durfte heute bei einer chronisch kranken patientin eine ultraschallbehandlung am ellenbogen durchführen. nach einiger zeit sagte sie: „das an meinem ellenbogen dauert ewig“ (sie meinte damit die probleme am ellenbogen). das zeigt mir dass die sprache schon eine chronifizierung vorwegnimmt bzw. begünstigt (?).
da ich in letzter zeit viel über den zusammenhang zwischen sprache und körperlichen beschwerden lese/suche/diskutiere-hier meine frage:
ist dieser zusammenhang untersucht worden? (finde nur wenig material-und wenn dann meist bei krebspatienten oder psychoanalyse)
gibt es darüber ein „standardwerk“?
welche erklärungsmodelle gibt es dafür?
auch eigene erfahrungen sind wie immer willkommen!
kennst du Autosuggestion? Als Buch fällt mir dazu nur Erhard Freitag, Hilfe aus dem Unbewussten ein. Darin beschreibt er hauptsächlich Erfahrungen aus dem Bereich der Autosuggestion und des positiven Denkens.
Autosuggestion funktioniert in beide Richtungen, das heißt, du kannst etwas verbessern, aber auch verschlimmern. Wissenschaftliches zu dem Thema kann ich dir leider nicht bieten, nur meine eigene Erfahrung: Wenn ich gut drauf bin und mich selbst im Denken diszipliniere, schaffe ich es auch bei widrigsten Umständen Krankheiten zu entgehen. Wenn ich allerdings denke, Na prima, es regnet, jetzt erkälte ich mich bestimmt, kommt es meist auch so. Ich kann sogar meine innere Uhr so stellen, dass sie mich morgens zu einer bestimmten Zeit weckt, sei diese Zeit auch noch so abstrus und ungewöhnlich für mich. Ein paar Minuten vorher bin ich wach.
Gruß, die Elbin
komisch, das ist mir auch aufgefallen. Aber ich habe mir eigentlich noch nie so die Gedanken darüber gemacht. Aber wenn ich morgens früh aufstehen muß, weil ich einen wichtigen Termin habe oder so, wache ich pünktlich vorm Wecker auf. Egal, wann ich sonst so aufstehe.
Und oft „hilft“ es, wenn ich mir einrede: Ich habe jetzt keine Zeit zum Krank werden. So viel zu tun, so viele Termine… Dann werde ich auch nicht krank. Meist jedenfalls.
Also funktioniert das mit Autosuggestion?? Seltsame Sache, das!
Und oft „hilft“ es, wenn ich mir einrede: Ich habe jetzt keine
Zeit zum Krank werden. So viel zu tun, so viele Termine…
Dann werde ich auch nicht krank. Meist jedenfalls.
Versuch lieber dir einzureden, dass du gerne gesund bist, dass du gesund bist und bleibst und es keinen Anlass gibt krank zu werden. Wenn ich z. B. einen Schnupgen kriege, frage ich mich: Wovon habe ich gerade die Nase voll? WEnn ich das ändern kann, bleibt meist auch der Schnupfen weg. Wenn du dir sagst: Ich habe jetzt keine Zeit dafür" merkt sich dein Unterbewusstsein: Jetzt nicht und schiebt es nur auf. Zumindest bei mir. Ich werde dann später krank, z. B. nach der Prüfung.