Hi Vanessa!
Ich weiß zwar nicht, ob Du eine Antwort auf Deine Anmerkungen haben möchtest, ich bin aber mal so frech und schreib´ sie einfach hin. 
Die Frage ist nicht einfach zu beantworten. Einige Hinweise
kann ich Dir nennen:
- Gewöhnung an die Substanz
- Fehleinschätzung der eigenen Toleranz Alkohol gegenüber
- genetisch bedingte Appetenz zum Alkohol (male-limited type
of alkoholism (sic!) nach Cloninger),
Gibt es das wirklich?
Worauf bezieht sich die Frage: Ob es den „male-limited type of alcoholism“ nach Cloninger gibt? Na ja, also zumindest glaubt der Cloninger daran. Seine Studien wurden aber heftig kritisiert. Ich schreibe aber trotzdem mal etwas dazu, damit Deine Vorurteile über Männer noch etwas Futter erhalten 
Cloninger und Mitarbeiter (1981) nehmen 2 Typen von Alkoholismus an:
Typ I (milieu-limited type): 76% der Fälle, sensitiv gegenüber Umweltfaktoren, „harmloser“, betrifft Frauen und Männer, Beginn nach dem 25.-27. Lebensjahr, Schuldgefühle im Umgang mit der Störung, Kontrollverlust, Störungen im serotonergen und noradrenergen Neurotransmittersystem (Zusammenhang mit Depression).
Typ II (male-limited type): 24% der Fälle, betrifft nur Männer, Söhne von Alkoholikern, in hohem Maß genetisch bedingt, „ernsterer Alkoholismus“, Beginn vor dem 25.-27. Lebensjahr, keine Schuldgefühle im Umgang mit der Störung, kein Kontrollverlust, Störungen im dopaminergen Neurotransmittersystem, Anzeichen von „sensation seeking“, Konflikte mit dem Gesetz, Tendenz zu aggressivem Verhalten (Merkmale einer Antisozialen Persönlichkeitsstörung).
Wohl gemerkt: Das sagt Mr. Cloninger. Ich sage das nicht. Kritik bitte direkt an Mr. Cloninger.
- deutlich späterer Eintritt aversiver Konsequenzen des
Substanzkonsums im Gegensatz zum frühen Eintritt der als
angenehm erlebten Konsequenzen
Äääääääääääääääääääh?!?!?!? Sie (Menschen allgmein, nivht dass
ich hier wieder böse verallgemeiner
)merken nicht, ab wann
ihnen schlecht wird?!? Oder was heisst das übersetzt?
Das steht da nicht. Ich schrieb, daß die aversiven Konsequenzen des Alkoholkonsums (z.B. Ko****) deutlich später einsetzen als die angenehmen (z.B. Euphorisierung). Das bedeutet: Die Droge macht Dich erst happy und erst später kommst Du wieder ´runter. Du weißt doch: Im Rausch meinen die Kerle, daß sie die Größten sind! Das ist die Überaktivierung erregender Neurotransmittersysteme und die mangelnde Aktivität hemmender Systeme. Also noch ein Gläschen! Und wenn´s dann zu viel wird, dann ist´s zu spät und das Jacket fängt an zu müffeln. Das Nicht-Aufhören-Können nennt man Kontrollverlust.
Daß die Menschen es nicht merken, daß ihnen schlecht wird, steht da also nicht. Allerdings ist die Wahrnehmung körpereigener Prozesse unter höheren Dosen Alkohols tatsächlich verzerrt bzw. eingeschränkt.
Freundliche Grüße,
Oliver