interessant, denn…
…früher, als ich klein war, habe ich Schnick-Schnack-Schnuck (so heisst das Spielchen bei uns) tatsächlich gegen mich selbst gespielt.
Was das verlieren oder gewinnen betrift, so mag Thomas sicher recht haben, was Strategiespiele betrifft. Aber das genannte ist ja ein Glücksspiel. Und wenn ich das schnell genug spiele, weiss ich vorher nicht - bzw. ich rationalisiere nicht schnell genug - was die jeweilige Hand wählen wird. Und dann wird das Spiel auch wieder spannend.
Mit dem Verlieren oder Gewinnen ist es wohl wie mit dem halbvollen bzw. halbleeren Glas. Ich persönlich finde, wenn ich gegen mich selbst spiele, gewinne ich immer.
Hi.
Lies mal Stefan Zweigs „Schachnovelle“
Da ist genau das beschrieben: Jemand spielt Schach gegen sich selbst; man liest alle Schwierigkeiten, Selbstzweifel, Irrsinne, die so ein Spiel gegen sich selbst mit sich bringt.
Übrigens: Nicht nur psychologisch ein Meisterwerk, sondern auch literarisch wirklich lesenswert und sehr spannend!
hbx
Kann man gegen sich selbst spielen? Verlieren UND gewinnen?
klar kann man gegen sich selbst spielen, im Schach (und im Go) ist das sogar ein Muss, weil man die letztlich gewählte Strategie von allen Seiten betrachten muss.
Ob man allerdings gegen sich selbst verlieren oder gegen sich selbst gewinnen kann, das bezweifle ich, denn jeder strategisch gewählte Zug gegen sich selbst ist ja nur virtuell.
Im Grunde genommen ist das auch kein wirkliches Spiel gegen sich selbst, sondern eher die zeitlich begrenzte Identifikation mit zwei Identitäten A und B, die gegeneinander spielen. Eine Reflexion im Sinne eines Selbstbezuges findet nicht statt, jedenfalls nicht permanent.
Ja? Besiegst Du Dich immer?
Läßt Du Dich nie gewinnen?
Manchmal verliert man, manchmal gewinnen andere.
Andere? es geht doch drum, gegen sich selber zu spielen…Oder versteh ichs jetzt nicht richtig?
Also ich würde (nein bin nicht schizophren…*gg*), gesetz dem
Fall ein Teil von mir wäre getrennt vom anderen ich, nie zu-
lassen, daß das andere ich gewinnt.
Ist das kompliiiiziiiert.
Oder man ist immer der Gewinner?
Nein, es gibt nur ein ich und das sorgt dafür, daß ich Dinge
besiege oder Eigenschaften, wie Faulheit etc.
danke für den wertvollen Hinweis! Hatte das Buch vor 15 Jahren gelesen und in diesem Zusammenhang gar nicht dran gedacht *vordenkopfschlag*
Interessanter als reine „Denk-“ bzw. Strategiespiele wie z.B. Schach finde ich in Hinblick auf den Artikel in der FAZ allerdings Spiele, die „reflexhafte“ Bewegungen erfordern (wie Nike ja schon ausgeführt hat).