Heyá!
Seid auch Ihr notorische Dreimalnachgucker, bevor Ihr aus dem Haus geht? („Hab’ ich auch WIRKLICH den Herd abgestellt?!“ usw.) Habt auch Ihr feste Kontrollrundenrituale, bevor Ihr beruhigt Eure Gemächer verlaßt? Ich nehme mir immer ein paar Minuten dafür, obwohl mir in dieser Hinsicht noch nie wirklich eine gefährliche Vergeßlichkeit widerfahren ist (wenngleich ich das Unglück aus anderen Gründen ausgebrannter Wohnungen intensiv kenne - Freunden von mir ist aufgrund einer defekten Leitung die Küche in Brand geraten).
Ich kann gar nicht anders und mache das seit Jahren schon so und verlasse mich höchst ungern auf ein „Das habe ich so automatisch gemacht, das kann ich gar nicht vergessen…“. Zwei-, dreimal durch die Wohnung spazieren und überall kurz nochmal reinschauen, obwohl man ja eigentlich WEISS, daß das Wasser im Bad nicht mehr läuft.
Es scheint mir damit so zu gehen wie einer Menge Leute, denn ich ernte stets sehr wissendes Nicken, wenn ich das erwähne und jede Menge verschämte Anekdoten.
Gesprächsweise kamen meine Partnerin und ich neulich auf diese offenbar recht verbreitete Angewohnheit, und wir diskutierten darüber, ab wann so etwas krankhaft werden kann. Denn es gibt ja - hat mir jemand vom Fach bestätigt - durchaus Fälle, wo jemand „in der Art eines in der Mechanik hängengebliebenen Aufziehpüppchens“ (so wurde es mir beschrieben) stundenlang immer wieder bestimmte Kontrollrituale vollführen muß, um sich sicher genug zu fühlen und das Haus / die Wohnung usw. zu verlassen.
Ab wo geht allgemeine Nervosität und Unsicherheit in ein krankhaftes Verhalten über? Welche Kriterien gibt es? Und wie nennt man das Krankheitsbild, das dann ggf. entsteht? Wie heilt man ggf. so etwas?
Ein schönes Wochenende wünscht
der Pengoblin
