Fehlgeburt od. unerf.Schwangerschaftsw./ps. Folgen

Von: (abgemeldet) , Frage gestellt am So, 28. Jul 2002
Hallo!

Solltet ihr mit einem dieser Themen Erfahrung haben und nicht nur etwas "über 20 Ecken gehört haben (á la Stille Post)", dann würde es mich sehr interessieren, was ihr da für psychische Verhaltensweisen/Situationen beobachtet/erlebt habt.

Ich selbst habe keine Fehlgeburt erlebt, aber einen sogenannten "unerfüllt gebliebenen Schwangerschaftswunsch". Bitte, jetzt keine bösen Meldungen oder so, denn bei mir haben sich bereits nach dem 3. Monat, "wo ich doch in meiner Perfektionssucht angenommen habe, es klappe gleich im 1. Monat .... (furchtbar!!!)", wo es nicht geklappt hatte, psychische Zustände gekriegt.

Der Grund dafür ist nicht nur, der "kurz unerfüllt gebliebene Schwangerschaftswunsch", sondern auch ein jahrelanger Druck (arbeitsmäßig) dem ich ausgesetzt war, den ich aber in den 5 Jahren nicht einmal richtig bemerkt habe und der unerfüllte Schwsw. war sozusagen das Pünktchen am i.

Ich bin in ärztlicher Behandlung und es geht mir auch schon besser. Alleine hätte ich es nicht geschafft, also ohne Arzt (mein Partner ist sehr verständnisvoll und geduldig), denn ich war schon in einem sehr tiefen Loch. :-(((((((

Warum ich hier poste, obwohl ich in ärztlicher Behandlung bin, hat folgenden Grund. Immer wieder kommen auch jetzt noch manchmal so Tiefs im Abstand von ca. 10-14 Tagen.
Irgendwie glaube ich, daß ich innerlich einen Groll gegen meinen Partner hege, denn dieser hatte in den letzten 1-2 Jahren (in denen der Wunsch nach einem Baby in mir immer wieder "aufkeimte", ich mir aber selbst noch nicht ganz sicher war), verständlicherweise gesagt, er würde das jetzt im Moment nicht auch noch schaffen und es wäre zu wenig Zeit da. Da hatte er absolut recht - rational - wenn aber körperlich schon so ein Babywunsch da ist - jedenfalls von Zeit zu Zeit - hilft jede rationale Überlegung eher wenig.

Die Beziehung ist glücklich, das Runderhum stimmt auch, aber wie gesagt "wenn man keine Probleme hat sucht man sich welche".

Ich möchte jetzt hier nicht genau auf meine Gefühle/Zustände eingehen, ich bin noch zu verletztlich dazu, ich hoffe, ihr versteht mich trotzdem u. könnt mir vielleicht ein wenig erzählen, sodaß ich mit mir vergleichen kann u. ich mir auf meine Situation noch besser einen Reim machen kann.

Eine auf Hilfe hoffende
Michi, vielen Dank jetzt schon.

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von (abgemeldet) nach 18 Stunden 0 hilfreich
    Re: Fehlgeburt od. unerf.Schwangerschaftsw./ps. Fo
    Hallo Michi,

    wie ich Deinen Zeilen entnehme, geht es im Kern darum, dass Du nach drei Monaten "probieren" nicht schwanger geworden bist. Richtig? Obwohl Du, wie Du schreibst, in Deiner "Perfektionssucht" meinst, es müsse schon nach vier Wochen "klappen". Und nun bist Du traurig und deprimiert.

    Dazu kann ich Dir folgendes sagen: In meinem Bekannten-. und Freundeskreis (alle so um die 30) gibt es eine Menge Mamas mit kleinen Kindern bzw. Babies. Und was die so über die Schwangerschaften erzählen, sollte Dir Mut machen. Bei der einen dauerte es vier Wochen, bis sie schwanger war, bei der anderen drei Jahre. Ärzte gehen davon aus, dass ein Jahr warten ganz normal ist. Vor allem, wenn Du psychischen Druck hast, Dich nur schwer entspannen kannst oder Dein Partner nicht so ganz hinter dem Kinderwunsch steht. Oder wenn Du schon etwas älter bist (30 aufwärts).

    Ich würde Dir auf jeden Fall raten, nicht panisch zu werden, nicht jeden Tag 20 Schwangerschaftstest in der Apotheke zu kaufen und vielmehr Entspannung zu suchen. Ruhe. Yoga. Wandern. Walken. Mal alleine übers Wochenende in eine Wellness-Oase gehen. Einfach nur Ausgeglichenheit. Wie sagte neulich ein Gynäkologe so schön: "Die meisten Frauen werden dann schwanger, wenn man gerade nicht therapiert."

    Wie gesagt: Ein Jahr Warten ist normal. Dein Körper macht das schon.

    Beste Grüsse
    Anna
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