gestern habe ich im Fernsehen"Autopsie - mysteriöse Todesfälle" gesehen, da ging es in einem Teil darum, dass der Täter seine Unschuld beteuerte den Mord begangen zu haben. Ich habe gesehen wie er sich verteidigte und erzählte alles aus seiner Sicht mit geschlossen Augen. Ich habe schon so etwas öfter beobachtet, selbst in meiner Nachbarschaft. Ich habe eine Bekannte, wenn sie erzählt schliesst sie die Augen und schaut niemanden an. Ich habe dann sogleich den Eindruck, dass sie nicht die Wahrheit sagt und so war das auch gestern in der Sendung, er wurde als Mörder entlarvt.
Kann mir jemand einen Grund nennen warum manche die Augen schliessen wenn sie etwas erzählen?
wenn du etwas erzählst, lässt du das Ganze noch mal „vor deinem inneren Auge“ ablaufen, vor allem wenn es sich um längere Erzählungen dauert. Das Augenschließen kann helfen, sich auf die GEschichte zu konzentrieren und alles so genau wie möglich zu erklären, so wie du ein Bild beschreibst, das du in dem Moment „vor deinem inneren Auge“ siehst. Geht mir manchmal auch so, wenn ich etwas ganz genau erzählen will.
wenn du etwas „aus dem Kopf“, deiner Erinnerung erzählen willst und du brauchst dazu einfach Konzentration - dann wirst du unweigerlich die Augen nach oben verdrehen (Signal - Achtung ich denk nach) oder du schliesst deine Augen, blendest alles andere, störende, ablenkende aus. So bist du ganz für dich und kannst dich nicht ablenken lassen. Und keiner würde dich bei geschlossenen Augen unterbrechen. Das ist ein sehr deutliches Signal das man nicht gestört werden will.
Ich denke einige Körpersignale (Augen nach oben verdrehen beim nachdenken) sind eben so - das macht irgendwo jeder. Das mit den geschlossenen Augen kenne ich nicht, ich mache das nur wenn ich mich wirklich ganz stark konzentrieren muss. Aber nur kurz, dann habe ich den Faden wieder und kann mit offenen Augen erzählen.
Ob nun geschlossene Augen sofort bedeutet das man lügt, wage ich zu bezweifeln. Allerdings kann man im Sprachfluß, in der Modulation und anhand der anderen Körpersprache manchmal schon erkennen wann jemand lügt.
Die Lüge braucht eine höhere Konzentration um sie plausibel klingen zu lassen, oft wird eine Lüge im Geiste so oft wiederholt, bis man sie „flüssig“ aussprechen kann - um fachmännisch und glaubhaft zu lügen. Trotzdem erfordert eine Lüge immer mehr Kraft. Denn man muss ja die Wahrheit verändern und man muss es normal klingen lassen. Daher vielleicht das Beispiel bei Autopsie mit dem Lügner der die Augen verschließt.
Grüsse
Helena
PS - die meißten Lügen werden jedoch mit offenen Augen erzählt! *zwinker*
ich habe in einem interessanten buch von samy molcho gelesen, daß menschen, die nach oben sehen (in bewerbungsgesprächen beobachte ich das immer) nachdenken. genau nachdenken, um das richtige zu erzählen. richtig im sinne von vollständig.
und wenn sie nach unten sehen (nach einer frage, die ich ihnen stelle) dann kommt oft eine lüge. natürlich bereitet es mir dann immer einen heiden spaß, diese aufzudecken, was meist klappt. aber man will das ja auch nicht immer. es gibt ja "standardflunkereien in vorstellungsgesprächen
außerdem bin ich ja nicht der vorstellungsgespräche-tyrann.
ich will und muß den anderen ja kennenlernen um ihn einzustellen oder eben nicht (richtige wahl treffen).
interessant ist das allemal.
gruß yvi
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Hi Ivy,
stimmt alles, aus der Hirnforschung wurde gemeldet, dass durch die verschiedenen Augenstellungen jeweils verschiedene Hirnbereiche aktiviert werden (zusagen das Suche im Archiv von Wahrheit und Lüge
Grüßle
Birgit
was kann man den deuten wenn z.B. bei Vorstellungsgesprächen der Gefragte nach links oben schaut? Ich habe in einer Illustrierten gelesen, dass er sich etwas ausdenkt was er dann sagen kann, wenn er nach rechts oben schaut überlegt er und das was er sagt entspricht der Wahrheit. Ist da was dran? Schönen Tag wünscht - Heike
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