Wollte mal fragen, wie genau dieses Medikament wirkt - die Packungsbeilage habe ich auch gelesen - also eher vielleicht Erfahrungsberichte oder ähnliches.
Ich soll dieses Medikament nicht durchgehend nehmen sondern nur dann, wenn ich merke, daß eine dieser „suizidalen Hochphasen“ bevor steht.
Ich habe mal (in einer ziemlich miesen Phase) eine 10er Schachtel verordnet bekommen.
Hatte einen Heidenrespekt vor dem Zeug. Sollte es aus den gleichen Gründen nehmen, wie Du.
Erfahrung mit dem Medi:
bei überwältigenden Angstgefühlen habe ich manchmal eine Tablette genommen. Effekt: die Angst ging innert kürzester Zeit weg. Mit dem Wissen allerdings (logisch) dass man eine Tablette eingeworfen hatte.
Vor allem vor schwierigen Gesprächen (Partner, Vorgesetzten) sagte der Arzt, solle ich ruhig eine nehmen. Meine Angst war, dass mir dann Worte, die ich suchte, nicht einfallen würden. Aber dem war nicht so. Konnte endlich mal in Ruhe ein Gespräch führen/haben. (halbe Tablette reichte auch manchmal).
Das Medi überlagert die Angst „nur“. Bedeutet: Du wirst zwar im Moment ruhiger, sicherer (auch irgendwann müde von dem Zeugs, aber nicht so schlimm) aber, wenn Du nicht an Deinen Ängsten arbeitest, werden sie Dich immer wieder einholen. Daher würde ich auf jeden Fall eine Therapie machen (Psychologischer Psychotherapeut => Gesprächstherapie z.B.) Und Deine Ängste dort besprechen.
Ich hatte also keine schlechten Erfahrungen mit Oxa. allerdings brauchte ich ca. 8 Monate für 10 Tabletten. Weil ich eben Respekt vor sowas habe…
Alles Gute für Dich und viel Kraft!!! Wünscht Dir
Alexa
Ach ja, und nicht Autofahren, wenn Du eine Tablette dieser Art genommen hast. Die Müdigkeit, die einen nach einigen Stunden überfällt, kann sehr ausgeprägt sein.
Oxazepam ist ein Benzodiazepin und gehört damit in die Wirkstoffgruppe von Diazepam (Handelsname: Valium). Die Benzodiazepine sind sehr wirkungsvolle Angstlöser (oder Anxiolytika - so der Fachausdruck). Sie wirken so, daß sie sich an Nervenzellen setzen und dort die Bindung von hemmenden Botenstoffen erhöhen. Dadurch wird die Nervenzellaktivität gehemmt. Auf der Verhaltensebene wirkt sich diese Hemmung beruhigend (sedierend) und angstlösend aus.
Als die Wirkung der Benzodiazepine erstmals entdeckt wurde, galten die Substanzen als Wundermittel. Sie hatten nämlich deutlich weniger Nebenwirkungen als die damals noch häufiger verwendeten Barbiturate. Unglücklicherweise machen Benzodiazepine SEHR SCHNELL ABHÄNGIG und haben nur solange ihren beruhigenden und angstlösenden Effekt, wie sie eingenommen werden. Sie haben also keine „heilende“ Wirkung, sondern unterdrücken nur die Angst und Erregung. Daher gilt heute, daß Benzodiazepine jeder Art (also auch Oxazepam) nur für kurze Zeit (ca. eine Woche) am Stück eingenommen werden sollten, da sonst das Risiko einer Abhängigkeit besteht. Die Benzodiazepin-Abhängigkeit ist hoch gefährlich, ein Entzug darf nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden, weil Lebensgefahr besteht!
Ich möchte daher empfehlen, daß Du die Anweisungen Deines Arztes hinsichtlich Dosierung und Anwendungszeitraum berücksichtigst.