Angst

hallo.ich heiße myriam,und bin neu auf dieser seite.ich habe seit jahren mit der angst zu kämpfen,und schäme mich terapeutische hilfe in anspruch zu nehmen.weil man denken könnte ich sei nicht normal.ich beschreibe es mal.von einer minute zu anderen,bekomme ich angst.habe das gefühl mir schnürt einer die luft ab,mein herz fängt an zu rasen.dieses gefühl ist schrecklich.ich kann nicht schlafen,wenn die schlafzimmertür zu ist.das fenster muß auf sein.gestern war ich am essen kochen,mit eimal durchfuhr mich ein ganz komisches gefühl im brustkorb,ich habe keine luft mehr bekommen,und hatte das gefühl ich kippe um.ich lief zur tür,riss sie auf und versuchte duchzuatmen,und schlagartig,war es wieder vorbei.das waren sekunden.nun rede ich mir ein es sei das herz.ich stelle oft diagnosen bei mir.dieses alles habe ich erst seit mein vater vor3jahren an einer schweren herzkrankheit starb.ich bilde mir mitunter ein das ich das auch habe.es ist einfach schrecklich,ich hoffe das mir jemand eine guten rat geben kann.es hat mich sehr viel mut gekostet,diesen ersten schritt,zu gehen.ich würde mich sehr über antworten freuen.tipps was ich machen könnte,oder wie ich mich verhalten soll,in solch einer situation.viele grüße myriam

Hallo Myriam!

Erst mal willkommen hier im Psychologie-Brett, es ist mutig, dass Du Dich an uns wendest. :smile:

Natürlich kann ich jetzt keine Ferndiagnose bei Dir anstellen. Aber was Du da schilderst, klingt mir nach Panikattacken. Damit stehst Du überhaupt nicht alleine da. Wenn Du mal weiter nach unten scrollst, wirst Du sehen, dass allein in der letzten Woche Postings zu diesem Thema hier waren.

Es gibt sogar eine FAQ dazu. Sie heisst: „Angstzustände, Panikattacken, Phobien - was ist das und was kann ich dagegen tun?“ Dort stehen auch weiterführende Links, Adressen und Buchtipps.
Du findest sie, indem Du hier klickst: FAQ:238

Wenn die Angst Dein Leben so sehr beherrscht, solltest Du vielleicht wirklich eine Therapie in Betracht ziehen. Eine Therapie ist kein Makel und hat überhaupt nichts mit „irre“ zu tun! Auch hierzu gibt es eine FAQ, die Du Dir durchlesen kannst, schau mal hier:
„Ich will eine Therapie machen, was muss ich wissen?“
FAQ:237

Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Bewältigen Deiner Probleme.

Liebe Grüsse,
Nike

Nur eine kleine Frage…
Hallo Myriam,

würdest Du mir bitte einmal genau beschreiben warum Du davor scheust Hilfe in Anspruch zu nehmen?
Ist es wirklich nur weil Du glaubst, daß Dein Umfeld - welches im Übrigen davon nichts mitbekommen braucht - Dich für nicht normal halten würde, oder weil Du auch wiederrum Angst vor einer Diagnose hast?

Hi, Myriam

ich habe das auch, ist auch unten eine große Diskussion entstanden, als ich gefragt habe. Ich habe viele Jahre gebraucht, um mich dazu durchzuringen, eine Therapie zu machen, aber inzwischen ist mir das Angstgefühl so über und ich bin nicht mehr bereit, es hinzunehmen. WEnn mir die Therapie hilft, damit besser umzugehen - warum nicht? Eigentlich ist es eine medizinische Behandlung. Mit einer Erkältung oder einem gebrochenen Knochen gehst du ja auch zum Arzt (zugegeben, ich nicht immer, der letzte Bruch ist auch so gut verheilt), aber trotzdem. Ich würde es auch nicht heimlich machen, wie Stage Zero vorgeschlagen hat. Das schafft nur neue Spannungen für dich, es geheimhalten zu müssen. Aber vielleicht kannst du für dich entscheiden, dass es einfach eine Behandlung ist wie auch von einem körperlichen Gebrechen. Ich habe inzwischen festgestellt, dass die meisten Leute, die mitbekommen, dass ich eine Therapie vorhabe, es für mutig halten, das zu versuchen, und es überhaupt nicht schlimm finden, ganz im Gegenteil. Es gibt natürlich auch in meinem Umfeld Leute, denen ich es nicht sage, aber wenn sie es erfahren, nun gut. Ich werde höchstens mal sagen, dass ich dann und dann einen Termin (beim Arzt) habe, wenn sie mich fragen. Ich werde es nicht an die große Glocke hängen, aber auch keine Anstrengungen unternehmen, es zu verheimlichen. Ich finde, es ist einen Versuch wert, da die Angst wirklich meinen Alltag beeinträchtigt. Und wenn es hilft, war es das sowieso wert.

Gruß, die Elbin
(die es mal versuchen wird und dir gerne davon berichtet, wenn es soweit ist, zurzeit sind alle Therapeuten in Urlaub - grrrrr!!)

schäm dich nicht!!!
Hallo Myriam!!!

Auch erstmal ein herzliches Willkommen von mir!!
Und auch ich muß sagen, dass ich es schonmal sehr mutig finde, dass du dich „geoutet“ hast!

Ich möchte dir sagen, dass du nicht alleine bist, mit diesem Problem!! Die Elbin und ich zB gehören auch zu den menschen, die unte den Angstattacken leiden!

Es hat auch mich sehr viel überwimdung gekostet, eine Therapie anzufangen, weil ich ähnlich gedacht habe wie du!
Mein Hez raste die ganze zeit, mein Puls war sehr hoch, und ich hatte das Gefühl gleich umzukippen!
Eine Bekannte von mir ist Therapeutin und die hat mich dann „zusich“ geholt, und so fing meine Therapie an!

Ich habe gelernt, dass ich trotzdem noch „normal“ bin, und das ich mich nicht zu schämen brauch, weil ich eine Therapie mache!!
Deshalb schäme dich nicht und rede dir nicht weiter ein, dass es dein Herz ist, was dir zu schaffen macht!Denn letztendlich mußt du irgendwann hinschauen und hilfe suchen! Das ist aber nichts schlimmes, sondern ein sehr wichtiger Schritt!

In einer Therapie lernst du viel über dich selber, über deine Vergangenheit, und so manches mehr.

Und noch sehr wichtig dabei ist, dass du dir deinen Therapeuten/in selber aussuchen kannst!

Mein Rat für dich: MAch eine Therapie, damit du lernst damit umzugehen,und es dann in ferner Zeit, auchbewältigen kannst!

Viel Glück und Kraft für dich!!

Liebe Grüße
Berlind

Hallo Myriam!

Das, was Du schilderst, führt auch bei mir zu dem Verdacht, daß es sich um panikähnliche Zustände handelt, die Du erlebst. Um sicher zu gehen, was es ist, solltest Du Dich an einen Arzt wenden. Denn es MUSS kein psychisches Problem da hinter stehen, sondern es KANN sich auch um ein rein medizinisches Problem handeln. Vielleicht überlegst Du Dir trotzdem, gleich zum Psychiater zu gehen.

Das heißt nicht, daß Du „verrückt“ bist (der Gedanke kommt einigen Betroffenen bei panikähnlichen Zuständen schon manchmal), sondern daß andere Ärzte leider zu selten bei panikähnlichen Zuständen an eine Panikstörung o.ä. denken. Häufig wird der Körper dann von oben bis unten durchgecheckt und, wenn die Ärzte nichts finden, sagen sie: „Seien Sie froh! Sie haben nichts!“ Aber die panikähnlichen Zustände verschwinden dadurch leider nicht. Die sind nämlich hartnäckig.

Deshalb ist mein Vorschlag, daß Du einen Psychiater aufsuchen und ihm direkt Deinen Verdacht schildern solltest. Der Psychiater wird dann höchstwahrscheinlich auch eine körperliche Untersuchung durchführen lassen, damit eine mögliche körperliche Ursache ausgeschlossen ist. Wenn es sich aber um ein psychisches Problem handelt, dann bist Du beim Psychiater richtig. Dir ist dadurch der lange Weg erspart, den viele mit ähnlichen Problemen wie Deinem haben, wenn sie sich erst an andere Ärzte wenden, die eine Panikstörung o.ä. oft übersehen.

Nur Mut!

Oliver

Hallo Myriam,

stell dir vor, es wären keine Panikattacken sondern Gallenkoliken. Du krümmst dich, der Schmerz nimmt dir die Luft, keine Kontrolle mehr, du liegst auf den Knien und wimmerst. Würdest Du dich auch schämen, einen Arzt aufzusuchen ? Normal ist das doch auch nicht. Warum ist es anders ?

Nein, schlechtes Beispiel. Dieses körperliche Problem läßt sich zu schnell und sauber beheben.
Nimm Asthma oder Diabetes. Epilepsie. Die Diagnose würde dein ganzes Leben verändern. Schlimm. Aber würdest Du dich schämen, Hilfe zu suchen ?

Die Gefühle sind auch nur chemische Vorgänge. Angst hat einen Zweck, sie ist kein schlechtes oder schwaches Gefühl. Aber so wie bei einer Allergie die Abwehrkräfte überreagieren, erzeugt bei dir etwas einen gefühlsmäßigen Asthmaanfall, wenn du so willst.
Vielleicht finden sich körperliche Ursachen, vielleicht auch nicht.

Die Angst wird dich nicht von allein verlassen. Glaub das ja nicht. Und die Furcht, dass es jemand merkt, wird dein Problem verstärken. Sie wird dich mehr und mehr vom Rest der Welt trennen. Bis du aus Angst vor der Angst ganz allein bist.

Du verschwendest kostbare Zeit deines Lebens, wenn du „durchhälst“.
Es ist deine Plage, und vielleicht kann dir niemand helfen. Aber wenn du es nicht versuchst, hast du jetzt schon verloren. Du kannst nur gewinnen.

Ich halt dir die Daumen

Heike

Hallo Myriam!

Ich kann dir nur meine unprofessionelle Meinung anbieten. Es sieht so aus als hätte der Tod deines Vaters diese Angstattaken ausgelöst. Leider denke ich, dass du um eine Terapie nicht herumkommen wirst, denn du wirst den Tod deines Vaters aufarbeiten müssen. Ohne Hilfe wird dir das kaum gelingen.

Jetzt hast du diesen großen Schritt gewagt, also versuche dich mit einer Terapie anzufreunden.

Außerdem würde ich dir zu autogenem Training raten. Diese Entspannungstechniken sind recht leicht zu erlernen. Am besten wäre es in einer Gruppe (wegen der Gruppendynamik). Aber ich könnte mir vorstellen, dass jede Entspannungstechnik helfen könnte.

Soweit zu meiner unprofessionellen Meinung. Ich hoffe, du meldest dich wieder.

Gruß Sylvia

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Hallo Elbin Ich glaube du hast recht.Warum heimlich machen.Ich fühle mich so schon schlecht.Mann steht morgens auf und hat schon Panik das es wieder passiert.Und wie gesagt,gestern war extrem.Ich stand am Herd und habe gekocht,und mit einmal,war dieses Gefühl im Brustkorb bereich,ich hatte das Gefühl ich ersticke.Und darauf hin habe ich gedacht oh,Gott ganz alleine hier und jetzt eine Herzattacke.Aber es war in Sekunden schnelle vorbei,ganz merkwürdig.Es freut mich ,das ich tatsächlich Antworten und Tipps bekomme,das tut richtig gut.Ich glaube auch ich sollte mich langsam damit anfreunden eine Therapie zu machen.Ich danke dir.Und es würde mich freuen wenn du mich auf dem laufenden hälst.Viele GrüßeMyriam

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Hallo Myriam!

Ich kann dir nur meine unprofessionelle Meinung anbieten. Es
sieht so aus als hätte der Tod deines Vaters diese
Angstattaken ausgelöst. Leider denke ich, dass du um eine
Terapie nicht herumkommen wirst, denn du wirst den Tod deines
Vaters aufarbeiten müssen. Ohne Hilfe wird dir das kaum
gelingen.

Jetzt hast du diesen großen Schritt gewagt, also versuche dich
mit einer Terapie anzufreunden.

Außerdem würde ich dir zu autogenem Training raten. Diese
Entspannungstechniken sind recht leicht zu erlernen. Am besten
wäre es in einer Gruppe (wegen der Gruppendynamik). Aber ich
könnte mir vorstellen, dass jede Entspannungstechnik helfen
könnte.

Soweit zu meiner unprofessionellen Meinung. Ich hoffe, du
meldest dich wieder.

Gruß Sylvia

Hallo Sylvia Klsse das du antwortest.Vielleicht liegt es tatsächlich an den Tod meines Vaters,das ich dieses innerlich nicht verarbeiten kann.Ich werde mich wohl so langsam damit anfreunden müssen,eine Therapie machen zu müssen.Das mit dem Autogenen Training klingt gut.Ich werde mich mal schlau machen in meiner Umgebung.Ich werde mich auf alle Fälle melden.Und wie gesagt vielen lieben Dank Myriam

Hallo Namensvetterin,

ich habe fachlich nichts tolles beizutragen, aber da es nicht so viele Leute mit dem Namen Myriam gibt …

Eigentlich möchte ich nur sagen: Herzlich Willkommen bei wer-weiss-was. Indem Du hier um Rat fragst, hast Du ja schon einen ersten Schritt in die richtige Richtung getan. Man wird Dir bestimmt einige hilfreiche Tipps geben. Viel Erfolg, Kraft und Glück bei der Bewältigung Deiner Probleme und Ängste!

Liebe Grüße,

Myriam
*die nach ihrer Schilddrüsen-OP zeitweise schlimme Angstzustände hatte, die aber jetzt zum Glück vorbei sind*