen und Gewichtsverlust). Die trauernde Person betrachtet typischerweise die depressive Stimmung als „normal“, obwohl sie möglicherweise professionelle Hilfe aufsucht, um Symptome wie Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit zu lindern. Dauer und Ausdrucksform einer „normalen“ Trauer sind in verschiedenen kulturellen Gruppen sehr unterschiedlich. Die Diagnose einer Major Depression wird im allgemeinen nicht vergeben, es sei denn, die Symptome sind auch 2 Monate nach dem Verlust noch vorhanden …" (DSM-IV, S. 771).

Wie Du siehst, sind „Einfache Trauer“ und „8 Wochen“ (= 2 Monate) sehr wohl bekannt: Sie stehen im offiziellen Diagnosesystem der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung und, was Du an der Z-Nummer erkennen kannst, in der auch für Deutschland rechtsverbindlichen Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10) der WHO.

Ich habe noch nie jemanden erlebt, der oder die einen
geliebten Menschen verloren hat, der nach acht Wochen seine
beenden konnte und deshalb oder wegen der
Gefahr einer beginnenden Depression einen Arzt konsultieren
mußte.

Dieses konntest Du natürlich nur schreiben, weil Du weder wußtest, was unter der Fachbezeichnung „Einfache Trauer“ zu verstehen ist, noch wußtest, daß zwischen Trauer und Depression ein enger Zusammenhang besteht, weil sich aus einer Trauer eine Depression entwickeln kann. Weil beide „Zustandsbilder“ phänomenologisch sehr ähnlich sind, können sie verwechselt werden. Daher: Hält ein Symptombild wie „Einfache Trauer“ länger als 2 Monate (= 8 Wochen) an, dann sollte die Diagnose einer Major Depression in Betracht gezogen werden.

Ich wollte mit dieser Ergänzung einfach nur der fatalen Annahme
vorbeugen, eigentlich müssten Trauernde mit ihrem Verlust doch
recht zügig fertig werden.

Ich glaube eher, daß Du Dich mit Deiner „Ergänzung“ als Besserwisserin darstellen wolltest und glatt auf den Bauch gefallen bist.

Traurig ist, daß Du nach Deiner ViKa Diplom-Pädagogin bist, die als beruflichen Schwerpunkt die Trauerberatung (!) gewählt hat. Erkundige Dich bitte etwas mehr über Trauer, bevor Du Leute in einem Bereich berätst, in dem Du anscheinend selbst Wissenslücken hast.

Traurig ist außerdem, daß Dein Posting anscheinend von jemandem als inhaltlich wertvoll angesehen wurde, obwohl es vor allem zeigt, daß Dein Wissen ergänzungsbedürftig ist.

Hoffentlich hast Du wenigstens die menschliche Größe, Deinen Irrtum einzugestehen und Dich für Deine vorschnelle und sehr provozierende Kritik zu entschuldigen.

Oliver

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"V62.82 (Z63.4) Einfache Trauer

Diese Kategorie kann verwendet werden, wenn im Vordergrund der
klinischen Aufmerksamkeit die Reaktion auf den Tod eines
geliebten Menschen steht. Als Teil der Reaktion auf den
Verlust können manche trauende Personen Symptome entwickeln,
die charakteristisch für eine Episode einer Major Depression
sind (z.B. Gefühle von Traurigkeit und damit verbundende
Symptome wie Schlafstörungen, Appetitminderungen und
Gewichtsverlust). Die trauernde Person betrachtet
typischerweise die depressive Stimmung als „normal“, obwohl
sie möglicherweise professionelle Hilfe aufsucht, um Symptome
wie Schlaflosigkeit und Appetitlosigkeit zu lindern. Dauer und
Ausdrucksform einer „normalen“ Trauer sind in verschiedenen
kulturellen Gruppen sehr unterschiedlich. Die Diagnose einer
Major Depression wird im allgemeinen nicht vergeben, es sei
denn, die Symptome sind auch 2 Monate nach dem Verlust
noch vorhanden …" (DSM-IV, S. 771)

Nur dass hier nicht von einer Depression gesprochen wurde,Oliver, sondern von Trauer.
Und Trauer hat noch eine Menge anderer Symptome, als die in Deinem Zitat genannten,die dann als „major depression“ eingestuft werden.
Und selbst, wenn nach 2 Monaten irgendein Psychotheoretiker der trauernden Person eine Depression bescheinigen würde, würde es wenig daran ändern, dass nach 8 Wochen nur Meisterverdränger mit dem Trauern um eine geliebte Person fertig sind, und damit so gut wie jeder wesentlich länger als 8 Wochen braucht.
Mal ganz davon abgesehen, dass die Trauer wesentlich mehr Phasen umfasst, als nur die depressive.

Wie Du siehst, sind „Einfache Trauer“ und „8 Wochen“ (= 2
Monate) sehr wohl bekannt: Sie stehen im offiziellen
Diagnosesystem der Amerikanischen Psychiatrischen Vereinigung
und, was Du an der Z-Nummer erkennen kannst, in der auch für
Deutschland rechtsverbindlichen Internationalen Klassifikation
der Krankheiten (ICD-10) der WHO.

Da hast Du Dir aber einen Haufen Mühe gegeben,nachzuweisen, dass Du formalpsychologisch Recht hast.
Ob das, was amerikanische Psychiater möglicherweise äussern,maßgeblich ist, wenn es um echte Gefühle geht,das ist streitbar.Aber auch das ist eigentlich nicht wichtig.
Eigentlich wichtig ist,Menschen in Krisen nicht noch einzureden, dass sie nun aber langsam mal durch sein müssten mit dem Trauern,andernfalls seien sie nämlich in eine Pathologie einzuordnen.

Mannomann, das ist ganz schön gefühlsabgespalten, was Du hier postest,und widerspricht, glaube ich fasr allen Erfahrungen mit Trauer, die Menschen so machen.

Ich habe noch nie jemanden erlebt, der oder die einen
geliebten Menschen verloren hat, der nach acht Wochen seine
beenden konnte und deshalb oder wegen der
Gefahr einer beginnenden Depression einen Arzt konsultieren
mußte.

Dieses konntest Du natürlich nur schreiben, weil Du weder
wußtest, was unter der Fachbezeichnung „Einfache Trauer“ zu
verstehen ist, noch wußtest, daß zwischen Trauer und
Depression ein enger Zusammenhang besteht, weil sich aus einer
Trauer eine Depression entwickeln kann. Weil beide
„Zustandsbilder“ phänomenologisch sehr ähnlich sind, können
sie verwechselt werden. Daher: Hält ein Symptombild wie
„Einfache Trauer“ länger als 2 Monate (= 8 Wochen) an, dann
sollte die Diagnose einer Major Depression in Betracht gezogen
werden.

Das interessiert aber jemanden, der konkret trauert einen,äh,Sch…dreck, denn um Kopfwissen(das zudem strittig sein dürfte ) geht es hier nicht.

Ich wollte mit dieser Ergänzung einfach nur der fatalen Annahme
vorbeugen, eigentlich müssten Trauernde mit ihrem Verlust doch
recht zügig fertig werden.

Ich glaube eher, daß Du Dich mit Deiner „Ergänzung“ als
Besserwisserin darstellen wolltest und glatt auf den Bauch
gefallen bist.

Das glaube ich nicht, es geradezu notwendig das zu erwähnen, aus dem von Benton genannten Grunde und als Besserwisser trittst Du eher hier an einem völlig unpassendem Ort auf.
Um das zu spüren, braucht es gar keine 10 Semester Psychologie, da reicht ganz normale Lebenserfahrung und ein gesundes Gefühl.

Traurig ist, daß Du nach Deiner ViKa Diplom-Pädagogin bist,
die als beruflichen Schwerpunkt die Trauerberatung (!) gewählt
hat. Erkundige Dich bitte etwas mehr über Trauer, bevor Du
Leute in einem Bereich berätst, in dem Du anscheinend selbst
Wissenslücken hast.

Traurig ist außerdem, daß Dein Posting anscheinend von
jemandem als inhaltlich wertvoll angesehen wurde, obwohl es
vor allem zeigt, daß Dein Wissen ergänzungsbedürftig ist.

Traurig ist, dass nach 10 Sem Psych jemand so gnadenlos seinen Film auf ein völlig angemessenes posting projizieren kann.
Hoffentlich lassen sie Dich nicht auf Menschen in Krisen los, bevor Du nicht ein ordentliches Maß an fundierter Supervision genommen hast…

Hoffentlich hast Du wenigstens die menschliche Größe, Deinen
Irrtum einzugestehen und Dich für Deine vorschnelle und sehr
provozierende Kritik zu entschuldigen.

Da bleibt nur zu hoffen, dass Du die menschliche Größe hast, einen passenderen Berufsweg einzuschlagen, vielleicht Automechaniker oder so was, da braucht es keine emotionale Kompetenz in Krisensituationen.

Zusammengefasst:
Es geht hier nicht um Dein angekratztes Ego, sondern um einen Menschen ,der eine wichtige und schwierige ALebensphase zu bewältigen versucht.

Kopfschüttelnd,Semele

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Hallo Oliver,

eine insgesamt ausgesprochen unhöfliche Antwort auf einen Beitrag, der in keinster Weise provozierend gemeint war und sein sollte.

Abgesehen davon, dass du mir jede Menge Dinge unterstellst, gehst du noch einen Schritt weiter, indem du einen User hier gleich auch noch angreifst.

Schade.
benton

Nur dass hier nicht von einer Depression gesprochen
wurde,Oliver, sondern von Trauer.

Nur daß Du offensichtlich nicht die Zusammenhänge kennst und Dir irgendwas zusammenphantasierst.

Und selbst, wenn nach 2 Monaten irgendein Psychotheoretiker
der trauernden Person eine Depression bescheinigen würde,
würde es wenig daran ändern, dass nach 8 Wochen nur
Meisterverdränger mit dem Trauern um eine geliebte Person
fertig sind, und damit so gut wie jeder wesentlich länger als
8 Wochen braucht.

Und selbst, wenn Du offensichtlich Unrecht hast, Du verschanzt Dich hinter Deinem zusammengerührten Psychoquark. Statt anzuerkennen, daß nach einer Zeit von 8 Wochen mit deutlichen offensichtlichen Trauersymptomen (nicht das, was Du vielleicht als „unbewußte“ Psychodynamik ansiehst) eine Depression vorliegen könnte, die immerhin eine lebensbedrohliche Krankheit darstellt, bleibst Du in Deiner Ecke zusammengerührten Psychoquarks.

Mal ganz davon abgesehen, dass die Trauer wesentlich mehr
Phasen umfasst, als nur die depressive.

-))) - Mal abgesehen davon, daß Du gar nicht ahnst, wovon ich spreche.

Da hast Du Dir aber einen Haufen Mühe gegeben,nachzuweisen,
dass Du formalpsychologisch Recht hast.

Ah - siehst Du: „Formalpsychologisch“ - was auch immer das ist - habe ich also Recht. Wie schwer ist Dir das gefallen zu schreiben? Außerdem muß ich Dich enttäuschen: Mühe habe ich mir keine gemacht. Wenn man was von Klinischer Psychologie und Psychiatrie versteht, dann muß man dieses Wissen jederzeit parat haben. Etwas, was Du offensichtlich nicht hast und nicht haben willst.

Ob das, was amerikanische Psychiater möglicherweise
äussern,maßgeblich ist, wenn es um echte Gefühle geht,das ist
streitbar.Aber auch das ist eigentlich nicht wichtig.
Eigentlich wichtig ist,Menschen in Krisen nicht noch
einzureden, dass sie nun aber langsam mal durch sein müssten
mit dem Trauern,andernfalls seien sie nämlich in eine
Pathologie einzuordnen.

Jetzt wieder anders: „Was amerikanische Psychiater möglicherweise äußern“. Was denn nun? Äußern sie es oder nicht? Du kennst sicherlich nicht einmal das DSM vom Sehen, aber …
Und nun das beliebte Mittel die „echten“ Gefühle für sich (sprich Dich) in Anspruch nehmen. Ihr Möchtegernpsychologen seid so durchschaubar.
Es ist eine unglaubliche Frechheit Experten (und nicht ich bin gemeint), die jahrzehntelange in der Psychiatrie arbeiten und Menschen geholfen haben, zu unterstellen, daß sie „Menschen in Krisen einreden, daß sie langsam mit dem Trauern durchsein müßten.“ Daß mit den 8 Wochen ist nämlich genau das Gegenteil von dem, was Du daraus machst: Danach beginnt ggf. eine antidepressive Behandlung, die auch intensive Bearbeitung des Trauerproblems beinhaltet.

Mannomann, das ist ganz schön gefühlsabgespalten, was Du hier
postest,und widerspricht, glaube ich fasr allen Erfahrungen
mit Trauer, die Menschen so machen.

Gefühlsabgespalten? Es ist beleidigend und ehrverletzend, was Du hier postest und solche Statements von Dir sind es, die meinen ganzen Beruf mit tausenden professionell arbeitenden Kolleginnen und Kollegen in ein schlechtes Licht bringen.

Das interessiert aber jemanden, der konkret trauert
einen,äh,Sch…dreck, denn um Kopfwissen(das zudem strittig
sein dürfte ) geht es hier nicht.

Na, abstrakt trauern fällt wohl schwer. Im übrigen interessiert es doch, weil bei einer über 2 Monate hinausgehenden Trauer mit den genannten Symptomen der Verdacht auf eine lebensbedrohliche Krankheit naheliegt. Na ja, vielleicht interessiert es Dich nicht, aber welchen praktisch arbeitenden Psychiater interessiert Deine Meinung zu dem Thema. Wenn in China ein Sack Reis …

Um das zu spüren, braucht es gar keine 10 Semester
Psychologie, da reicht ganz normale Lebenserfahrung und ein
gesundes Gefühl.

Ja, ja. Die alte Leier - wenn man nicht argumentieren kann, dann kommt die „ganz normale Lebenserfahrung“. Solche Leute wie Du möchten sie gerne normieren, die „ganz normale Lebenserfahrung“ - natürlich nach der eigenen.

Da bleibt nur zu hoffen, dass Du die menschliche Größe hast,
einen passenderen Berufsweg einzuschlagen, vielleicht
Automechaniker oder so was, da braucht es keine emotionale
Kompetenz in Krisensituationen.

Spricht für sich.

Zusammengefaßt:
„Da werden Weiber zu Hyänen“ (Schiller)

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eine insgesamt ausgesprochen unhöfliche Antwort auf einen
Beitrag, der in keinster Weise provozierend gemeint war und
sein sollte.

Diese „Inhalte“ - „der fatalen Annahme
vorbeugen, eigentlich müssten Trauernde mit ihrem Verlust doch
recht zügig fertig werden“, „steht nirgends“, „…und dann ist alles wieder ‚im Lot‘?“ - war beleidigend.

Ich habe niemals behauptet, daß „Trauernde mit ihrem Verlust doch recht zügig fertig werden“ müßten. So eine unglaubliche Unterstellung gepaart mit krassestem Unwissen führte nämlich flugs dazu, daß zumindest ein anderes Mitglied der Community sie aufgriff und weiter verbreitete.

Abgesehen davon, dass du mir jede Menge Dinge unterstellst,
gehst du noch einen Schritt weiter, indem du einen User hier
gleich auch noch angreifst.

Abgesehen davon, daß Du Deinen Irrtum nicht eingestehen kannst, bezeichnest Du die entschiedene Abwehr Deiner Unterstellung als Angriff.

Oliver

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Kennst du das Gefühl?
Hallo Oliver,

hast du schon einmal einen für dich wichtigen und geliebten Menschen verloren?

  • keine Provokation, nur eine vorsichtige Frage.

Klio.

Hallo Oliver,

  1. habe ich nicht das Bedürfnis, irgendwelches „Fachwissen“ zu demonstrieren - das überlasse ich anderen;

  2. nicht alles, was man beruflich macht, muß die Vika „zieren“ - schon gar nicht meine;

  3. „Grau - mein Freund ist alle Theorie …“ Ich schließe mich der Frage an: Hast du schon einmal einen geliebten Menschen verloren - und um ihn getrauert?

benton

Hallo Yvi,

ich schließe mich im Prinzip Romana und Semele an. Vor allen Dingen V. Kast kann zum Verständnis viel beitragen. Dennoch kann es unter Umständen schwierig sein, allein mit den vielen Fragen und evtl. Problemen umzugehen.

In vielen größeren Städten hat sich die Hospizbewegung niedergelassen. Hier sitzen Menschen. die sich sowohl um Sterbende als auch um Trauernde intensiv und fachlich kompetent kümmern. Auf jeden Fall findest du hier geeignete AnsprechpartnerInnen, die dir gerne helfen. Darüber hinaus kannst du dich an Seelsorgezentren wenden, die diesen Schwerpunkt haben oder dir Adressen geben lassen von speziellen Trauertherapeuten.

Ich wünsche dir viel Kraft.
benton

  1. „Grau - mein Freund ist alle Theorie …“ Ich schließe mich
    der Frage an: Hast du schon einmal einen geliebten Menschen
    verloren - und um ihn getrauert?

Ich schließe mich nicht dem Standpunkt an „Nur wer schizophren ist, kann Schizophrene behandeln“. Diese Art von Logik, die opportunistische Ablehnung von Theorien sowie die mangelnde Fähigkeit, einen grundlegenden Irrtum einzugestehen, zeigen, von welchem „intellektuellen“ Standpunkt „argumentiert“ wird.

Fragen zu meinem privaten Erlebnissen beantworte ich Dir nicht.

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Rein vom feeling her, und das trügt mich selten, mit Dir stimmt was grundlegend nicht, zumindest wie Du hier auftrittst, macht mich so denken. Das möchte ich gar nicht gerne weiter ausführen, weil dieses nicht Dein Thread ist und ich das Gefühl habe, dass Deine Störung eine Nummer zu groß für mich ist.
Semele

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[Mod] Diese Diskussion:
Hallo Semele,

ich möchte Dich bitten, die Diskussion an diesem Punkt zu beenden. Es ging und geht in diesem Thread um Träume in der Trauerphase, nicht um Olivers persönliche befinslichkeit, insofern ist das Thema hier komplett off-topic. Oliver hat versucht, zu helfen. Ob und inwieweit Yvi diesen Ratschlag für sich annimmt, bleit natürlich ihr überlassen.

Aber eine persönliche Diskussion über einen dritten User sollte hier nur dann geführt werden, wenn dieser das ausdrücklich wünscht, und Oliver hat deutlich gesagt, dass er es nicht wünscht. Ich möchte Dich bitte, das zu respektieren.

Danke und liebe Grüsse,
Nike
[Moderatorin]

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