Verhalten gegenüber Helfenden

Hallo,

ehrlich ich weiss nicht, wie soll ich mich in diesem Fall
verhalten, wie damit umgehen?

Zuerst einmal ich bin überwältig vor Freude und Dankbarkeit
gegenüber zwei Menschen.
So etwas ist mir noch nie passiert. Sie haben mir aus einer
psychisch sehr belastenden Situation geholfen, o b w o h l wir
uns noch gar nicht lange kennen.
Das Ehepaar ist in meinem Alter…möchte hier gar nicht genau
ausführen, was sie geleistet haben und leisten.
Wie die meisten wissen, hab ich ja die etwas andere :smile: Tochter,
bei der nun endlich ein ADS-H-Syndrom diagnostiziert worden ist.
Ohne die beiden hätte ich es nie geschafft, endlich die richtige
psychol.- für meine Tochter und psychotherapeut. Betreuung für
mich (*ichkanneskaumaussprechenvorscham*) zu bekommen. Wir gehen
jetzt, da die Diagnose feststeht, getrennte Therapiewege. Meine
besteht darin, mit der tgl. Streßsituation viel besser umgehen zu lernen.

Gut gut, sonst wird das ellenlang.

Nun möchte, nein muß ich mich nicht einfach tgl. bedanken, aber mit soviel Unterstützung, die ich erfahren habe, weiß ich einfach nicht umzugehen. Sie haben mir ihre Freundschaft nicht nur angeboten, sondern verhalten sich auch wie langjährig gute Freunde. Ich hingegen wirke eher distanziert auf die beiden und es fällt mir so schwer, meine Gefühle darzulegen.

Gibt es da irgendeinen Rat auf die Schnelle?
Sie waren gerade bei mir, deshalb bin ich jetzt schnell
zum PC, weil ich mir so mieß vorkomme ihnen gegenüber.

Entschuldigt die Länge des Postings, aber D A S mußte jetzt
raus so schnell als möglich.

Vielen Dank
hd

Was tu ich jetzt bloß.

Hallo Dilarah,

Geschenke zu machen will genauso gelernt sein, wie Geschenke entgegenzunehmen. Und schenken ist leichter, weil mit dem Erhalt einer Gefälligkeit das Gefühl bekommen könnte, dass eine „Rechnung“ offen ist, oder unter Unbehagen im muffigen Winkel der Seele befürchtet, dass gleich ein dickes Ende nachfolgt - was man so als Mißtrauen nennen könnte.
Vielleicht solltest Du über ihre Taten nicht so sehr nachdenken. Ich glaube nämlich, dass man schon instinktiv eine Gelegenheit erkennt, bei der man sich gebührend revangieren kann- das ist halt eine Frage der Zeit.
Wichtiger ist, so denke ich, dass Du zu den netten Leuten einen freundlichen und aufgeschlossenen Kontakt hältst. Wenn sie so hilfsbereit sind, dann sind sie auch kontaktfreudig. Das heißt, sie mögen Dich einfach, und sind dann auch froh von dir gemocht zu werden. Denn ist es nicht so, dass sich normalerweise man zu „Fremden“ recht distanziert verhält? Gefühlsarmut untereinander läßt einen hungrig werden. Ein nettes Lächeln und ein vertrauliche Wortwechsel…das ist ein wesentlicher Unterschied zu dem täglichen Einerlei mit Kollegen, Nachbarn, Metzgereiverkäuferin…das kann einem den Tag versüßen.
Ich glaube außerdem, dass helfen befriedigt. Wenn sie Dir helfen konnten, dann verbuchen sie das als ihr Erfolg.
Wie gesagt, denke nicht so viel darüber nach, sondern vertraue ruhig dir selbst, das richtige zum richtigen zeitpunkt zu machen.

liebe Grüße
Claudia

Hallo Grilla,

Genau das

Geschenke zu machen will genauso gelernt sein, wie Geschenke
entgegenzunehmen. Und schenken ist leichter, weil mit dem
Erhalt einer Gefälligkeit das Gefühl bekommen könnte, dass
eine „Rechnung“ offen ist, oder unter Unbehagen im muffigen
Winkel der Seele befürchtet, dass gleich ein dickes Ende
nachfolgt - was man so als Mißtrauen nennen könnte.

ist es!!! Warum sollte mir wohl jemand was Gutes tun, ohne
jede Gegenleistung? Du hast den Nagel wirklich auf den Kopf
getroffen. Obwohl ich für meine Person das immer so gesehen
hab. Ich hab kein Problem zu geben, im Gegenteil! Es befriedigt,
wie Du schon schreibst, man fühlt sich gut dabei.

Vielleicht solltest Du über ihre Taten nicht so sehr
nachdenken. Ich glaube nämlich, dass man schon instinktiv eine
Gelegenheit erkennt, bei der man sich gebührend revangieren
kann- das ist halt eine Frage der Zeit.

Das hoffe ich sehr, denn ich mag die Gelegenheit vor lauter „Kleinkram“ um nichts in der Welt verpassen.

Das heißt, sie mögen Dich einfach, und sind dann auch froh von
dir gemocht zu werden.

Dies überrascht mich immer wieder und die Menschen und Freunde, die mich lange kennen, lächeln auch immer wieder gern drüber und
erzählen/zeigen mir…wie ich mich am Anfang einer freudschaftl.
Beziehung „geziert“ habe. Ich hab nur nicht erwartet, nochmal
neue Freunde finden und wollte es auch gar nicht. Manchmal
passieren Dinge, die einfach nur gut so sind, wie sie sind.

Und jetzt hab ich mich gleich nochmal sehr gefreut, nämlich über
Deine warmherzige Antwort. Hab vielen Dank und

liebe Grüße
hd

Hallo Dilarah,

zuerstmal WARUM soll man dich nicht mögen!

und für Feinspitze…Geschenke richtig annehmen ist eine
*Hohe Kunst* viel schwieriger als schenken.
Aufrechene soll man keine Hilfe…zu unterschiedlich sind die
Bedürfnise.
Hilfe anbieten und schenken, soll nicht mit einer Gegenleistung verbunden sein…denn Hilfe schenken ist schon schön genug.
Wie du fühlst, so fühlen auch viele andere Menschen…

sooo einfach ist es

*knuddel*
Kerbi

Hi!
Warum sagst Du ihnen nicht einfach, wie dankbar Du bist und bietest ihnen im Gegenzug Deine Hilfe an.Sag’ihnen, daß sie immer auf Dich zählen können,wenn sie Dich mal brauchen sollten.
Sag’ das ganze am besten bei einem selbstgemachten Essen!
Und dann halte die Augen auf,wenn mal ein Umzug oder Renovierung o.ä. stattfinden sollten…
Andrea

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Hallo liebe Kerbi,

zuerstmal WARUM soll man dich nicht mögen!

Komplexe??? Ich weiss nicht, hab auch einige unschöne Seiten,
aber ja, wer hat sie nicht.

Wie du fühlst, so fühlen auch viele andere Menschen…
sooo einfach ist es

…wenn man dies erstmal annehmen kann, ist es wirklich
bestimmt ganz einfach.

PS: die Esotherikgeschichte hat sehr gut getan, sie liest
sich irgendwie wie das Leben selbst: in sich geschlossen,
dennoch unbegreiflich einfach.

Ganz ganz liebe Grüße
hd

Hallo Andrea,

Warum sagst Du ihnen nicht einfach, wie dankbar Du bist und
bietest ihnen im Gegenzug Deine Hilfe an.

Das verstand sich von selbst, nur manchmal sind Worte nicht
genug, wenn Du verstehst? Auch wenn man mir jetzt Übertreibung vorwirft, in gewisser Weise haben wir ihnen unser Leben zu
verdanken, da sind Worte und ein Essen einfach wie eine
Ohrfeige. Ich hoffe jetzt, ich drück mich verständlich aus.

Aber in einem hast Du und haben die anderen recht: Aufmerksamkeit schenken, das scheint das Wichtigste überhaupt und in der Lage sein, dies nicht nochmal zu verlernen.

Hab vielen Dank für Dein Posting.

Herzl. Grüße
hd

Hallo Dilarah!

Ich finde das Wertvollste das du den Menschen anbieten kannst ist deine Freundschaft. Im Gegenzug nimmst du ihre Freundschaft dankbar an. Dann wird alles selbstverständlich. Lass die Freundschaft langsam wachsen, bei Treffen und Gesprächen, dann wirst du wissen, wenn deine Hilfe gebraucht wird.

Je offener du über deine Gefühle sprechen kannst, desto einfacher wird es. Setze dich nicht unter Druck, lass die Freundschaft langsam wachsen. Nur Mut, du schaffst das!

Gruß Sylvia

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Sylvia,

Ihr macht mir wirklich Mut, Dinge zuzulassen, über die
ich längst nimmer nachdenken mußte. Ich habe einen guten
Freundeskreis, von dem ich mir im letzten Jahr mehr und
mehr Abstand erbeten habe. Deshalb war ich so verwundert.
Aber die Dinge ändern sich und damit ist es richtig,
auch neues zuzulassen.

Hab auch Du vielen Dank für Dein Posting.

Herzl. Grüße
hd

Hallo Dilarah,

es gibt solche Menschen die einfach helfen weil es zu ihrem Leben
gehört. Einfach so - ohne auch nur die geringste Gegenleistung
zu erwarten. Es ist Lohn genug zu sehen das sie helfen konnten.

Mir geht das manchmal auch so. Es macht Freude zu helfen und das
ist dann schon Lohn genug.
Auch wenn es bedeutet 14 Tage lang 10 Stunden am Tag für jemanden
da zu sein - dann ist dieses tun das was ich tun möchte etwas pathetisch „der Sinn meines Lebens“

Ich vermute Du bist für SIE Ok so wie Du bist. Möglicherweise
möchtest nur Du selbst irgendwie „anders“ sein - anders reagieren.

Meine Meinung dazu ist:

der Weg zur Weiterentwicklung führt darüber
sich selbst erst einmal anzunehmen so wie man ist. - Aber das ist nur meine Meinung. Schau mal ob Du etwas damit anfangen kannst.

Du kannst ja mal für eine halbe Stunde so TUN ALS OB das
„in Ordnung“ WÄRE wenn Sie Dir helfen und Du bist einfach so wie
Du bist - wie immer das auch sein mag - und fühlst wie sich das anfühlt.

Die beiden scheinen Menschen zu sein, die eine wohlwollende Grundhaltung haben. Bei solchen Menschen kannst Du Dich auf
die verschiedenste Art und Weise bedanken und es wird sie freuen.

Bedanke Dich auf die Art und Weise wie es Dich selbst freuen würde wenn Du an ihrer Stelle wärst.

Wenn Dich ein Lächeln freuen würde lächle
wenn Dich ein Blumenstrauß freuen würde - kauf einen Blumenstrauß für sie

Wenn Dich eine Postkarte freuen würde - schreib eine Postkarte

Vielleicht kannst Du Dich auch so bedanken:

Strebe danach so wohlwollend zu werden wie diese beiden Menschen.

ausbalanciert zwischen Geben und Nehmen

Es ist egal wie lange es dauert so zu werden - wichtig ist nur
das Streben danach.

Aber auch das ist nur ein Vorschlag - wenn er Dir gefällt versuche
es - wenn er Dir nicht gefällt ist das auch Ok.
viele Grüße

Stefan

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Stefan,

…und genau das was ich Dilarah sagen wollt, nur bei mir wars die Kurzfassung :wink:)

Dank von mir für deine Gedanken.
Kerbi

Hallo Kerbi und Stefan,

…genauso jedenfalls hab ich es verstanden und angenommen.
Danke Stefan.

LG
hd