Konfliktmoderation

Guten Abend,
ich bin auf der Suche nach Beispielen + Erklärungen für
„zirkuläres Fragen“,
„reflecting team“ und
„Reflexionsinterview“.

Als Studentin von Teamentwicklung und Interaktionsmana-
gement leite ich demnächst eine Konfliktmoderation nach
dem „Neuwaldegger Modell“. Während ich mich mit der Struk-
tur dieses Modells vertraut machte, lösten oben genannte
Begriffe einige Unklarheiten ob der Umsetzung aus: Wie
genau funktioniert zirkuläres Fragen, wie ist ein Reflexions-
interview aufgebaut bzw. welche Fragen beinhaltet es (Be-
ziehungsfragen?) und worum geht es beim reflecting team.

Ich freu’ mich auf Eure Hilfe! Dankeschön schon mal :wink:

Hi landroemerin

die Termini

„zirkuläres Fragen“,
„reflecting team“ und
„Reflexionsinterview“

haben ihren Ort in der Interviewtechnik der „systemischen Therapie“. Sie hier für deine Zwecke hinreichend sinnvoll zu erklären, wäre leider etwas zu aufwendig (zumal ich es nicht kritiklos machen würde, da ich selbst - INHO - sinnvollere & effizientere Verfahren des dialogischen Verhaltens bzgl. Konfliktmanagement betreibe).

Zum „Reflecting Team“ läßt sich vorab sagen, daß es ungefähr die Rolle spielt wie der „Chor“ in der klassischen griechischen Tragödie (Euripides, Sophokles, Aischylos)… :smile:

Zur schnellen Information für dich - falls es eilt - würde ich dir empfehlen:

Fritz B. Simon, Christel Rech-Simon: „Zirkuläres Fragen“
Carl-Auer-Systeme Vlg, Heidelberg
ISBN 389670107X Buch anschauen

Darin findest du für alle deine genannten Begriffe eine Fülle von Beispielen.

Viel Erfolg für deine Moderation!

Gruß

Metapher

http://www.praxis-dialog.de

Hi landroemerin

als Ergänzung zur obigen Antwort noch eine Buchempfehlung zum "reflecting team: Tom Andersen (Hrsg): Das reflektierende Team - Dialoge und Dialoge über die Dialoge. Verlag modernes lernen, Dortmund.
Der Untertitel führt schon kurz in das Thema ein, nämlich das Gespräch der Therapeuten über das was in der (fest steckenden) Therapie gesprochen wurde und zwar im Beisein der Klienten und der beteiligten Helfer. Das ermöglicht u.a. den Klienten eine Aussensicht von ihrer Wahrgenommenheit und zu dem, was bearbeitet wurde zu hören. In solchen Situationen die Klienten zu pathologisieren ist vorstellbar schwieriger und eine gute Möglichkeit die Sichtweise des Therapeuten auf das System Familie zu lenken und sich dabei selber als Teil dieses Systems zu begreifen.
Grüße
Christian

Doppelposting, weitere Antworten bitte bei SozWis
Hallo Landroemerin,

Normalerweise sind Doppelpostings nicht so das Gelbe vom Ei. :smile:

Da Du hier aber schon eine sehr hilfreiche Antwort bekommen hast, möchte ich den Thread nicht löschen.
Weitere Antworten möchte ich Euch aber bitten, im Brett „Sozialwissenschaften“ zu posten.

Hier ist der direkte Link:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Liebe Grüsse, Nike
[Mod]

Dankeschön
Hallo Ihr beiden,
recht herzlichen Dank für Eure Hinweise - die Bücher
waren bei uns momentan nur über die Fernleihe erhält-
lich, weswegen ich Eure „Starthilfen“ zu den Begrifflich-
keiten wirklich gut fand.
Die Moderation lief unglaublich flüssig, ich war ziem-
lich überrascht, wieviel dann doch über Intuition lau-
fen kann… Und die Sache mit dem griechischen Chor:
das hatte für die zur Reflexion angehaltenen Konflikt-
parteien wirklich was Meditatives!

An die MODs ein Dankeschön für’s Beibehalten meines
Postings, was auch von Eurer Seite intuitiv richtig war:
Teamentwicklung & Interaktionsmanagement wird nämlich
im Bereich „Angewandte Psychologie“ gelehrt :wink: