Ich halte die Frage kurz. Übertrieben appetitlich finde ich das Thema nämlich nicht. Jeder weiß, was ich meine. Jeder hat auch schon selbst erfahren müssen, was es bedeutet, wenn ein Schwein vor ihm auf dem Klo war.
Ein eigenartiges Phänomen, finde ich:
Den Scheiß runterzuspülen und etwas nachzuputzen gehört im trauten Heim zu den Selbstverständlichkeiten.
Aber… was treibt jemanden dazu, eine öffentliche Toilette dem nächsten Notdürftler im sauigsten Zustand zu hinterlassen? Ich meine, irgendwie muß dort eine tiefergreifende Wahrheit sitzen.
Hat jemand eine Erklärung?
Ein eigenartiges Phänomen, finde ich:
Den Scheiß runterzuspülen und etwas nachzuputzen gehört im trauten Heim zu den Selbstverständlichkeiten.
Wirklich? Schön wär’s…wir hatten letztes Jahr bei Einzug in unsere neue Wohnung das Vergnügen eine Toilette vorzufinden, die seit Jahren nicht mehr geputzt worden war (Assoziation ‚Trainspotting‘…). Der Vermieter ließ sie SOFORT austauschen. Die Vormieter btw ein Paar mit dreijährigem Kind und eigener Werbeagentur.
Zurück zu den öffentlichen Toiletten: Gilt dabei evtl. das Prinzip „Nach mir die Sintflut!“ (oder eben leider nicht) bzw. „Ich sch**ß drauf!“?
Der Kategorische Imperativ ist jedenfall an diesen Ort VÖLLIG außer Kraft gesetzt.
Ach, Tino, nicht nur auf öffentlichen Toiletten ist das so, sondern leider(!) auch bei uns im Geschäft (ja, ja, im Anwaltsbüro) … Vor allem auf dem Frauenklo siehts manchmal schlimm aus: Toilettenpapier in Fetzen auf dem Boden, leere Klopapierrolle hängt noch (statt sie wegzuwerfen und mit einer neuen Rolle zu ersetzen), auch die „Bremsspuren“ werden oft nicht weggeputzt … Lausig, sowas! Ich frage mich manchmal auch, wie das wohl bei denen zu Hause aussieht … Selbst Hinweiszettel nützen nichts.
Stimmt - das Problem ist nicht nur auf öffentlichen Toiletten zu Hause - ich war schon in Privatwohnungen zu Hause, naja. Dann habe ich schon extreme Bilder gesehen, wo sich Exkremente „Bergeweise“ auf der Toilette stapeln - zu Benutzung mus der Anwender mit beiden Beinen auf die Brille steigen (dort, wo es noch möglich ist) und sein „Geschäft“ im Stehen verrichten…
Vielleicht ist es aber ja noch das archaische Verständnis - im Wald gab es ja früher schließlich weder Toilettenpapier noch Klobüste…
Nein - das Problem ist ein anderes: Hektik und Stress gehen nicht nur auf Kosten der Nasszellenhygiene sondern auch auf Kosten der eigenen Gesundheit. Viele Hämorrhidiale Erkrankungen könnten vermieden werden, wenn man - statt eilig zu „pressen“ lieber geduldig und entspannt seinen „Stuhlgang“ pflegen würde.
Bei großer Eile werden diese kleinen, sehr stark durchbluteten Schließgefäße am After (Hämorrhiden) geschädigt - es kommt zu Durchblutungsstörungen und Verletzungen sowie Mißbildungen.
Was möchte man von solchen Menschen, welche so fahrlässig mit dem eigenem Körper zugunsten von Zeitersparnis denn in Bezug auf Putzarbeiten erwarten?
Es gibt aber auch so manches „Ferkel“, welches evtl. aufgrund eines „aristokratischem“ Weltverständnic heraus meint, solche Arbeit zu verrichten sein nicht standesgemäß - wozu gibt es denn schließlich das Reinigungspersonal.
Als ich damals den Wehrdienst absolviert habe, wurde in unserer kaserne eine 24h Toilettenwache eingeteilt, die notieren musste, wer wann auf Toilette war und wie er die Naßzelle hinterließ, da sich die privaten Reinigungskräfte auf Berufung Ihrer verfassungsmäßig garantierten Bürgerrechte geweigert hatten, die Toiletten in Ihren Urzustand zu versetzen…
Mal abgesehen von toten Junkies ab und an, häufig Fussabdrücke auf dem nicht hochgeklappten Deckel und dann danebenge…, Essensreste (Grillhähnchen etc.) von den nächtlichen Bewohnern , ich hab mir angewöhnt beim betreten eine handvoll Papierhandtücher zu greifen, ein mal ordentlich Desinfektionsmittel draufzutun und mit dem Schlimmsten rechnen beim Betreten der Kabine…
HH
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Nein - das Problem ist ein anderes: Hektik und Stress gehen
nicht nur auf Kosten der Nasszellenhygiene sondern auch auf
Kosten der eigenen Gesundheit. Viele Hämorrhidiale
Erkrankungen könnten vermieden werden, wenn man - statt eilig
zu „pressen“ lieber geduldig und entspannt seinen „Stuhlgang“
pflegen würde.
Bei großer Eile werden diese kleinen, sehr stark durchbluteten
Schließgefäße am After (Hämorrhiden) geschädigt - es kommt zu
Durchblutungsstörungen und Verletzungen sowie Mißbildungen.
Mein später mal nachbehandelnder Pathologe *gg* hat sie sogar
weitergeführt, die Menschen sind gestresst, ekeln sich, das
Toilettenpapier (war noch zu Ostzeiten) ist zu hart…so
entwickelt sich Darmkrebs…
ist nen bissl off topic, fiel mir dazu ein, weil wir uns darüber
als Jungvolk halb kaputt gelacht haben, dabei ist durchaus was
wahres dran.
Hi Tino,
wahrscheinlich stammt es noch von unseren evolutionären Vorfahren, daß einige (viele?) von uns gern auf anrüchige Weise ihr Revier makieren. Begriffe wie „Hinterlassenschaft“ = „hinter sich lassen“ deuten ja noch auf den Ursprung hin.
Möglicherweise hat ja das Nichthändewaschen ähnliche Ursachen.
nicht nur die Toiletten…
…werden schmutzig hinterlassen.
Viel zu viele werfen ihren Muell da weg wo sie gerade stehen. Strasse, Bahnsteig (oft neben die Muelleimer), in der Bahn, nach Verantstaltungen sieht es immer besonders schlimm aus. Ich frage mich auch, was das soll. Es ist doch nicht zuviel verlangt, dass man seinen Abfall in den Muelleimer schmeisst.
Hi Tino,
wahrscheinlich stammt es noch von unseren evolutionären
Vorfahren, daß einige (viele?) von uns gern auf anrüchige
Weise ihr Revier makieren. Begriffe wie „Hinterlassenschaft“ =
„hinter sich lassen“ deuten ja noch auf den Ursprung hin.
Hah, das erinnert mich an meinen Lieblingsspruch von der Adria: „… ich hab einen alten Bekannten getroffen…“ wenn man vom Scheissegürtel vor der Küste zurück an den Strand getrieben wurde…
HH
Möglicherweise hat ja das Nichthändewaschen ähnliche Ursachen.