Problem

Ich weiß nicht so ganz, ob das in dieses Brett besser paßt oder in das Psychologie-Brett…

Naja - egal.

Ich habe mich aufgrund von Suizidgedanken in psychotherapeutische Behanldung begeben. Meine Frau weiß davon. Seid einiger Zeit habe ich wieder „Depressionsphasen“ in denen ich eben eigentlich fast unentwegt an den Suizid denke, ihn gedanklich plane. Während dieser Phase bin ich natürlich sehr in mich selbst zurückgezogen.
Wenn meine Frau das mitbekommt, daß ich so sehr in mich zurückgezogen bin, dann legt sie das immer als Vorwurf aus und fragt mich, was sie falsch gemacht hätte.
Ich habe auch einmal versucht, ihr zu erklären, was dann in mir vorgeht. Aber sie wurde aggressiv mir gegenüber.
Gestern bekam ich dann ein Medikament verschrieben und sie fragte mich was das sei und wofür genau… Ich habe ihr bisher darauf noch keine Antwort gegeben, weil ich mir fast sicher bin, daß meine Frau das alles nicht verstehen würde und auch nicht wollte.

Was soll ich nun tun?

Ich habe mich aufgrund von Suizidgedanken in
psychotherapeutische Behanldung begeben. Meine Frau weiß
davon.

Gestern bekam ich dann ein Medikament verschrieben und sie
fragte mich was das sei und wofür genau… Ich habe ihr bisher
darauf noch keine Antwort gegeben, weil ich mir fast sicher
bin, daß meine Frau das alles nicht verstehen würde und auch
nicht wollte.

Was soll ich nun tun?

mit ihr reden … es ihr so erklären, dass sie es versteht - ja ich weiss das klingt so einfach und ist so schwer - aber du musst ihr schon die Chance geben es zu verstehenm, un ddas geht nur wenn du auhc mit ihr redest …

nichts ist schlimmer, als wenn der eine nicht mehr redet und der andere sich darüber in wilden Vermutungen über die Gründe verstrickt …

Wrum nimmst du sie nicht mal mit zur Therapie - evtl. versteht sie dann was Sache ist ?

Gruß Hexerl

Hallo,

Das wichtigste aus Ihrem Posting:

Nimm Deine Frau unbedingt mal mit zum Arzt, bzw. mach für
sie bei ihm einen Extratermin, daß sie von professioneller
Seite erklärt bekommt, wie es um Dich steht und wie sie
damit umgehen lernt.

Vielleicht kann sie Dein Therapeut (so Du einen hast), eine
zeitlang mittherapieren. Für sie ist Deine Erkrankung auch
alles andere, als einfach. Da gehört schon ne Menge Wissen und
Kraft dazu, es im tgl. Leben zu schaffen.

Aber wenn Ihr zusammenhaltet, wird es hoffentlich klappen!

*wünscht Euch*
d.

Das andere Problem ist…

Meine Frau war vor kurzem 5 Wochen bei ihrer Schwiergermutter weil sie mich einfach nicht mehr ausgehalten hat. Wenn ich da jetzt irgendwas anspreche und in ein Wespennest steche… das wäre gar nicht gut.
Sie hat mir auch mitgeteilt, daß sie keine andere Möglichkeit mehr ausser die Trennung siehst. Da sie aber momentan keine andere Wahl hat, wohnen wir halt zusammen in einer Art WG.
Ich bin schon so froh genug, daß wir uns nicht gegenseitig an den Hals springen - und eben da habe ich die Angst, daß ich dies damit initiieren würde, wenn ich diese Thematik nochmals anspreche.
Für meine Frau ist mein „Zustand“ nicht nachvollziehbar und sie akzeptiert ihn auch nicht als Krankheit.

Deshalb auch meine Frage… was nun?

hi stage,

Für meine Frau ist mein „Zustand“ nicht nachvollziehbar und
sie akzeptiert ihn auch nicht als Krankheit.

gerade dann solltest du sie doch mitnehmen. vielleicht ist das ganze auch nur eine art selbstschutz von ihr. das würde auch das aggressive verhalten erklären. ich wüsste auch nicht, wie ich in einer solchen situation reagieren würde.
bitte sie doch einfach mal mitzugehen. was hast du zu verlieren? wenn es der therapeut nicht erklären kann, dann kannst du es auch nicht (behaupte ich jetzt mal). solltest doch jede chance nutzen, oder nicht?

Für meine Frau ist mein „Zustand“ nicht nachvollziehbar und
sie akzeptiert ihn auch nicht als Krankheit.

Heißt für mich, zusammen mit dem restlichen Teil, sie will
es einfach nicht akzeptieren, sie will gar nicht wissen,
was mit Dir los ist, was ich ziemlich egoistisch finde, schließl. hast Du Dir die Erkrankung auch nicht ausgesucht.
Sprich: die Liebe ist nicht mehr vorhanden.

Deshalb auch meine Frage… was nun?

Gehen lassen oder selber gehen. Sie erträgt Dich nicht, Dir
tuts weh. Also wenn ich mir vorstelle, daß mein Mann in
so einer Situation wäre, ich würde alles und wirklich alles
tun, ihm und mir zu helfen, selbst Freunden würde ich so
gegenübertreten. Aber es einfach zu ignorieren, den Kopf
praktisch in den Sand zu stecken, halte ich für äußerst
unreif.

Entschuldige, wenn ich ihr damit zu nahe trete, aber es bezieht sich freilich nur auf Deine Erkrankung, nicht auf Eure sonstige
Ehe.

Herzl. grüße nochmal
d.

2 „Gefällt mir“